24.05.2013 07:03 Merkliste 0

Fed-Chef Bernanke verteidigt Anleihenkaufprogramm

02.10.2012 | 08:32 |   (DiePresse.com)

Die US-Notenbank erwarte keine Rezession, aber die hohe Arbeitslosigkeit "bereite Sorgen", wehrte sich Bernanke gegen Kritik der Republikaner.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Fed-Chef Ben Bernanke hat das umstrittene Anleihenkaufprogramm der Notenbank gegen Kritik vor allem aus den Reihen der Republikaner verteidigt. Angesichts der ungewöhnlich schwachen Wirtschaftsentwicklung habe sich die Fed zu ungewöhnlichen Schritten gezwungen gesehen, um ihrem Ziel von mehr Wachstum und damit auch Beschäftigung gerecht zu werden, erklärte Bernanke am Montag vor dem Wirtschaftsclub von Indiana. Dabei habe die Notenbank auch nicht ihr anderes Ziel aus den Augen verloren, nämlich die Wahrung der Preisstabilität.

Bernanke erklärte, die Fed erwarte keine Rezession. Das gegenwärtige Wachstum falle aber zu gering aus, um die Arbeitslosigkeit von derzeit rund acht Prozent zu senken. "Das bereitet mir Sorgen", fügte er hinzu. Die Arbeitslosigkeit und die Konjunkturentwicklung gehören zu den wichtigsten Themen im US-Präsidentenwahlkampf. Vor allem die oppositionellen Republikaner haben das Anleihenkaufprogramm der Fed mit dem Argument kritisiert, dass es langfristig die Inflation erhöhe.

Fed-Chef lobt EZB

Mit Blick auf die Schuldenkrise in Europa lobte Bernanke die jüngsten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank als "sehr konstruktiv", um die Märkte wieder zu stabilisieren. Allerdings müssten nun auch die Regierungen der Euro-Länder gemeinsam an einer Lösung der Schuldenkrise arbeiten. Die EZB hatte vor kurzem beschlossen, unter bestimmten Bedingungen notfalls unbegrenzt Staatsanleihen strauchelnder Euro-Staaten aufzukaufen.

(APA/Reuters)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

1 Kommentare
Gast: Hans im Glück
02.10.2012 08:52
3 0

Er tut das was er am besten kann...

Geld aus dem Nichts erschaffen.

Wir werden sehen was das bringt.

Hobbyökonom