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Rüstungsfusion EADS-BAE endgültig gescheitert

10.10.2012 | 14:17 |   (DiePresse.com)

Die Interessen der Parteien konnten nicht in Einklang gebracht werden. Es hatte schon zuvor massive Bedenken der Politik gegen eine Fusion gegeben.

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Die geplante Fusion von EADS und BAE Systems ist endgültig gescheitert. Die Pläne würden nicht weiterverfolgt, teilten EADS und BAE am Mittwoch mit. Beide Unternehmen hätten an die industrielle Logik der Verbindung geglaubt, heißt es in der Pflichtmitteilung. Es sei aber deutlich geworden, dass die Interessen der beteiligten Parteien nicht in Einklang gebracht werden konnten.

"Es ist natürlich schade, dass wir keinen Erfolg hatten, aber ich bin froh, dass wir es versucht haben", schrieb EADS-Chef Tom Enders in der Mitteilung. Er sei zuversichtlich, dass EADS seinen internationalen Wachstumskurs weiter fortsetzen werde. BAE-Chef Ian King schrieb, er sei enttäuscht, dass die Fusion nicht komme.

Staatlicher Einfluss als Streitpunkt

Bereits am Dienstag war aus informierten Kreisen verlautet, dass der Milliarden-Deal nicht über die Bühne gehen werde. Schon zuvor hatte es massive Bedenken in der Politik gegen eine Fusion der beiden Konzerne zum weltgrößten Branchenunternehmen gegeben. Größter Streitpunkt war der staatliche Einfluss, den sich Deutschland und Frankreich sichern wollten.

Deutschland und Frankreich verfügen direkt und indirekt über jeweils gut 22 Prozent der EADS-Anteile, die deutschen Interessen nimmt dabei der Autokonzern Daimler wahr. Bei BAE Systems sind keine Staaten direkt oder indirekt Großaktionäre. Kritik an der geplanten Rüstungsehe war zuletzt aber auch vom BAE-Großaktionär Invesco gekommen.

 

(APA/dpa/AFP)

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2 Kommentare

Gast: herr merkel
10.10.2012 16:02
0 0

ich bin für europäische union der kosten!

aber die zahler sollten unter sich bleiben.

sonst ess ich blutwurst!

Hobbyökonom