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Nobelpreis: Wie Märkte ohne Geld funktionieren

15.10.2012 | 13:54 |   (DiePresse.com)

Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an die US-Ökonomen Alvin E. Roth und Lloyd Shapley. Sie bauten zum Beispiel einen Tauschmarkt für Nieren auf.

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Die US-Ökonomen Alvin E. Roth und Lloyd Shapley (beide von der Harvard University) sind die Preisträger des Wirtschafts-Nobelpreises 2012. Roth und Shapley werden für ihre Verdienste auf den Gebieten der Spieltheorie, der experimentellen Wirtschaftsforschung und des Marktdesigns geehrt. Sie haben erforscht, wie Märkte funktionieren und unterschiedliche Märkte gebaut, die ohne Geld funktionieren. Shapley hat dabei das theoretische Grundgerüst geliefert, während der Marktdesigner Roth die Märkte konstruierte.

Über die von Roth initiierten Tauschbörsen von Nieren berichtete das "Handelsblatt" bereits 2010. Roth hat zum Beispiel ein Modell erschaffen, das den Markt für Organspenden effizienter macht, ohne auf den Preismechanismus zu setzen. So würden Freunde und Verwandte eines Kranken oft gerne ein Organ spenden. Das häufige Problem: Der Körper des Patienten stößt die Niere ab. Roth hat daher einen Mechanismus entwickelt, inkompatible Paare zu vernetzen, wodurch ein Tauschring entsteht und das Organ-Angebot steigt.

In den USA hat sich das Modell bereits etabliert. Im US-Bundesstaat New England werden laut "FAZ" Nieren-Tauschringe aus bis zu drei Patienten und ihren Spendern gebildet. Sogar die Patienten ohne eigene Spender profitieren: Da es durch die erweiterten Spenderlisten mehr Nieren zum Transplantieren gibt, verschwinden die Patienten auch schneller von den Wartelisten. Die Konkurrenz um die restlichen Nieren schrumpft.

Wirtschafts-Nobelpreis seit 1969

Der Nobelpreis für Wirtschaft geht nicht direkt auf das Testament des Preisstifters Alfred Nobel zurück. Er wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel ins Leben gerufen und wird seit 1969 verliehen.

Im vergangenen Jahr waren die beiden US-Forscher Thomas Sargent und Christopher Sims für Methoden ausgezeichnet worden, die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftspolitik und volkswirtschaftlichen Rahmendaten wie Inflation, Beschäftigung und Bruttoinlandsprodukt (BIP) untersuchen. Überreicht werden die Preise am 10. Dezember, dem Todestag von Stifter Nobel.

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(APA/AFP)

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37 Kommentare
 
12

Nur 2 völlig

verfaulte Witzfiguren.

0 0

Re: Nur 2 völlig

jaja.Wer Gier und Eigennutz nach wie vor als Maßstab menschlichen Handelns nimmt, muß so denken. Aber Gauben Sie mir: mit Gier und Eigennutz geht auch nichts mehr.

spieler und nutzenmaximierer

ergänzung zum ersten satz:
spieler und nutzemaximierer widersprechen sich nicht - der mensch "spielt" um seinen nutzen zu maximieren

Gast: Zen
15.10.2012 21:34
5 3

Kein Nobelpreis

Liebe Presse,

den 'Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften' gibt es schlicht nicht. Den Preis den die beiden US-Ökonomen gewonnen haben heißt auch ganz anders. Auf schwedisch lautet der Titel : 'Sveriges Riksbanks pris i ekonomisk vetenskap till Alfred Nobels minne' - Also ein Preis im Gedenken an Alfred Nobel, nicht ein Preis der Alfred Nobel Stiftung.

Jedes Jahr die gleiche Beleidigung für wahre Nobelpreisträger. Ein klare Verletzung der Namensrechte der Stiftung von Alfred Nobel.

P.S.: Bitte auch der APA und AP weiter sagen.

Re: Kein Nobelpreis

1) Danke für die Richtigstellung

2) Überflüssiges wehleidiges Getue

Gast: Halbwissen
15.10.2012 19:53
1 0

Funktionieren tuns jedenfalls, die Märkte ohne Geld !

Da die ganze Welt pleite ist und es immer noch Märkte gibt ...

Gast: Edlinger-Tausender
15.10.2012 19:40
1 1

Wie Märkte ohne Geld funktionieren:

Tausche Nobelpreis gegen Kaugummi.

0 1

Ein Wirtschaftmodell

mit Zukunft, wir werden es bald ausprobieren (müssen).

Praktisch

Könnte man in Athen gleich anwenden.

Gast: USpete
15.10.2012 17:46
1 1

New England

Zur Info: New England ist kein Bundesstaat, es ist ein Gebiet der USA:

http://de.wikipedia.org/wiki/Neuengland

in diesem forum

merkt man echt, wie dumm (ich sage so etwas nicht oft und auch nicht gerne) viele leser sein können. Hinter den überzogen kritischen kommentaren steht entweder ein nationalstolzkomplex, da ja nur die USA die preise abstauben, oder arrogantes und stumpfsinniges wutbürgertum à la "die da oben sind ja alles vollidioten inkl. professoren, politiker, preisträger etc"

Ich finde den Wirtschaftsnobelpreis und volkswirtschafliche forschung _gerade_ in zeiten wie diesen wichtig (jetzt ist die beste zeit wirtschaftskrisen zu analysieren und sich weiterzuentwickeln als gesellschaft).

