Die geplante Megafusion von EADS und BAE Systems zu einem neuen Luftfahrt- und Rüstungskonzern ist geplatzt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kreisen, die in die Gespräche eingebunden sind. Danach konnten sich Frankreich und Großbritannien nicht über die Modalitäten des Zusammengehens einigen.
Die betroffenen Unternehmen bestätigten ein Ende der Fusionsgespräche aber nicht. "Wir sind überrascht über die Berichte aus Berlin", sagte ein Sprecher in München. Erst am Vormittag sei man darüber unterrichtet worden, dass die Gespräche zwischen Großbritannien und Frankreich über den geplanten Zusammenschluss deutlich Fortschritte gemacht hätten.
Zuvor hatte es massive Bedenken in der Politik gegen eine Fusion der beiden Konzerne zum weltgrößten Branchenunternehmen gegeben. Hauptstreitpunkt war der staatliche Einfluss, den sich Deutschland und Frankreich sichern wollten. Ein EADS-Sprecher sagte, beide Unternehmen würden im Laufe des Nachmittags die Lage beraten und dann gemeinsam eine Entscheidung über mögliche weitere Schritte treffen.
(APA/dpa)
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