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Ungarn weitet Zwangsverstaatlichungen aus

17.10.2012 | 17:55 |  Von Christian Höller (Die Presse)

Die österreichische Firma Saubermacher verkauft eine Tochter in Ungarn. Zuvor hat die Budapester Regierung die Verstaatlichung der Abfallwirtschaft beschlossen. Auch Banken klagen über Probleme.

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Budapest/Wien. Die ungarische Regierung verschärft die Gangart gegenüber ausländischen Investoren. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die steirische Firma Saubermacher ihre Tochter Saubermacher Pannonia an die westungarische Stadt Nagykanizsa verkauft hat. Die Stadt habe „ein gut funktionierendes, gewinnbringendes Unternehmen“ mit Erlösen von 7,2 Mio. Euro erworben, freut sich der Bürgermeister.

Die Transaktion erfolgte nach der vom Budapester Parlament beschlossenen Neuregelung der Abfallwirtschaft. Das Gesetz sieht vor, dass die Müllentsorgung ab 2014 nur noch von Firmen, an denen die öffentliche Hand die Mehrheit hält, durchgeführt werden darf. Zudem werden die Unternehmen zur Gemeinnützigkeit verpflichtet. Gewinne müssen an die Kunden weitergegeben werden. „Das ist eine kalte Enteignung“, klagt Saubermacher-Vorstand Frank Dicker im „Presse“-Gespräch. Die Steirer sind seit 20 Jahren in Ungarn tätig.

Österreichern droht die Enteignung

Dicker befürchtet, dass nun die Hälfte der dort erzielten Umsätze von 50 Mio. Euro gefährdet sind. Neben Saubermacher sind österreichische Unternehmen wie die oberösterreichische AVE und die Abfall Service AG (ASA) betroffen.

Diese haben sich über den Verband der europäischen Entsorgungswirtschaft bei der EU-Kommission beschwert.
Als Nächstes droht österreichischen Grundbesitzern in Ungarn die Enteignung. Ein neues Gesetz werde den Kauf ungarischen Bodens durch Ausländer völlig verhindern, kündigt Regierungschef Viktor Orbán am Wochenende an. Ungarn werde sich den durch „Taschenverträge gestohlenen Boden“ zurückholen. In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche österreichische Bürger in Ungarn eingekauft.

Doch die Brüsseler Behörden stehen den Vorgängen in Ungarn bislang tatenlos gegenüber, was auch bei Österreichs Banken für Unmut sorgt. Im Jahr 2010 hatte die Regierung in Budapest eine Sonderabgabe für die Finanzkonzerne eingeführt. Gemessen am Geschäftsvolumen handelt es sich um die höchste Bankensteuer der Welt. Sie fällt an, egal, ob die Banken Gewinne oder Verluste machen. Zusätzlich wurden die Institute per Gesetz gezwungen, in Schweizer Franken aufgenommene Kredite von Privatkunden zu einem günstigen Kurs in die Lokalwährung Forint umzutauschen. Österreichische Banken wie die Raiffeisen Bank International und die Erste Group verbuchten deswegen in Ungarn hohe Verluste.

Banken sind über die Regierung entsetzt

Zunächst sagte die Budapester Regierung zu, dass die Bankenabgabe 2013 halbiert werden soll. Doch am Mittwoch erklärte Wirtschaftsminister György Matolcsy, dass die Abgabe auf dem aktuellen Niveau bleiben werde. Der ungarische Bankenverband zeigt sich darüber entsetzt. Die Abgabe gefährdet den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes, da die Banken weniger Kredite vergeben. Seit Monaten prüfen Österreichs Banken, ob sie gegen Ungarn rechtliche Schritte ergreifen. Doch Raiffeisen-Bank-International-Chef Herbert Stepic schätzt die Chancen, dass tatsächlich geklagt wird, als gering ein. Denn ein Verfahren würde Jahre dauern. Und zudem lasse die Unterstützung der EU zu wünschen übrig.
Ungarn gehört zu jenen Ländern, die in Osteuropa besonders stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise erwischt wurden. Die Budapester Regierung verhandelt gerade mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union über neue Kreditlinien in Milliardenhöhe.

Um die Budgetlöcher zu stopfen, plant die Regierung auch eine neue Abgabe für öffentliche Versorger und eine Verdoppelung der Finanztransaktionssteuer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2012)

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113 Kommentare
Gast: Katzenjammer
18.10.2012 11:07
4 0

Sieh einer an


Könnte es sein, dass Orban den Banken im Alleingang Zügel anlegt? Nicht schlecht! Es geht also, man muss nur wollen. Demnach hat Ungarn bereits eine Finanztransaktionssteuer, die die EU so gar nicht zusammenbringen will.

