22.05.2013 16:46 Merkliste 0

Stresstest: Spanische Banken brauchen 60 Mrd. Euro

28.09.2012 | 21:52 |   (DiePresse.com)

Der Test offenbart für die bereits verstaatlichte Bankia eine Kapitallücke von 25 Milliarden Euro. Spanien will um Hilfe in Höhe von rund 40 Milliarden bitten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Banken des maroden Euro-Landes Spanien bräuchten fast 60 Milliarden Euro frisches Kapital, um für neues Ungemach in der heimischen Wirtschaft gerüstet zu sein. Wie die Regierung in Madrid am Freitag mitteilte, ergab der Stresstest allein für die mittlerweile verstaatlichte Bankia eine Kapitallücke von 24,7 Milliarden Euro. Insgesamt sind es demnach 59,3 Milliarden Euro. Die EU-Kommission begrüßte die Veröffentlichung des Finanzbedarfs als einen zentralen Schritt, um die Branche zur Ruhe zu bringen. Die genaue Hilfssumme für den Sektor werde nun in den kommenden Monaten ermittelt.

Die spanische Regierung erklärte, sie werde letztendlich um Hilfen in Höhe von etwa 40 Milliarden Euro bitten.

Jede zweite Bank braucht zusätzliches Kapital

Nach den Ergebnissen des Tests braucht die Hälfte der 14 überprüften Institute zusätzliches Kapital. Die bereits verstaatlichten Geldhäuser allein benötigen demnach schon für sich allein 49 Milliarden Euro. Mit den Ergebnissen kann die Madrider Regierung nun ermitteln, in welcher Höhe sie Hilfen der Euro-Partner in Anspruch nehmen müssen. Spanien hat sich bereits eine Kreditlinie für die Sanierung des Bankensektors in Höhe von 100 Milliarden Euro gesichert. Zuletzt war allgemein erwartet worden, dass die Banken davon 50 bis 60 Milliarden Euro benötigen werden, da sie bereits 20 Milliarden Euro zur Stopfung der Finanzlöcher erhalten haben.

Wohl weil die Ergebnisse des Stresstests nach ersten Einschätzungen im Rahmen der Erwartungen lagen, reagierten die Finanzmärkte zunächst kaum. Dort rechnen die Akteure mehrheitlich damit, dass Spanien bald über den Rettungsschirm ESM zusätzlich ein komplettes Hilfspaket beantragen wird, um seine Finanzierungskosten zu senken.

Juncker ist erleichtert

Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker zeigte sich erleichtert, dass der Bedarf unter 60 Milliarden Euro bleibt. Die tatsächlich zu leistende Hilfe werde zudem geringer ausfallen, weil sich die Banken nach eigenen Plänen selbst um frisches Kapital kümmern werden. Diese künftigen Entwicklungen wurden in dem Stresstest nicht berücksichtigt, der von einem schlimmstmöglichen Szenario ausgeht.

In dem Stresstest der Beratungsfirma Oliver Wyman wurde ermittelt, wie viel zusätzliches Kapital die angeschlagenen Institute des Landes benötigen, um einen Rückgang der heimischen Wirtschaftsleistung von 6,5 Prozent in der Zeit von 2012 bis 2014 zu überstehen.

(APA/Reuters)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

13 Kommentare
Gast: eurobankenlobbys wollenimmermehrsteuergelder
29.09.2012 23:30
0 0

was? nur 60 mrd. wollen die spanischen banken, des is in der eu ja nicht mal mehr der rede wert.- das sind für die eubankenlobbys nur peanuts;diese bankengelder werden eh schon zügig durch den laufenden sozialabbau gerade von den sozialisten eingetrieben.


Gast: Konservativer
29.09.2012 18:20
0 0

Die EU raubt unseren Kindern das Essen vom Teller.

Die EU ist das allerschlimmste Unglück, das Österreich seit dem zweiten Weltkrieg widerfahren ist.

Die EU hat uns NUR Nachteile gebracht. Jetzt raubt sie uns noch das Essen vom Teller.

