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Südafrika: Minenbetreiber entlässt über 3500 Arbeiter

09.10.2012 | 20:41 |   (DiePresse.com)

Auf die seit Wochen anhaltenden Streiks reagieren die Minenbesitzer mit Kündigungen. Die Massenentlassung betrifft 75 Prozent der Beschäftigten in Ezulwini.

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Wegen Beteiligung an wilden Streiks sind in Südafrika am Dienstag mehr als 3500 Minenarbeiter entlassen worden. Das gaben die Betreiber einer Platinmine im Norden des Landes sowie einer Goldmine nahe Johannesburg bekannt. In den südafrikanischen Bergwerken gibt es seit Wochen Streikbewegungen, an denen sich nach Schätzungen rund 100.000 Beschäftigte beteiligen.

Der Platinminen-Betreiber Atlatsa entließ nach eigenen Angaben 2161 Bergleute in Bokoni im Norden des Landes. Zur Begründung teilte das Unternehmen mit, die Betroffenen seien seit Anfang des Monats nicht zur Arbeit erschienen. Sie könnten aber vor der Justiz gegen ihre Entlassung Einspruch einlegen.

Der Minenbetreiber Gold One verkündete seinerseits die Entlassung von 1435 Bergleuten in Ezulwini im Westen von Johannesburg. Als Grund gab das Unternehmen ebenfalls an, viele Kumpel seien seit Anfang des Monats nicht zur Arbeit erschienen.

75 Prozent der Beschäftigten betroffen

Die Massenentlassung betrifft 75 Prozent der Beschäftigten in Ezulwini. Im Juni hatte die von chinesischen Geldgebern kontrollierte Firma bereits mehr als die Hälfte der Arbeiter seiner größten Goldmine im Osten von Johannesburg entlassen, die meisten davon jedoch später wieder eingestellt.

Erst am Freitag hatte der Anglo-American-Konzern 12.000 Arbeiter einer Platinmine entlassen, weil diese sich an wilden Streiks beteiligten. Am Abend desselben Tages wurde ein Gewerkschaftsführer in seinem Haus ermordet.

Die Arbeitskämpfe hatten sich ausgeweitet, nachdem die Arbeiter des Bergwerks Marikana eine Lohnerhöhung von mehr als 20 Prozent zugestanden bekommen hatten. Dort, nahe der nordwestlichen Stadt Rustenburg, hatte es wochenlange Streiks gegeben, bei denen Mitte August 46 Menschen getötet worden waren - 34 allein bei einem umstrittenen Polizeieinsatz gegen die Streikenden.

(APA/AFP)

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