Und was haben die Ungarn davon, wenn die Gewinne von privatisierten öffentlichen Versorgungsleistungen im Ausland verschwinden? Nix.

Re: Sieh einer an

Ungarns Finanztransaktionssteuer ist aber keine Steuer für die "bösen Spekulanten", sondern hauptsächlich für Otto Normalverbraucher. Sie fällt nämlich bei jeder Überweisung, Einzahlung und Abhebung an.
Und Ungarn hat tatsächlich etwas von den Gewinnen der privatisierten Versorgungsbetriebe: nämlich gesunden Wettbewerb und kostendeckende Versorgung. In Zukunft sind die Bürger Monopolisten ausgeliefert, und da sind die staatlichen bekanntlich die schlechtesten.

Gast: Rózsa Sándor
18.10.2012 10:38
6 7

Zwangsverstaatlichung?

Soviel ich es weiß, Zwangsverstaatlichung heißt,
ohne Entgeld etwas enteignen, aber in Ungarn
kann davon nicht die Rede sein. Die ungarische
Regierung versucht nur die Nebenkosten in
Grenzen zu halten. Wenn man weiß, das in Ungarn der Durchschittlohn 600 € beträgt und
davon einen Großteil die Nebenkosten auffressen,
dann ist das nur selbstverständlich was die
Regierung bewegt. Ich kann Saubermacher-Vorstand Frank Dicker schon verstehen, weil
seine fette Gewinne nun den Verbraucher zugutekommen. Aus gleichen Gründen, will die Regierung von eOn das Gassparte übernehmen, und nicht enteignen (zwangsverstaatlichen), wie Sie populistisch
behaupten. Übrigens, die ungarische Regierung
vertritt das ungarische Volk und nicht irgendwelche Firmen.

Antworten Gast: Mor Dor
18.10.2012 16:08
2 0

Re: Zwangsverstaatlichung?

Die Politik führt direkt in den Abgrund.
Vordergründig mag es so aussehen, als ob Orban die Interessen der Ungarn vertritt.
Aber es werden nach und nach alle Investoren ihr Geld abziehen - zurück bleibt Massenarbeitslosigkeit und galoppierende Inflation.

Antworten Antworten Gast: Rózsa Sándor
19.10.2012 11:13
0 0

Re: Re: Zwangsverstaatlichung?

Wenn das so wäre, was Sie schreiben,
hätte die Orbán Regierun ein blühendes
Land übernehmen müssen. Aber das
Gegenteil ist die Wahrheit. Der Staat
verschuldet, hohe Arbeitslosigkeit, obwohl die links-liberale bis zur Selbst-
aufgabe "Investorenfreundlich" waren.
Sie kennen das Sprichwort "Der klügere
gibt nach, so lang bis er der dumme ist"

Gast: mir reichts
18.10.2012 09:51
8 1

Doch die Brüsseler Behörden stehen den Vorgängen in Ungarn bislang tatenlos gegenüber,

oh je, haben die österreicher die zuständigen eu stellen zu wenig informiert = finanziell ein wenig unterstützt?

die eu bewegt sich dann, wenn es um gurken oder glühbirnen geht.

und geld verschleudern an pleitestaaten.

damit wir mitreden können? so wurde uns doch der eu beitritt erklärt.

wo haben wir bisher mitgeredet? seit unserem beitritt hat österreich noch kein einziges mal ein veto eingelegt, nur zustimmend genickt zu allem, was die deutschen wollten.

Gast: Das war zu erwarten!
18.10.2012 08:40
10 0

Enteignung hat in Osteuropa schon Tradition!

Unvergessen die "Umschichtungen" von Land und Betrieben nach 1945. Da war man in ganz Osteuropa gierig nach dem Besitz anderer...

Auf der Suche nach dem schnellen Reibach haben sich reihenweise westliche Betriebe in Ostblock eingekauft.

War man wirklich so naiv und hat geglaubt, die Sache würde gut ausgehen?

Naja, was solls. Wenigstens weiß auch ein Hr. Treichl Österreich wieder zu schätzen. Oder steht der Umzug der Zentrale noch zur Debatte?!

Antworten Gast: @Das war zu erwarten!
18.10.2012 13:31
3 2

Re: Enteignung hat in Osteuropa schon Tradition!

Naja, die Kirche hat im alten Ungarn 340.000 ha Ackerland besessen;
die Familie Ezterhazy über 100.000 ha Ackerland.

Finden sie das in Ordnung, dass eine Familie, oder eine Organisation wie die Kirche soviel Besitz hat?

Dieser besitz, und der gewinn daraus fehlt dann ja woanderst.

