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Toyota-Verkäufe in China wegen Inselstreit halbiert

05.10.2012 | 06:39 |   (DiePresse.com)

Wegen des Streits zwischen China und Japan um eine Inselgruppe im ostchinesischen Meer werden japanische Produkte in China gemieden.

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Der japanische Autobauer Toyota hat einem Zeitungsbericht zufolge im September in China nur halb so viele Autos verkauft wie im August. Grund sei die anti-japanische Stimmung in China wegen des Inselstreits, schrieb die Zeitung "Yomiuri" am Freitag unter Berufung auf den Autobauer. Eine Firmensprecherin wollte sich zu dem Bericht nicht äußern und verwies darauf, dass Toyota die September-Absatzzahlen für China am Dienstag veröffentlichen wolle. Im August verkaufte Toyota in China rund 75.300 Autos. Sollten die Probleme vor Ort in dieser Größenordnung noch länger anhalten, könnten die Gewinnziele in Gefahr geraten.

Die beiden größten Volkswirtschaften Asiens streiten sich um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Der Konflikt hatte sich zugespitzt, nachdem die japanische Regierung trotz scharfer Warnungen aus Peking einen Teil der Inselgruppe einem privaten japanischen Besitzer abkaufte. In China kam es daraufhin zu den schwersten Protesten und Übergriffen auf japanische Einrichtungen seit Jahrzehnten. Japanische Firmen klagen seitdem über Absatzrückgänge in China.

(APA/Reuters)

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1 Kommentare

Bedauerlich...

...aber da ich gerade in Tokyo bin, kann ich nur sagen, daß die Japaner nicht sehr kümmert was die Chinesen denken! Die Reaktion ist halt, daß man sich zukünftige Investments in China SEHR genau überlegen wird, da Produktionsstätten in China zunehmend als Risiko gesehen werden. Da werden dann Märkte wie Malaysia, Thailand, Indonesien, Philippinen, etc. zunehmend interessant und diese Länder werden ihre Chance wittern. Japan ist so extrem hoch entwickelt und ist sich dessen auch bewusst, sodaß dieses Land seinen extrem hohen Lebensstandard nicht von den Launen eines kommunistischen Schwellenlandes abhängig machen wird.

Hobbyökonom