EU-AUSTRITT SOFORT!

die

EU bringt uns ja soooo tolle Sachen
jetzt dürfen wir nicht mehr nur für unsere unfähigen Banken zahlen NEIN !!! wir dürfen jetzt auch noch für andere Banken zahlen in anderen Ländern !!! HURRA

Gast: Scheingeld
29.09.2012 14:30
1 0

Das erwartet noch die Deutschen und Österreicher



Was die DEUTSCHEN und ÖSTERREICHERN noch erwartet, sagt auch der renomierte dt. Staatsrechtler Prof. Schachtschneider in diesem Interview.

Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit und reichen Sie den Link mit der Rede von Prof. Schachtschneider auch im Freundes- und Bekanntenkreis weiter !!!

Kurzversion
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=tKU09Bq8EOs#!

Langversion
http://www.youtube.com/watch?v=99Q_Va8WFaA&feature=player_embedded

Prof. Schachtschneider war übrigens einer der 4 Professoren, die damals vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die EUR-Einführung geklagt haben und es ist alles eingetreten, wovor sie damals gewarnt hatten.

0 0

typisch

EU: KapitalBEDARF wird BEGRÜßT !!

60 Mrd. auf Einmalzahlung ist ganz Ok ...

..... Dannn noch die Griechen mit den Hilfstranchen und geschätzten 30 Mrd defizit im Jahr, nicht zu vergessen die Wackelkandidaten wie Italien und Slowenien ... eieiei ... Die EU ist ein richtiger Glücksfall, fast wie ein Lottosechser!!!

Gast: lukas2
29.09.2012 07:21
1 1

Diese Horrorbotschaft

ist den Medien nur ein Randbemerkung wert. In Wirklichkeit entsteht hier eine Lawine die den Euro sprengen wird. Und Österreich ist dank der Regierungsparteien mitten im offenem Gelände. Leider ist unsere Regierung so gelähmt, daß keine mutigen Entscheidungen zu erwarten sind. Diese Zocker Banken haben Österreich und die EU ruiniert.

Gast: Reflector
29.09.2012 01:22
1 0

Falsche Zahl - Null fehlt

Es werden eher 600 als 60 Mrd. sein.

Da braucht man doch nun wirklich nur ein wenig zusammenzählen. Alleine heute schon sind ca. 3,1 Millionen gebaute Wohnungen leerstehend.

Bei durchschnittlichen Gestehungskosten von 100 k€ per Wohnung (nicht zu üppig) kommen dadurch alleine schon 300 Mrd. zusammen.

Dazu kommen noch die Immokreditausfälle die eben auch ca. 2 Millionen betreffen, sonstige Privatkredite, offene Rückzahlung für Kommunenfinanzierungen und last but not least Firmeninsolvenzen (Bau) enormen Ausmasses.
Ausserdem der Wertverlust der Anleihen (auch GR) zu deren Käufe die Banken verpflichtet wurden

Nie und nimmer geht sich das mit 60 Mrd. aus.

0 0

Re: Falsche Zahl - Null fehlt

Ich habe zwar nicht, so wie Sie, genau nachgerechnet, aber als ich die Überschrift las, dachte ich ebenfalls, daß sich das sicher nicht ausgehen wird.

Dieses ganze EU-Euro-Kasperltheater ist doch nur mehr ein Schönreden von katastrophalen Fakten und Spielen auf Zeit!

3 0

ich brauch geringfügig weniger

da ich gerade und nur momentan finanziell etwas klamm bin - dafür biete ich exakt die gleichen Sicherheiten der Rückzahlung wie Spanien — keine.
Wo kann ich mich melden?

Frag Deinen Nachbarn!

Machen die Staaten in Europa ja auch.

Wenn sie 60 Milliarden zugebn

dann brauchen sie sicher das zwei- bis zehnfache. Ab dem 01. Oktober wird doch der Megaschirm installiert, von daher kein Problem.

Vielleicht sollte der Euro künftig in Form von Rollen aus dem Bankomaten kommen. Dann erfüllt er wenigstens noch einen Zweck...

1 0

Re: Wenn sie 60 Milliarden zugebn

hahahahaha , echt gut !

Hobbyökonom