Man darf nicht vergessen, dass es in Ungarn erst nach dem 2. Weltkrieg sowas wie einen Massenwohlstand gegeben hat.

Vorher waren die meisten Ungarn rechtlose Arbeiter auf den Refugien der Grossgrundbesitzer!

wer heute für die Landlosenbewegung und gegen die Plantagenwirtschaft von Grosskonzernen ist, kann nicht gleichzeitig für die Aufrechterhaltung derselben Zustände in ungarn sein wie sie in Mittelamerika oder Brazil trauriger Alltag sind:

einerseits anonamye Grosskonzerne die riesige Gewinne mit Monokultur-plantagenwirtschaft erzielen, andererseits Millionen verarmter Eingeborener, die ohne Chance zusehen müssen wie ihre heimat zur Gewinnmaximierung missbraucht wird, von dem sie selber nix haben...

Zum glück gibt es in H einen mutigen Präsidenten, der hier den global agierenden Konzernen und Kapitalisten Widerstand entgegensetzt.

Orban hat - nicht so wie das Grosskapital - einfluss auf die "westlichen demokratischen" Massenmedien (eigendefinition der Monopol-medien des Westens).

Deshalb kann er auch keine eigenpropaganda betreiben so wie div. westl. Finanzkonzerne und deren Handlanger in der EU...

Seine Landsleute allerdings kriegen schon mit um was es geht!

Antworten Antworten Gast: Das war auch zu erwarten!
18.10.2012 15:34
2 0

Eines sei schon gesagt:

Nach den Türkenkriegen waren weite Teile Ungarns komplett verwüstet.

Man hat für den Wiederaufbau jede Menge Leute (vor allem Deutsche) geholt. Die überlebenden Ungarn hätten weder genug Bevölkerung noch Industrie dazu gehabt.

Kaum war Wohlstand da, haben die Nationalisten den Neid der Leute benützt und das Eigentum anderer umverteilt. Auch in Tschechien, Jugoslawien, Polen und Russland ist es nach diesem Muster abgelaufen.

Natürlich sind gravierende Wohlstandsgefälle oder Aufteilung eines Staates auf wenige Adelige nicht in Ordnung. Aber was da im Ostblock besonders nach WK1+2 passiert ist, kann man nur als Verbrechen bezeichnen.

Verbrechen, daß sich im 21. Jahrhundert vor unserer Haustür wiederholt.

6 0

Gerade die Banken...

...sollen schön still sein. Die fahren in guten Zeiten immer schön Gewinne ein und in den schlechten rennen sie zum staat um Hilfe. Jetzt werden sie halt selbst mal geschröpft...

Gast: Sándor Titkos
18.10.2012 08:36
5 3

Orban ist nicht der Favorit der Finanzmafia und der ausländischen Grosskonzerne

Also muss man ihn in den Dreck ziehen.

Herbert Tichy

"Ein Volk unter fremder Besatzung verliert viel von seiner Würde und Selbstverständlichkeit". Das spürt auch Orban.

Gast: Leon Walras
18.10.2012 06:01
16 5

Unberechenbarkeit ...

... wird in Ganovenkreisen vielleicht geachtet, nicht aber in Politik und Wirtschaft. Da sucht man Partner mit Handschlagqualität, auf die man sich auch längerfristig verlassen kann.
Alles das aber hat Orban nicht, hat es vielleicht nie besessen. Die Rechnung wird die ungarische Bevölkerung zu zahlen haben: verprellte Investoren werden keine neuen Arbeitsplätze schaffen. Orban wird sich auch schwer tun, in der EU ernsthafte Partner zu finden. Die Ratingagenturen haben schon reagiert und den ungarischen Staat auf Ramschniveau eingestuft. Fehlentscheidungen am laufenden Band prägen sein Leben. Schön langsam wird er selbst zur schwersten Hypothek für sein Land ...

7 3

Re: Unberechenbarkeit ...

Sie wissen aber schon dass das ein vom Volk gewählter Politiker ist, der in allererster Linie den Ungarn verpflichtet ist und nicht irgendwelchen Freundeskreisen.

Re: Unberechenbarkeit ...

Unberechenbarkeit wird in der Politik nicht geschätzt?
Wo leben Sie? Das Bekenntnis zur Lüge durch Herrn Juncker und Schäuble schon vergessen? Die laufenden Vertragsbrüche? Den durch nichts legitimierten Präsidenten der EU? Handschlagqualität zum Bürger durch Fekter (Geschäft mir Griechenkand)?
Wo leben Sie?
Der reisst den Banken zurecht was raus! Wir decken den Banken das Spekulationsrisiko ab aber der kleine Mann muss es selbst tragen, obwohl ihm die Banken und die Politik die Währung zertrümmert haben?

kann die ungarn eigentlich nicht leiden

aber ich glauben wir haben sie 20 jahre über den tisch. gezogen. war nur eine frage der zeit bis jemand die notwendigen schritte setzt.

