Mehr als vier Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers haben zwei Sparten der früheren US-Investmentbank einen Rechtsstreit über Forderungen von rund 38 Milliarden Dollar beigelegt. Treuhänder James Giddens, der die Brokerage-Abteilung von Lehman abwickelt, sprach am Freitag von einem wichtigen Schritt. Die Vereinbarung stelle sicher, dass die betroffenen Kunden ihr Geld nun sehr viel schneller zurückerhielten. Die Einigung muss noch durch einen Konkursrichter in New York sowie das Oberste Gericht in Großbritannien bestätigt werden. Dies dürfte spätestens im ersten Quartal 2013 der Fall sein.
Lehman Brothers hatte wegen massiver Fehlspekulationen im September 2008 seine Insolvenz erklärt und Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Die Pleite erschütterte das weltweite Finanzsystem und verschärfte die Hypothekenkrise dramatisch. Im März erklärte das Unternehmen das Gläubigerschutzverfahren offiziell für beendet. Seit April wird der Rest des Vermögens an die Gläubiger ausgeschüttet: Sie können mit der Auszahlung von etwa 65 Milliarden Dollar (50 Mrd. Euro) rechnen, angemeldet hatten sie allerdings Forderungen von mehr als 300 Milliarden Dollar.
(APA/Reuters)
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