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Neue EU-Regeln für die Wasserversorgung

08.10.2012 | 17:38 |   (Die Presse)

Die EU-Kommission will, dass sich Städte und Gemeinden künftig dem europaweiten Wettbewerb stellen. In Deutschland und in Österreich regt sich gegen die Umsetzung der Richtlinie Widerstand.

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Wien/Höll. Im Dezember wird im Binnenmarktausschuss des EU-Parlaments darüber abgestimmt, ob die Städte und Gemeinden mehr Wettbewerb zulassen sollen.
Geht es nach dem Plan des aus Frankreich stammenden EU-Binnenmarktkommissars Michel Barnier, sollen die Kommunen ihre Konzessionen für Dienstleistungen wie Energie, Abfall, Gesundheitsdienste, Wasser und die Erhaltung der Straßen EU-weit ausschreiben.

Entscheidet sich beispielsweise eine Stadt für die Liberalisierung der Wasserversorgung, muss das Bieterverfahren im Europäischen Amtsblatt ausgeschrieben werden. Jedes Unternehmen aus dem In- und Ausland kann sich bewerben. Den Zuschlag erhält dann der Bestbieter, egal, ob die Firma aus Österreich oder aus der Slowakei stammt. Durch den Konkurrenzkampf könnten sich die Kosten für die öffentliche Hand reduzieren. EU-Kommissar Barnier fordert einen funktionierenden Binnenmarkt, in dem die nationalen Grenzen zunehmend aufgehoben werden: „Wir wollen, dass sich alle Firmen, vor allem kleine und mittlere, in anderen EU-Staaten um Konzessionen bewerben können.“
Als Vorbild dient Barnier seine Heimat Frankreich, wo die öffentliche Hand mehr als 10.000 Konzessionen vergibt. Dieses Modell soll auf ganz Europa übertragen werden. Barnier erhofft sich dadurch einen Wachstumsschub. 2012 müsse die Eurozone mit einem Nullwachstum rechnen. „Brauchen wir deshalb nicht einen funktionierenden Binnenmarkt, in dem unsere Unternehmen Chancen haben, die zehnmal größer sind als auf ihrem nationalen Markt?“

Doch in Deutschland und in Österreich regt sich dagegen Widerstand. „Die Umsetzung der Richtlinie würde einen tiefen Einschnitt in die Organisationsfreiheit der Städte und Gemeinden bedeuten“, sagte Hans-Joachim Reck vom deutschen „Verband Kommunaler Unternehmen“ (VKU) am Montag der Zeitung „Welt“. Die Kommunen könnten nicht mehr selbst entscheiden, „wie die Wasserver- und die Abwasserentsorgung in ihrem Gebiet organisiert werden“.

Keine Wasserprivatisierung

In Österreich erhitzt vor allem die Wasserversorgung die Gemüter. Mitte September beschloss der Kärntner Landtag mit Hinblick auf die EU-Pläne, dass die heimischen Wasserreserven „nicht privatisiert werden und anschließend in die Hände von großen Konzernen fallen“ dürfen.

Dies sorgt beim Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Othmar Karas (ÖVP), für Kopfschütteln. Denn die EU habe nie eine Zwangsprivatisierung von österreichischen Wasserressourcen geplant. Beim Gesetzesvorschlag gehe es vielmehr darum, dass europaweite Mindeststandards für die öffentliche Konzessionsvergabe festgelegt werden. Ziel sei es, hier Transparenz, Fairness und Rechtssicherheit zu gewährleisten. Denn derzeit seien die Verfahren von Land zu Land unterschiedlich.

Kein Ausschreibungszwang

Künftig werde es für österreichische Firmen einfacher, auch in anderen Staaten an öffentliche Aufträge zu kommen. „Ob ein Land bestimmte Dienstleistungen privatisiert und wenn ja, an wen es diese konzessioniert, wird weiter von Bund, Ländern und Gemeinden entschieden, nicht aber von der Europäischen Union“, versichert der ÖVP-Politiker. Die EU könne und wolle daher gar nicht österreichisches Wasser privatisieren.

Der sozialdemokratische Europaabgeordnete Josef Weidenholzer befürchtet dennoch, dass es durch den vorgelegten Kommissionsvorschlag zu einer Liberalisierung über die Hintertüre kommen wird. Laut Weidenholzer müsse daher klargestellt werden, dass die Konzessionen für Dienstleistungen, die für die Daseinsvorsorge wichtig seien, wie eben die Wasserversorgung, vom EU-Regelwerk ausgenommen werden.

