Die Regierung des italienischen Premiers Mario Monti bekommt harten Widerstand zu spüren. Die italienischen Staatsbeamten haben am Freitag die Arbeit niedergelegt, um gegen die starken Einschnitte in der öffentlichen Verwaltung zu protestieren. Auch die Ärzte schlossen sich dem Protest an. Voraussichtlich Hunderttausende Menschen werden in Rom an einer großen Protestkundgebung teilnehmen, zu der der größte Gewerkschaftsverband CGIL aufgerufen hat. Dem Protest wollen sich in Rom auch Universitätsstudenten anschließen, die gegen den "Numerus Clausus" in mehreren Fakultäten und höhere Universitätsgebühren protestieren.
Der Minister für öffentliche Verwaltung, Filippo Patroni Griffi, kritisierte den Streik. "Ziel der Regierung sind nicht Einsparungen, sondern eine effizientere Verteilung der öffentlichen Gelder", erklärte der Minister.
Der Streik richtet sich gegen die drastische Sparpolitik des seit November in Rom regierenden Expertenkabinetts. Bis 2014 will Monti rund 26 Milliarden Euro in der öffentlichen Verwaltung einsparen. Die Maßnahmen sollen für eine schlankere und effizientere öffentliche Verwaltung sorgen. Die Gewerkschaften kritisierten, dass die Sparmaßnahmen die Staatsbeamten zu stark belasten. Diese seien im Zuge der von der Regierung beschlossenen Sparmaßnahmen ohnehin bereits stark unter Druck gesetzt worden.
(APA)
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