Im harten Konkurrenzkampf der Sportartikelhersteller hat Weltmarktführer Nike eine einstweilige Verfügung gegen Adidas erwirkt. Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth setzten die Amerikaner durch, dass die Franken den Laufschuh "adizero primeknit" nicht länger vertreiben dürfen. "Es geht um die Unterlassung der Produktion und Vermarktung dieses Schuhs in Deutschland", sagte Nike-Sprecher Olaf Markhoff am Dienstag.
Bei Adidas wollte man die Entscheidung inhaltlich nicht kommentieren. "Uns liegen die Unterlagen vor, und die prüfen wir jetzt", sagte Sprecherin Katja Schreiber. Adidas hatte den fraglichen Schuh - bei dem das Obermaterial nicht wie üblich aus verschiedenen Teilen zusammengeklebt, sondern aus einem Stück hergestellt wird - in kleiner Auflage bei den Olympischen Spielen in London vorgestellt.
Nike: Adidas hat Patent verletzt
Nike sieht in dem Schuh der weltweiten Nummer zwei jedoch eine Verletzung eines Patents aus dem Jahr 2002. Auf dessen Grundlage hatte Nike in diesem Frühjahr die "Flyknit Footwear Technologie" vorgestellt, bei dem das Obermaterial aus einem Stück gehäkelt wird.
Das Landgericht Nürnberg-Fürth gab dieser Sicht vor knapp einem Monat Recht. Um die einstweilige Verfügung in ein dauerhaftes Unterlassungsurteil umzuwandeln, hat Nike bereits angekündigt, ein Hauptsacheverfahren anstrengen zu wollen.
(APA/dpa)
WirtschaftswachstumDas Plus und Minus der EU-Länder im ersten Quartal
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet
UrlaubÖsterreicher im EU-Ranking voran