Auf einen Blick
Auf Wunsch der EU-Kommission sollen Städte und Gemeinden ihre Konzessionen für Dienstleistungen wie Energie, Abfall und Wasser künftig europaweit ausschreiben.
Ein Zwang zur Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen – wie vielfach befürchtet – besteht nicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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94 Kommentare
Antworten Gast: Offfff
09.10.2012 10:48
6 0

Re: Herr Karas

Die EU ist die installierte Umverteilung vom Volk hin zu ein paar Nimmersatten.

Das Bsp. Berlin ist hier noch nicht bekannt, oder??

Der selbe Fail wie in den VS, wo rigoros privatisiert wurde. Essentielle Grundbedürfnisse wurden Abkassierelemente des Kapitals welches die Infrastruktur sträflich vernachlässigt.

Viellicht bekommen wir dann auch Flour ins Trinkwasser ;)

Na schau, der Ausverkauf des Wassers beginnt!

Ja die EU ist wirklich ein großer Seegen für die leider hier lebenden Menschen

Wo bitte, hat Liberalisierung und Marktöffnung

zu niedrigeren Preisen für die Konsumenten geführt? Da sollen mir die Herrschaften einmal vorhüpfen!

Abfallwirtschaft privatisieren? Dann haben wir bald zustände wir in Palermo!

Zudem ist den meisten Steuerzahlern wohl gar nicht klar, dass eine Privatisierung nur in den seltensten Fällen bedeutet, dass der Staat kein Geld mehr zuschiessen muss. Nur geht das dann halt in eine private Tasche. Die Leistungen werden deshalb nur selten besser. Billiger im übrigen auch nicht.

Beispiel gefällig? ÖBB hat Personal reduziert! Jep, ganz genau! Nur, dass das Personal jetzt viel teurer als jemals vorher über Dienstleister als AKÜ "zugekauft" wird. Allerdings verschieben sich die Kosten vom Konto "Personal" auf das Konto "Sachkosten" und damit gibts kein Problem mehr! :-)

1 0

Re: Wo bitte, hat Liberalisierung und Marktöffnung

die ÖBB ist ein gutes Beispiel. Durch die Personalreduktion und Einstellung von sog. Managern (oder auch Günstlingen) wie Huber und konsorten, die alle Verträge im hohen 6stelligen Bereich haben, kann man sich erst richtig gut abschöpfen....

Re: Wo bitte, hat Liberalisierung und Marktöffnung

Was bitte ist denn WIRKLICH VÖLLIG liberalisiert worden? Eben. Staatseinfluß überall.

3 1

Re: Wo bitte, hat Liberalisierung und Marktöffnung

Kurze Anmerkung: Die Abfallwirtschaft ist in Österreich bereits teilweise privat (z.B. Firmen wie ARA, Saubermacher in Stmk. oder Peter Seppele in Kärnten) und funktioniert sicher nicht schlechter wie die "öffentliche" Abfallwirtschaft, dafür meistens billiger.


3 0

Re: Re: Wo bitte, hat Liberalisierung und Marktöffnung

Also in punkto Abfallwirtschaft kann ich da nicht beipflichten.

Da wurde einmal der Turnus des Müllkübel-Entleerens von 14 Tagen auf 4 Wochen angehoben und außerdem wurden die Kosten auch noch hinaufgeschnalzt. Eine Erhöhung von mehr als 100%!

0 0

Re: Re: Re: Wo bitte, hat Liberalisierung und Marktöffnung

Auch staatliche Anbieter schnalzen die Gebühren kräftig nach oben. Siehe z.B. die Stadt Wien in jüngster Vergangenheit.

Eine Erhöhung von 100% innerhalb eines Jahres hatte ich übrigens bei meinem letzten Wohnort auch. Allerdings bei den Wassergebühren und einem kommunalen Versorger.

Zum Beispiel ...

... im Telekombereich, um ein relatives Extrembeispiel zu nennen, auch der Energiesektor wäre zu nennen.


0 0

@carrullus

KLar, die EU schreibt populistisch niedrige Roaminggebühren für Auslandstelefonierer - eine Minderheit, damit die Tussi aus Mollarca billig die Mami daheim vom neuen Habschi verzählen kann - vor und die Mobilfunkbetreiber holen sich halt dann mit neuen "Servicegebühren" den Einnahmenausfall von ALLEN Nutzern...
Wie bei den Banken: Jetzt sollen die verpflichtet werden, auch jedem Bankrotteur und ÜberschuldnerIn ein Bankkonto "zur Verfügung" zu stellen. Und den Aufwand dafür - zahlen eben dann über neue oder höhere Gebühren die Mehrheit der BankklonteninhaberInnen...


