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Fiat bleibt in Italien: VW-Interesse an Alfa Romeo?

23.09.2012 | 14:50 |   (DiePresse.com)

Fiat-Chef Marchionne stellt nach einem Treffen mit Premier Monti Investitionen in Aussicht. Volkswagen dementiert Interesse an der Fiat-Marke Alfa.

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Trotz des massiven Absatzeinbruchs in Europa will der italienische Autobauer Fiat im Land bleiben und bei einem Aufschwung des Marktes auch in neue Modelle investieren. Das versicherte die Spitze des Turiner Konzerns bei einem fünfstündigen Treffen mit Regierungschef Mario Monti und seinen Fachministern am Samstag in Rom. Fiat verpflichtet sich, die Präsenz der Gruppe in Italien zu erhalten. Konkrete Aussagen, wie es in den einzelnen Werken mit ihren hohen Überkapazitäten weitergehen soll, gab es aber nicht.

Gewerkschaften erklärten nach dem Krisentreffen, es habe nur Absichtserklärungen gegeben, man wolle aber Klarheit.

Kommt Alfa in die VW-Familie?

Doch diese Erklärungen reichen für Spekulationen: Volkswagen hat nach einem Bericht des Magazins "Focus" möglicherweise Interesse an der Fiat-Marke Alfa Romeo. Experten aus Deutschland hätten die Werke Mirafiori, Cassini, Melfi und Pomigliano besucht, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe.

Fiat hat jedoch nach den Worten von Konzernchef Sergio Marchionne nicht vor, sich von der Tochter Alfa Romeo trennen. Die Marke stehe nicht zum Verkauf, sagte Marchionne am Montag. Ein VW-Sprecher erklärte daraufhin, es sei zwei kein Geheimnis, dass Alfa Romeo eine interessante Marke sei. "Wir sind aber mit zwölf Marken im Konzern gut aufgestellt", sagte er.

Wettbewerbsfähigkeit soll gestärkt werden

Monti hatte Fiat-Chef Sergio Marchionne und Präsident John Elkann nach Rom gerufen, um die massiven Probleme des Autobauers und die Sorgen um den Standort Italien zu beraten. Er wollte Aufschluss über das weitere Engagement in Italien, nachdem Fiat zuvor angekündigt hatte, einen überarbeiteten Investitionsplan präsentieren zu müssen.

Fiat verwies in einer gemeinsamen Mitteilung darauf, man habe in den vergangenen Jahren fünf Milliarden Euro in Italien investiert und wolle weiter vor allem für Exporte in außereuropäische Länder im Land Autos bauen. Regierung und Unternehmen werden nach Wegen suchen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Fiat zu stärken. Finanzielle Hilfen der Regierung seien dabei nicht gefordert worden, heißt es.

Angesichts der tiefen Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt und vor allem in Italien könnte Fiat eines oder mehrere seiner fünf Werke im Land schließen, hatte es zuvor geheißen. Ein im Jahr 2010 aufgestellter Investitionsplan von 20 Mrd. Euro bis 2014 in Italien sei nicht zu halten, teilte Fiat vor gut einer Woche mit.

Monti will die Gewerkschaften davon überzeugen, beim Erhalt des Standorts Italien mitzuhelfen. Sie sollten "sich darum bemühen, die Produktivität mit dem Ziel erhöhter Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern", hatte er auf die Frage gesagt, wie er Marchionne von einem Abbau abhalten könnte. Während Italien in der Rezession ist, hält sich Fiat nur dank des US-Partners Chrysler noch über Wasser.

(APA/dpa)

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7 Kommentare
Gast: iSight camera
24.09.2012 16:04
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Alfa Romeo

Alfa Romeo ist eine Marke, die VW unter Audi und neben Seat platzieren könnte.

Alfa ist emotional stark besetzt, hat gutes, rassiges Design und die Qualität der Wägen ist gestiegen.

Alfa wäre auch unter Deutscher Führung gut aufgehoben, wenn die Marke mit allen Attributen erhalten bleibt.

Re: Alfa Romeo

Bin nicht böswillig. Aber wer Alfa oder Fiat kennt, weiß um deren Management, den Einfluss der Gewerkschaften, etc... Die Hackler und Ingenieure sind spitze, aber der Rest bremst alles, aber wirklich alles aus.
Das könnte im gegenständlichen Fall ein Bumerang für VW werden... Tut mir leid, dass ich jetzt Alfa-fans vor den Kopf gestoßen habe, aber ich kenn die Werkeln da unten ein wenig... Und das sagt ja auch nichts gegen die Fahrzeuge, im Gegenteil....

Gast: turku
24.09.2012 09:53
0 0

Volkswagen dementiert Interesse an der Fiat-Marke Alfa.

derartiges design würde einem beamtenautoerzeuger zu steil werden...

Gast: from another point of view
23.09.2012 20:36
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Marchionne Superstar!

S. Marchionne ist einer der topsten Manager der Welt, kein Regierungschef ist ihm gewachsen. Wer jemals einen seiner Auftritte miterlebt hat, der ist nachhaltig beeindruckt! Er führt mit einserner Hand und ist seinen Eigentümern verpflichtet. Bremsende Gewerkschaften und deren Bosse sind wahrscheinlich in Italien das Thema für ihn. Er wird also Standorte suchen, wo dieses Affentheater der Gewerkschaften kein Thema mehr ist. Gute Nacht Europa und EU.

Gnerell ist anzumerken, dass Fiat keine attraktiven Modelle anbietet!


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FIAT

Herr Monti möchte FIAT helfen. Geschehen soll das trotz leerer Staatskassen natürlich wieder durch Erhöhung der Verschuldung. Für diese sollten nach Vorstellungen insbesondere der Chefs der "Südstaaten"und einiger Herren der EU-Kommission und der EZB auch Deutschland mithaften. Damit dann FIAT mit dem Geld der deutschen Autoindustrie zusätzliche Konkurrenz machen kann ??? Soll das der Sinn der EU sein ? Bei solcher Pervertierung dürfte das Ende nahe sein.

Antworten Gast: Halbwissen
23.09.2012 22:51
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Re: FIAT

Und Deudtschland hat der deutschen Autoindustrie noch nie geholfen ?

Wer war der große Nutznießer der Abwrackprämie 2009 ?
Und wer hat jetzt der großen Wettbewerbsvorteil ?

Hobbyökonom