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Trockenheit kann deutsche Stromproduktion verknappen

24.09.2012 | 14:06 |   (DiePresse.com)

Das Flusswasser wird immer weniger. Der Rückgang könnte neben den Wasserkraftwerken auch Atom- und Kohlekraftwerke betreffen.

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Immer heißere und trockenere Sommer werden in Deutschland bis zum Jahr 2055 zu einem Rückgang der Stromproduktion aus Wasserkraft sowie von Kraftwerken führen, die mit Flusswasser gekühlt werden. Der Klimawandel könnte zudem regional erhebliche Auswirkungen für die Land- und Forstwirtschaft in Deutschland haben, wie sich aus einer am Montag in Berlin vorgestellten Großstudie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ergibt.

Den Prognosen zufolge sind von der Trockenheit im Sommer auch Atom- und Kohlekraftwerke betroffen, die mit Flusswasser kühlen. Sinkende Wasserstände und steigende -temperaturen werden laut Studie in diesen Kraftwerken zu "häufigeren Einschränkungen" führen. Die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen werde gegenüber heute gar um 12,3 Prozent sinken.

Windkraft kann nicht ausgleichen

Zwar könne bei der Winderzeugung in vielen Regionen mit einer leichten Zunahme der Auslastung gegenüber heute gerechnet werden, heißt es in der Untersuchung weiter. Weil sie aber vor allem im Winterhalbjahr auftritt, könnten die Defizite der Wasserkraft sowie mit Wasser kühlenden Atom- und Kohlemeiler im Sommer nicht ausglichen werden.

Die Wissenschaftler errechneten zudem Szenarien zum Wasserhaushalt für die unterschiedlichsten Regionen Deutschlands. Demnach werden große Gebiete Ostdeutschlands noch trockener. Dies gilt vor allem für das Leipziger Becken, im Oderbruch oder Sachsen-Anhalt. Dort werde in manchen Gebieten im Jahresmittel um bis zu 30 Zentimeter weniger Regen fallen als heute.

Fichten und Kiefern profitieren

Steigende Temperaturen und die Düngung der Pflanzen durch das Treibhausgas CO2 lassen Bäume zwar früher austreiben und länger wachsen. Dem stünden allerdings Schäden durch Trockenstress und wachsende Waldbrandgefahren gegenüber, die etwa in Brandenburg um 16 Prozent zunehmen werde. Profiteure des Klimawandels unter den Bäumen sind demnach Fichten und Kiefern, während vor allem Buchen im Nordosten gefährdet sind.

Die Wissenschaftler wollen die umfassenden regionalen Prognosen leicht verständlich zum ersten 1. Dezember ins Internet stellen. Landwirte sollen dann mit einem Mausklick Informationen zu Temperatur- und Regenänderungen jeweils für ihre Felder abrufen können, um mögliche Ernterisiken mit dem Anbau anderer Feldfrüchte minimieren zu können.

(APA/AFP)

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5 Kommentare
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Das PIK prognostiziert mal wieder

Das PIK hat auch schon warme und schneearme Winter für Europa prognostiziert, nur um nach Rekorschneesfallmengen auf der Nordhalbkugel in den letzten Wintern umzuschwenken und nun das Gegenteil zu prognostizieren, kalte und schneereiche Winter.

Man sollte dieses Institut der Kaffeesudlese zugesperren anstatt ihm noch irgendwelche Aufmerksamkeit zu widmen.

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Wenn dann auch noch eine lange Windflaute kommt,

dann geht das Licht aus.

Man kann den Abdampf der Turbinen auch über andere Methoden kondensieren.
Wasser zu verwenden, ist halt wegen der niedrigen Temperatur, sehr effizient.

Gast: biersauer
24.09.2012 18:32
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Mangel an Rückhaltebecken rächt sich.

Nicht nur, dass die Landschaften aridisieren, sondern auch die Hochwassergefahr steigt, denn bei intensivem Niederschlag wird sich jedes Dorf damit überschwemmen.

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nasowas

schreiben sie doch gleich, der strom mß teurer werden, damit die kapitalisten noch mehr abcashen können.
das wäre ehrlicher, als so heimtückisch ein problem heraufzureden.

Antworten Gast: Trollblume
24.09.2012 18:10
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Re: nasowas

auch das trinkwasser wird nicht mehr so selbstverständlich sprudeln, wenn sich die gletscher zurückziehen. aber manche werden es erst glauben, wenn sie es sehen, ich weiß :-(

Hobbyökonom