0 0

Re: @carrullus

Nur weil sie Zuhause sitzen, sind andere a Minderheit?

Nicht doch

Die Tatsache, dass heute im Telekombereich Wettbewerb herrscht, statt den vormals monopolistischen Strukturen der Telegraphenverwaltung, hat dafür gesorgt, dass die realen Telephonkosten massiv gefallen sind.

Ferngespräche, Abrechnung nach Takten, im Internetbereich nach Verbindungsdauer etc., das alles gibt es nicht mehr. Selbstverständlich ist daran der Wettbewerb "schuld".

Gast: smilefile
09.10.2012 07:31
2 0

Hm,...



..also beim Wasser wird die österreichische Bevölkerung kein Pardon kennen,- und daß wissen auch die Parteien,- und ihre Parteiführer,...;O)

0 1

Re: Hm,...

Komisch, das Wasser wollen die ÖSI nicht hergeben, aber Erdöl sollen andere selbstverständlich verschenken.

Da ist noch ein weiter Weg in die offene Gesellschaft.

Antworten Gast: Peterundich
09.10.2012 09:00
3 0

Re: Hm,...

Ich hoffe Sie haben recht andernfalls in spätestens 15 Jahren Corporates uns sagen werden wohin wir gehen und wohin wir sch.... dürfen!
Und ich sage Ihnen Wasser ist der Stoff der Zukunft und die Mächtigen werden dafür keine Mühen und Blut der Bevölkerung sparen.

Gast: xom
09.10.2012 07:24
2 0

nicht das...

..unsere versorger besonders effizient waeren, aber das ist WAHNSINN!!!

Gast: sepp4
09.10.2012 06:12
7 1

Zuerst

haben sie unserer Steuergeld an die Südländer verteilt und jetzt wollen sie auch noch unser Wasser.! Raus aus diesem Verein solange es noch möglich ist!

2 8

Interessant

"..Doch in Deutschland und in Österreich regt sich dagegen Widerstand.."

Interessant, sind doch gerade diese Länder mit ihren Versorgungsunternehmen sehr umtriebig.

9 1

Re: Interessant

Was soll das jetzt heißen. Vielleicht sind das die einzigen zwei Länder in denen die Leute wissen, woraus der Mensch in der Hauptsache besteht. Ein Griff zum Wasser und es gibt in Österreich einen Aufstand. Dessen bin ich mir sicher. Korruptes Pack.

0 6

Re: Re: Interessant

Es geht um mehr als Wasser, Energie, Abfall, ... und ich meine genau was ich geschrieben habe. Keinen Tau, wo sich AT Unternehmen überall breit gemacht haben?

Klar nur die ÖSI wissen alles, wie immer. ;-)

Klar nur die ÖSI wissen alles, wie immer. ;-)

Na klar wissen wir alles, wo Sie uns hier doch alles so ausführlich erklärt haben...

Einbildung ist auch eine Bildung...

Gast: TuWas
08.10.2012 23:09
2 0

EU-Bürgerinitiative

Es gibt zu diesem Thema eine EU-weite Bürgerinitiative. Mehr Infos hier (Online-Unterschrift möglich!): http://www.right2water.eu/de

Gast: fu hu
08.10.2012 23:03
2 0

es ist ganz schön zum fürchten

daß man schon nicht mehr äußern darf was die existenz zerstört.

Wenn wir uns beim Wasser was sparen können, werden wir uns den ESM trotzdem nicht leisten können.

Und dann geht es an die Ressourcen.

Aufwachen, Leute. Irgendwann ist Schluss mit lustig.

2 11

Re: Wenn wir uns beim Wasser was sparen können, werden wir uns den ESM trotzdem nicht leisten können.

Dank Kronenzeitung kann man jetzt alles mit dem ESM begründen.

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
09.10.2012 08:10
4 0

Es kommt immer darauf an, was man daraus macht.

Nach all dem was wir bis jetzt gesehen haben kann man nur davon ausgehen, dass die Staaten die etwas noch haben soweit ausgepresst werden bis sie nichts mehr haben.

Es kann natürlich auch alles gut gehen. Die Warscheinlichkeit dafür ist vernachlässigbar gering.

Natürlich hängt alles am ESM.
Wir können uns im Hamsterrad abstrampeln bis wir ein Herzkasperl bekommen. Mit dem ESM wird man uns auch das nehmen was wir nicht haben. Dafür wird man uns eine Steuererhöhung nach der anderen aufbrummen.

Re: Es kommt immer darauf an, was man daraus macht.

vorschlag: das hamsterrad nur ganz langsam treten!!!

