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Klimaschutz: EU-Kommissar kommt VW entgegen

11.10.2012 | 10:47 |   (DiePresse.com)

Die Autoindustrie kämpft gegen CO2-Auflagen. Einem Medienbericht zufolge kann sie auf die Unterstützung von Energiekommissar Oettinger zählen.

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Um eine weitere Verschärfung der CO2-Grenzwerte nach 2020 müsse sich die Autoindustrie nicht sorgen. Das ist laut einem Bericht der "Süddeutsche Zeitung" der Tenor eines Briefes, den der deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger an VW-Chef Winterkorn richtete - "mit freundlichen Grüßen aus Brüssel nach Wolfsburg". Im zweiseitigen Schreiben erklärt Oettinger laut dem Medienbericht, dass sich Winterkorn nicht mehr um neue, verbindliche Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlendioxid für Autos nach 2020 sorgen müsse. Dank des Engagements könne "die Diskussion über unsere CO2-Politik für Pkws nach 2020 ergebnisoffen geführt werden".

Oettingers Brief ist die Antwort auf eine Bitte Winterkorns, darauf zu achten, dass der VW-Konzern in der aktuellen Gesetzgebung nicht schlechter gestellt werde als die Konkurrenz - die etwa kleinere Autos baut, die zwangsläufig weniger Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer ausstoßen.

Größere sollten an Effizienz zulegen

Winterkorns Bitte stammt dem Bericht zufolge vom 5. Juli. Am 11. Juli verabschiedete die Kommission ihren "Entwurf von Verordnungen zur Novellierung der Verordnungen 520/2011 und 443/2009 zu CO2-Emissionen aus Lieferwagen und Pkws".

Im Vorschlag der EU-Kommission geht es darum, dass ab 2020 Neuwagen im Durchschnitt maximal 95 Gramm CO2 je Kilometer emittieren dürfen. Dieser Schnitt ergibt sich, indem größere Autos mehr und kleinere Autos weniger Kohlendioxid ausstoßen. Die EU will nun aber, dass größere in Relation zu kleineren stärker an Effizienz zulegen. Wie "Die Presse" bereits im Juli berichtete, regt sich in Deutschland Widerstand dagegen.

(Red.)

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5 Kommentare

Die EU-Regel, die nur den "Flottenverbrauch" berücksichtigt, soll eindeutig der deutschen Autoindustrie schaden!

VW ist ja noch gut dran! Wer keine Kleinautos produziert wie BMW oder Daimler, kann den von der EU vorgeschriebenen Wert für den "Flottenverbrauch" niemals erreichen!

Dass "größere in Relation zu kleineren stärker an Effizienz zulegen" sollen, ist der pure Hohn! Der technische Fortschritt ist für alle gleich und alle werden ihn nützen. Größere Motoren haben da keinerlei Vorteil!

Gast: GAST9fnkcbhp
11.10.2012 15:13
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Die Kleinautos emmitieren den Großtel des CO2

Die großen Autos fallen doch gar nicht ins Gewicht.

Gast: mmmh
11.10.2012 11:41
0 0

ich

verstehe nicht, warum einrichtungen, die den menschen, die natur und den hausverstand in der agenda haben immer die schlechteren lobbyisten anstellen müssen.....

Gast: LEseEr5496
11.10.2012 11:22
0 0

Der Oettinger ist doch gar nicht Umweltkommissar,

das ist Potocnik. Wieso greift Oettinger in Potocniks Ressort so frech ein?

Re: Der Oettinger ist doch gar nicht Umweltkommissar,

weil ein dummerl ist

Hobbyökonom