Ikea-Gründer Ingvar Kamprad schließt einen Börsengang der weltweit größten Möbelkette aus und ist weiter als Lenker im Hintergrund aktiv. In einem Exklusiv-Interview für die am Freitag erscheinende Ausgabe des Züricher Wirtschaftsmagazins "Bilanz" sagte der 86-jährige Schwede: "Das Unternehmen geht nie an die Börse. Wir wollen uns strikt selbst finanzieren."
Zu Meldungen vor wenigen Wochen über seinen angeblichen Rückzug aufs Altenteil meinte der am Genfer See lebende Milliardär: "Ach, ich habe noch so viel zu tun und keine Zeit zum Sterben."
"Wir sind nicht immer einer Meinung"
In dem ausführlichen "Bilanz"-Interview sagte Kamprad zu Medienberichten über den angeblichen Streit zwischen ihm und seinen führend bei Ikea aktiven Söhnen Peter (48), Jonas (46) und Mathias (43): "Wir sind nicht immer einer Meinung. Das ist allerdings normal in einer Familie."
Mitte September hatten zwei enge Kamprad-Mitarbeiter öffentlich erklärt, der Unternehmensgründer wolle sich komplett zurückziehen. Das nahm Ikea umgehend wieder zurück.
Kamprad lebt seit 36 Jahren in der Schweiz
Kamprad lebt seit 36 Jahren aus steuerlichen Gründen in der Schweiz und gilt als reichster Bürger in diesem Land. Er bestätigte, dass sein legendärer Spareifer auch im hohen Alter weiter ganz oben auf der Tagesordnung steht: "Privat lebe ich bescheiden, kaufe Mehl und Zucker nur mit dem roten Kleber."
Ikea beschäftigt 131.000 Mitarbeiter in 41 Ländern.
(APA/dpa)
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