Gast: Walther G.-
08.10.2012 22:39
7 2

Abgehobene EU-Bürokraten

Die EU Bürokratie hinter den sieben Bergen tut alles, um auch die noch so sehr Pro Europa eingestellten Bürger zunehmend zu verärgern.

0 11

Re: Abgehobene EU-Bürokraten

Was hat dann Österreich im Ausland verloren. Österreich darf wohl alles nur die anderen nicht! Ignoranter geht's ja wohl nimmer.

Antworten Antworten Gast: wasserkopf
09.10.2012 11:29
2 0

Re: Re: Abgehobene EU-Bürokraten

bleib mit deinen nonsensmeldungen dort, wo du herkommst...

10 2

Re: Abgehobene EU-Bürokraten

Die wollen das Wasser privatisieren und erzählen genauso wie bei Gas und Strom, dass das durch den Wettbewerb billiger würde.

0 6

Re: Re: Abgehobene EU-Bürokraten

Naja, wer will den in AT den Wettbewerb nicht?
Fragens mal nach, wer die Leitungskosten künstlich hochhält?

Vor lauter Nationalstolz sollte man doch vorher die wahren Ursacher ausmachen.
Dann Wissens wenigsten wer beschei...t, schreiben dürfens dann eh weiter so. ;-)

8 0

Re: Re: Re: Abgehobene EU-Bürokraten

So teuer ist das Wasser nicht. Es ist ein zu hoher Preis, wenn man das dem Wettbewerb ausliefert und - wohl in weiterer Folge - Quellen privatisiert werden. Das ist es nicht wert.

In Wien ist das Wasser aus der Wasserleitung besser als das Wasser, das man in Flaschen zu kaufen bekommt.

0 0

Re: Re: Re: Re: Abgehobene EU-Bürokraten

Sie wollten wissen, warum beim Strom der Wettbewerb nicht funktioniert, nicht wahr?

3 0

Re: Re: Abgehobene EU-Bürokraten

ich kenne das österreichische system nicht so gut, aber beim deutschen halte ich die anreizregelung für nicht so schlecht. Das problem ist doch das draufschlagen von umlagen um dinge zu fördern die ohne subvention nicht und selbt mit kaum lebensfähig sind (EEG, offshore).

Von der idee das ausschreibungsrecht zu harmonisieren halte ich viel, ich will gar nicht wissen wie sich das momentan abspielt (unter freunden wahrscheinlich...)

0 3

Re: Re: Re: Abgehobene EU-Bürokraten

In AT sind die Leitungskosten künstlich hoch, damit hat ein Stromlieferant natürlich keine wirklich guten Angebote, wenn er seinen Strom nicht gerade herschenken will.

7 0

Re: Re: Re: Abgehobene EU-Bürokraten

Also in Wien kommt das Wasser von der Hochquellenwasserleitung und das macht die Gemeinde Wien. So soll es auch bleiben. Wasser darf nicht in private Hand.

Ich halte überhaupt nichts von dieser Gleichschaltung ("Harmonisierung").

Diese unsägliche EU hat ihre gesetzgebende Macht auch nur deswegen weil die nationalen Gesetzgeber alles durchwinken. Dafür gehen wir zu Wahlen. Es ist ein diktatorisches, menschenverachtendes System. Jetzt wollen sie auch noch das Wasser unter ihre Kontrolle bringen.

EU - begeistert

ich gebe zu, dass ich der EU sehr positiv gegenüberstehe - aber diese geplante Richtlinie würde auch bei mir eine massive Gegenreaktion auslösen

Gast: Bärenfalle...
08.10.2012 21:39
4 2

Mal eine Frage ...

Diesen EU-Kommissar und den Karas.

Hat die irgendwer auch mal gewählt ?

Also von der Bevölkerung ?

Re: Mal eine Frage ...

Karas wurde ganz normal bei der letzten EU-Wahl vom österreichischen Volk gewählt (ob Sie auch wählen gangen sind, weiß ich nicht).

Der Kommissar wurde nach einem Hearing im EU Parlament von den Parlamentariern ernannt, wie bei uns der Bundeskanzler oder die Nationalratspräsidenten ( die allerdings kein Hearing über sich ergehen lassen müssen)

Folglich sind beide Herren ganz demokratisch vom europäischen Volk gewählt worden.
Man sollte sich also nicht immer über ,,die in Brüssel" aufregen und sagen, dass man gar keinen Einfluss auf die dort gewählten Herren (oder Damen) hätte.
Dort geht es meistens demokratischer und gesitteter zu, als in unserem Parlament und die Korruptionsvorschriften sind um einiges strenger.
Auch der Klubzwang ist faktisch nicht vorhanden und man kann bei den EU Parlamentariern im Gegensatz zu unseren von einem freien und unabhängigen Mandat sprechen.
Unsere taugen gerade mal als Stimmvieh und Versorgungsposten.

