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Ostdeutsche Wirtschaft erst 2030 auf Westniveau

15.10.2012 | 14:21 |   (DiePresse.com)

Manche Regionen seien bereits gut aufgestellt, aber das Westniveau werde mit Auslaufen des Solidarpakts 2019 wahrscheinlich nicht vollständig erreicht.

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Die ostdeutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des ifo Instituts noch auf Jahre der gesamtdeutschen Entwicklung hinterherhinken. Der Osten werde voraussichtlich erst 2030 das Niveau der strukturschwachen Westländer erreicht haben, sagte Joachim Ragnitz vom ifo Institut in Dresden am Montag bei einem Konjunkturgespräch in Erfurt. Er halte es für unwahrscheinlich, dass dieses Ziel bereits mit Auslaufen des Solidarpakts 2019 erreicht werde.

Zwar seien Regionen wie die um Jena, Potsdam, Dresden und Leipzig bereits jetzt gut aufgestellt und könnten daher auch schneller aufholen. Aber die neuen Bundesländer mit dünn besiedelten und strukturschwachen Gebieten seien vorwiegend ländlich geprägt. "Das zieht das Gesamtbild nach unten", sagte Ragnitz.

Kaufkraftverlust hemmt Wachstum

Einen weiteren Grund für die schwächere konjunkturelle Entwicklung im Osten als im gesamten Bundesgebiet sieht Ragnitz in der demografischen Entwicklung. Eine stark alternde und schrumpfende Bevölkerung in den neuen Bundesländern führe zum Verlust von Kaufkraft.

Derzeit befinde sich die Wirtschaft im Osten in einer deutlichen Abschwungphase. "Von einer Rezession sind wir aber weit weg", betonte Ragnitz. Für 2013 werde im Osten mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent gerechnet.

Einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des Thüringer Wirtschaftsministeriums zufolge sind bis 2030 Investitionen von mehr als 1000 Milliarden Euro nötig, damit der Osten bei der Wirtschaftskraft mit dem Westen Deutschlands gleichziehen kann. Laut der Untersuchung tritt der Aufholprozess Ost trotz Erfolgen bei Unternehmensansiedlungen und gesunkener Arbeitslosigkeit bei der Produktivität der Wirtschaft und den Bruttolöhnen seit einigen Jahren auf der Stelle.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Hans im Glück
15.10.2012 14:54
1 0

Es ist genau umgekehrt. Westdeutschland kommt noch vor 2030 auf Ostniveau.

Dies geschieht dank der EU-Politik.
Ganz Deutschland wird den guten alten DDR-Zeiten nach weinen.

Danke Merkel und Scheuble. Verschenkt weiter so das Volksvermögen an die Südländer.
Exportiert "Made in Germany" und erntet dafür hohe Target-Salden. Was für ein Geschäft.

So ruiniert man am schnellsten ein Land.

Hobbyökonom