Die Spitzen von EADS und BAE Systems haben für die geplante Fusion ihrer Unternehmen einen Ausstieg der EADS-Großaktionäre wie Daimler und Frankreich verlangt. In einem Gastbeitrag der "Süddeutschen Zeitung" schrieben Thomas Enders von EADS und Ian King von BAE einem Vorausbericht zufolge: "Wir schlagen vor, die Shareholder-Verträge, die derzeit Daimler, Lagardere und dem französischen Staat die gemeinsame Kontrolle über EADS ermöglichen, aufzuheben." Es müssten gleichzeitig Vereinbarungen gefunden werden, um die Sicherheitsinteressen der Regierungen zu wahren. Bisher sollen das sogenannte Goldene Aktien sein.
Allerdings haben sich Frankreich und Deutschland einem anderen Medienbericht zufolge auf eine gemeinsame Strategie geeinigt, die vorsieht, dass beide Regierungen jeweils neun Prozent an dem neuen Konzern halten. Dies berichtete das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Spitzenbeamte. Eine Sprecherin des deutschen Wirtschaftsminister Philipp Rösler wollte den Bericht am Wochenende weder dementieren noch bestätigen. EADS und BAE Systems wollen sich zum weltweit größten Unternehmen der Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungstechnik zusammenschließen.
Lagardere: Fusionsbedingungen verbessern
Eine Nachbesserung der Fusionspläne des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns mit der britischen BAE Systems fordert der wichtige französische EADS-Aktionär Lagardere. "Trotz des industriellen und strategischen Potenzials, das ihm zugeschrieben wird, hat dieser Plan noch nicht gezeigt, dass er Wert für EADS schafft", erklärte Lagardere am Montag. "Lagardere betrachtet die Fusionsbedingungen zwischen EADS und BAE derzeit als nicht zufriedenstellend." Das EADS-Management müsse daher den Interessen der Lagardere-Aktionäre besser Rechnung tragen.
(APA/Reuters)
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