Die sache mit dem markt für nieren hat übrigens eine wichtige praktische anwendung - leute finden schneller einen passenden organspender und (auch bei anderen körperteilen) sterben viele patienten, wenn es rechtzeitig keines gibt… In anderen staaten ist das problem halt größer, da - nicht wie in ö. - von jeder leiche automatisch organe entnommen werden dürfen.

Antworten Gast: PÖHSE
15.10.2012 17:45
0 5

Re: in diesem forum


Organhändler haben einfach keinen Humor !

Antworten Gast: PÖHSE
15.10.2012 17:09
0 7

Re: in diesem forum


Jaaa, Du bist eh ein irrsinnig gschaftiges Manderl....

0 6

garusius99

wie viele geldmaerkte gibt es? GENAU EINEN. Wieviele Tauschmaerkte gibt es? quasi UNENDLICH VIELE.

die forschung ist VOELLIG irrelevant, weil sie nur fuer einen einzigen markt von quasi unendlich vielen gueltig ist.

aber der nobelpreis zeigt die generelle richtung fuer oekonomie heute. totale irrelevanz.

ps: die kommentarfunktion der presse funktioniert mit internet explorer auf zufaelliger basis.

Gast: PÖHSE
15.10.2012 15:45
0 8

Saure Nierndl'n kann man nicht täglich essen...



Und dafür gibt's den Nobelpreis?

Und Mißwirtschaft samt Wahnsinn zum Quadrat, sprich, die EU- auch preiswürdig?

Man sollte die Kommittees austauschen, die können's nicht .

Antworten Gast: PÖHSE
15.10.2012 16:19
0 5

Re: Saure Nierndl'n kann man nicht täglich essen...


Berufsrotstrichler vom 'Haus für Eurobba' am Werk?

Gast: Nobelexperte
15.10.2012 15:34
2 7

Nierentauschringe?

Eine konfuse Geschichte, aber nach dem Preis für die EU ...

Gast: Marsmensch
15.10.2012 15:32
6 4

--

Was ist aus den Preisträgern geworden, die uns den unregulierten Markt eingebrockt haben, an desen Kriese wir jetzt kauen?

unreguliert?

Kasperl.
Merkst DU das noch immer nicht, daß immer dann, wenn regulierend eingegriffen wird, einiges aus dem Ruder läuft.

Antworten Antworten Gast: Stefan Bach
15.10.2012 23:35
3 0

Re: unreguliert? Deregulierung = Chaos

Hast Du die letzten Jahre verschlafen oder einfach nicht hingesehen?
Die Deregulierung der Märkte verursachten ein Chaos das kaum noch zu bewätigen ist.
Das Land mit den größten Schulden im Finanzsektor ist Großbritannien. Großbritannien hat den am wenigsten regulierten Finanzmarkt aller G10-Länder. Das britische Schulden/BSP-Verhältnis liegt bei atemberaubenden 950%
Das Bankenschulden/BSP-Verhältnis Großbritanniens liegt im Bereich von 600%.
In den Vereinigten Staaten haben die Staatsschulden die Marke von 16.000 Mrd. Dollar überschritten.
Tolle Deregulierung, Schulden für Alle!

Antworten Gast: libertine
15.10.2012 16:13
3 3

Re: --

offensichtlich gibts am mars nix zu lesen, denn ihr kommentar lässt auf nichts ausser ahnungslosigkeit schließen. tun sie sich einen gefallen und suchen sie eine bibliothek auf und füttern sie ihr gehirn mit gehaltvolle information. presse lesen erfodert ein mindestmaß an intelligenz.

Antworten Antworten Gast: Marsmensch
15.10.2012 18:46
2 3

Re: Re: --

Na jetzt haben Sie es mir aber gegeben, ich h hoffe für Sie das es Ihnen einen satten Orgasmus eingebracht hat. Aber wo bleibt die gewünschte Information?? Nicht mal einen Link zu der Information haben Sie geliefert.

Gast: lesen und denken
15.10.2012 14:50
8 0

warum nachdenken?

die beiden nobelpreisträger entwickeln verfahren, die es erleichtern, Turnusärzte zu vermitteln, Nierenspenden zu optimieren, etc.
Und das alles ohne Einsatz von Geld. Ich versteh nicht, warum das so was schlechtes ist.

Warum schimpft das Publikum trotzdem so? Ich versteh das nicht.

Re: warum nachdenken?

Weil es hier immer nur ums schimpfen geht, meistens.
Leider.
Tatsächlich ja eine hoch spannende Forschung, in Richtung Spieltheorie und Märkte.
Preis hin oder her.
Auf der UCLA wissens schon was sie tun.

Gast: vito c
15.10.2012 14:13
1 4

hmmmm

oh, ich liebe nieren. am liebsten kalbsnieren, geröstet.

Gast: Rauhhaardackel
15.10.2012 13:47
1 2

Der EU-preis war noch weniger gerechtfertigt

Schön für die USA, die auch diesen Preis gepachtet haben.
Politisches Staement war es wohl keines sondern eher eine Freunderlkorruption zwischen Kollegen, die die schw. Reichsbank veranlasst hat, den Preis an die US-haberer zu verleihen.

 
12

Hobbyökonom