Die Regierung in Rom will mit Innovationen und Digitalisierung das Wirtschaftswachstum in dem von der Rezession schwer belasteten Italien fördern. Premier Mario Monti stellte am Donnerstagabend ein Maßnahmenpaket vor, das steuerliche Erleichterungen zur Förderung neuer Unternehmen vorsieht. Unternehmer, die von 2013 bis 2015 in innovative Startup-Betriebe investieren, sollen mit Steuernachlässen rechnen können.
Steuerbegünstigungen sind auch für Unternehmen vorgesehen, die in große Infrastrukturprojekte investieren. Krisengeschüttelte Unternehmen, die Umstrukturierungen unterzogen werden, sollen bis Ende 2013 günstigere Stromlieferungen erhalten. 150 Mio. Euro sollen zum Ausbau des Breitbandnetzes investiert werden.
Steuererleichterung nicht ausgeschlossen
"Dieses Dekret ist ein weiterer, beachtenswerter Schritt bei der Umsetzung des Regierungsprogramms zur Förderung eines verträglichen Wachstums", verlautete es aus Regierungskreisen. Mit dem Dekret will die Regierung elektronische Zahlungssysteme aktiver fördern. So soll man beispielsweise per Handy Buskarten zahlen können. Auch in der öffentlichen Verwaltung soll die Digitalisierung stark gefördert werden.
Monti räumte am Donnerstag inzwischen erstmals ein, dass noch bis Ende der Legislaturperiode im kommenden März der Steuerdruck reduziert werden könnte. "Es ist nicht auszuschließen, dass es zu einer Senkung der Steuerlast kommt ", betonte der Premier.
(APA)
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