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Airline-Geschäft außerhalb Europa geht deutlich besser

01.10.2012 | 12:06 |   (DiePresse.com)

In den USA und Asien gibt es unerwartete Zuwächse. Der Weltluftverband IATA hat seine Umsatzprognose für 2012 auf 4,1 Mrd. Dollar hochgeschraubt.

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Das Fluggeschäft ist in diesem Jahr deutlich lukrativer als gedacht. Aber nicht in Europa: dort gibt es roten Zahlen in Milliardenhöhe. Passagiere halten den Fluggesellschaften trotz Euro-Krise, Konjunkturabkühlung in China und hohen Ölpreisen die Treue. Weil mehr Menschen fliegen als erwartet, können die Airlines 2012 mit deutlich höheren Gewinnen rechnen. Der Weltluftfahrtverband IATA hat seine Prognose am Montag um 36 Prozent hochgeschraubt, auf 4,1 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro). 2013 erwartet er etwas niedrigere Ölpreise - durchschnittlich 105 statt 110 Dollar pro Barrel (je 159 Liter) - und Gewinne von 7,5 Milliarden Dollar. 2011 betrug der Überschuss noch 8,4 Milliarden Dollar.

Trotzdem dämpfte IATA-Generaldirektor Tony Tyler in Singapur die Freude: "Es sollte uns nicht zu sehr aus dem Häuschen bringen: Die Nettoumsatzrendite steigt dieses Jahr nur von 0,5 auf 0,6 Prozent." Das sei kein akzeptabler Ertrag.

In Europa Verluste

Für Europas Arilines ist das Geschäft allerdings noch düsterer als gedacht: Die IATA rechnet jetzt für dieses Jahr mit 1,2 Milliarden Dollar Verlust, nach einer Prognose von 1,1 Milliarden Dollar im Juni. Tyler kritisierte die Einbindung der Luftfahrt in den Emissionshandel in Europa. Er warnte vor einem Handelskrieg.

Die besten Ergebnisse erzielen weiter die Asiaten: 2,3 Milliarden Dollar. Den größten Sprung nach vorn machten die Amerikaner: die IATA hob ihre Gewinnprognose um 500 Millionen Dollar auf 1,9 Milliarden Dollar an. Das wäre in der Region sogar mehr als 2011.

In diesem Jahr dürften die Passagierzahlen um 5,3 Prozent steigen - einen halben Prozentpunkt stärker als erwartet. Leider, so Tyler, steigt die Nachfrage nur in der Economy-Klasse, während im Juni in der Business- und Ersten Klasse 0,5 Prozent weniger Passagiere flogen. Das Frachtaufkommen schrumpfe, wahrscheinlich um 0,4 Prozent.

(APA/dpa)

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