6 2

Re: Mal eine Frage ...

Die Gesetzgebung in der EU ist noch nie durch gewählte Leute passiert. Das ist ja keine Demokratie.

Antworten Gast: leider...
08.10.2012 23:11
3 0

Re: Mal eine Frage ...

Den Karas ja, bei den EU-Parlamentswahlen. Es wird wirklich Zeit, diese ernster zu nehmen. Den Kommissar hat leider niemand gewählt, der musste nur vom EU-Parlament akzeptiert werden. In puncto Demokratie hat die Union leider nach wie vor ein viel zu großes Defizit.

Karas?

Ist das nicht der, der ein Firmenschild eines Lobbyisten sogar an seiner brüsseler Wohnungstür hatte? Und wenn man dann noch bedenkt, wie "standhaft" Spindelmann gegenüber Brüssel bis jetzt war, dann kann man sich ausmalen, wie es ausgehen wird. An sauteures Nestlé-, Coca-Cola, Bimbo- oder Monsanto-Wasser (um nur einige zu nennen) werden wir uns wohl gewöhnen müssen... ;-)

5 0

Re: Karas?

Ja, die wollen in kleinen Schritten das Wasser unter ihre Kontrolle bringen. Es gibt leider genügend korrupte Politiker, die ihnen dabei helfen. Die lügen und betrügen, wenn sie den Mund aufmachen. In der Regel, jedenfalls.

Re: Re: Karas?

nicht alle haben die Regel!

Re: Re: Karas?

Na ja, "in kleinen Schritten" würde ich da nicht unterschreiben. Ich würde es eher als sehr großen Schritt ansehen. Welcher kleine kummunale Wasserleitungsverband könnte mit solchen Riesenkonzernen, die anfangs (um die Konkurrenz zu vernichten) natürlich sehr großzügig sein werden, mithalten? Und falls sich doch die eine oder andere Gemeinde untersteht, einen lokalen Versorger zu belassen, dann wird sie halt nach Strich und Faden zusammengeklagt. Die Grundlage für diese Art Faustrecht will die Eurokratie mit der aktuellen Wasserrichtlinie gerade durchdrücken. Es geht um viel, denn wer das Wasser kontrolliert, kontrolliert alles.

Viel habe ich von dem Othmar Karas ja noch nie gehalten, aber diese Niedertracht in einer derart gewissenlosen Form hat mich dann dennoch überrascht... ;-)

Gast: gast55
08.10.2012 21:24
11 0

bestbieter ist nicht billigstbieter

"Den Zuschlag erhält dann der Bestbieter, egal, ob die Firma aus Österreich oder aus der Slowakei stammt. Durch den Konkurrenzkampf könnten sich die Kosten für die öffentliche Hand reduzieren."

der franzmann geht gut

"Geht es nach dem Plan des aus Frankreich stammenden EU-Binnenmarktkommissars Michel Barnier, sollen die Kommunen ihre Konzessionen für Dienstleistungen wie Energie, Abfall, Gesundheitsdienste, Wasser und die Erhaltung der Straßen EU-weit ausschreiben."

aber sonst ist alles in ordnung oder??? was hat der geschluckt bzw von nestle bekommen?? die kaufen seit jahven alle wasserrechte auf, die sie bekommen können

in südamerika hat die weltbank vor jahren gewisse projekte finanziert, die die wasserversorgung der bevölkerung sichern und verbessern sollten, 2 französische und eine deutsche firma haben davon massiv profitiert, für die bevölkerung bedeutete das aber, dass sie dann trotz keinerlei verbesserung 40% ihres einkommens für die wasserrechnung bezahlen mussten

am ende kam es zu volksaufständen

Agenda 21

und Mr. Rockefeller machens möglich!

11 1

Söllen sie's probieren!

Dann gibts einen Aufstand, denn irgendwann reichst auch dem letzten sehr auf Ruhe bedachten Österreicher!!

Garantiert!!!

3 0

Re: Söllen sie's probieren!

Da unterschätzen sie aber den Gleichmut der Österreicher.
Matschkern ja ,aber das war es schon.
So wie die Politiker die sie wählen seit Jahren .
In diesem Land hat die Dummheit die Oberhand.

Re: Söllen sie's probieren!

Mir reichts schon lange!!!!!!!!!!

Hobbyökonom