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Ungarn plant volles Verbot von Glücksspielautomaten

01.10.2012 | 12:36 |   (DiePresse.com)

Premier Orban spricht von "schweren nationale Sicherheitsrisiken". Das Online-Glücksspiels soll den Budgetausfall kompensieren.

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Die ungarische Regierung will ein totales Verbot für Glücksspielautomaten. Diese Gesetzvorlage wurde heute, Montag, durch Premier Viktor Orban auf der außerordentlichen Regierungssitzung unterbreitet und soll bereits am Dienstag im Parlament verabschiedet werden. Noch im Oktober soll das Verbot in Kraft treten. Laut Staatssekretär Janos Lazar, Leiter des Amtes des Ministerpräsidenten, soll mit dem Verbot verhindert werden, dass "die sozial Schwächsten ihr Geld an Automaten verspielen", zitiert die Ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Zugleich seien auch "schwere nationale Sicherheitsrisiken" im Zusammenhang mit der Tätigkeit der in Ungarn an der Spielautomaten-Industrie Interessierten aufgetreten, hatte Premier Orban betont, ohne weitere Details zu nennen. Laut Lazar widerspreche das Glücksspiel "dem Credo unserer politischen Familie, so dass die Regierung weitere Verschärfungen für notwendig hielt". Frühere Maßnahmen hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht, obwohl sich die Zahl der Spielautomaten von 25.000 auf 4500 verringerte.

Lizenzvergabe bei Casionos strenger

Nicht betroffen von dem geplanten Verbot sind die drei in Ungarn genehmigten Spielcasinos, die mit Konzession betrieben werden. Künftig sollen jedoch noch strengere Bedingungen an die Casinogründung geknüpft werden, betonte Lazar. Die durch das Glücksspielverbot wegfallenden Budgeteinnahmen von rund 30 Mrd. Forint (105,3 Mio. Euro) sollen durch die Besteuerung des Online-Zockens kompensiert werden. Mit der Ausarbeitung der Regelung des nicht lokal gebundenen Glücksspiels wurde Justizminister Tibor Navracsics betraut.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: Fritzchen
02.10.2012 12:07
0 0

So ist es richtig

Ungarn wird mir immer sympatischer. Das sind vernünftige Gesetze.

Super Sache

Genau so sollte man das auch in Österreich machen!

Hobbyökonom