11 4

Re: kann die ungarn eigentlich nicht leiden

du glauben... also ich glauben, dass sehr schnell keine ausländischen unternehmer und banken mehr in ungarn investieren werden.
aber die tolle ungarische regierung wird in den nächsten jahren beweisen wie produktiv ungarn ohne imperialistische ausbeuter sein wird.

Gast: ösi
18.10.2012 05:15
6 2

bitte finanzwelt verstaatlichen!


EU und der IWF sind gefordert

Verstehe gar nicht wie sich die EU und der IWF sich solange auf der Nase herumtanzen lassen können. Orban ist doch derjenige der sich ständig um Geld anstellt. Dann muss man ihm eben entsprechend unter Druck setzen. Entweder er nimmt seine ganzen Reformen zurück oder sämtliche Gelder werden eingefroren, dann werden wir ja sehen wie wie groß der Rückhalt in der Bevölkerung ist wenn er von heute auf morgen keine Beamten und Pensionisten mehr zahlen kann... Aufruf an alle ausländischen Unternehmen sich so schnell wie möglich aus Ungarn zurückzuziehen solange man noch vernünftig aussteigen kann und anschließend das Land komplett isolieren inkl. einfrieren aller Gelder. Mal schauen wie lange es dauert bis Orban auf Knien angegrochen kommt und um ein paar Cent bettelt...

Re: EU und der IWF sind gefordert

genau deswegen wartet die eu ab! die ausländischen investoren werden nicht all zu lange zusehen und ihr vermögen aus ungarn abziehen. dann möchte ich sehen wie viele arbeitplätze verloren gehen, hir im forum werden größtenteils die ach so bösen firmen mit gewinnorientierung angeprangert und vergessen dabei das diese steuern zahlen und uns arbeitsplätze bringen. wenn ich mir zum vergleich unsere öbb ansehe, bringt zwar arbeitsplätze aber für was für einen preis, jede menge steuergelder die dort verbraten werden!!!!!

14 9

"Entsetzt"

Wie die Banken sind über Orban "entsetzt"? Ich bin gar nicht darüber entsetzt, dass die Ungarn eben nun die KOnsequenzen daraus zog, wie präpotent und großspurig die Bankherren in Wien von Raffeisen über die Erste bis zur CA jahrelang bei jeder Pressekonferenz protzten welche tollen Profite ("Renditren") angeblich oder wirklich sie mit ihreen Ostgeschäften machten....
Welche Regierung, gleich welcher Ideologie oder keiner, kann in Krisensituatikonen ruhig bleiben, wenn ihr vor der Nase die ausländischen "Investoren" als Heuschrecken vorführen, welche Gewinne sie in ihrem Land machen...
Wie ist denn das in Österreichg, besonders bei den Linken? Etwa mit der Vermögensteuer und gar erst der Forderung nach den Bankensondersteuern aller Art? Eben.
NUr weil sich bei uns die geistigen Flachwurzler in der SPÖVP Reghierung nicht getrauen, die Banken etwa bei den von ihnen den Leuten aufgeschwatzten SFR-Krediten nicht in die Haftung zu nehmen? JEtzt haben wir eh keinen Raffeisen-hörigen Agraringenieur als Finanzminister mehr - also warum nicht?
Nur weil das der Orbank jetzt tut verstehe ich ja die Aufgereghtheit bei unseren Bankgrößen...

Bravo orban

der macht was für sein Volk nicht wie unsere Affen

14 4

Re: Bravo orban

Ja, Methoden á la Bananenrepublik. Wie ein Chavez oder ein Castro. Der kann was, der Orban. Immer fest mit den Ellbogen sich Luft machen und mit der Hand auf den Tisch hauen. Mehr als ein polternder Rüpel ist er nicht. Wer weiterkommen will muss mit den anderen arbeiten, nicht gegen alle.
Ungarn benimmt sich gerade so extrem arrogant, dass die Rechnung nur auf den Fuß folgen kann. Man lädt faktisch alle ausländischen Firmen gerade dazu ein das Land zu verlassen, weil sich die Regierung täglich neue Sanktionen gegen die bösen ausländischen Firmen einfallen lässt, die das Land nur aussaugen. Wer noch nie in einem Ostblockstaat gearbeitet hat, der kennt die Mentalität der Leute nicht. Selbst können sich die nie auf einen Standard heben den sie gerne hätten. Ausnahmen sind vielleicht Tschechien und Slowenien.
Und die die wirklich im Land abkassieren sind in der Regel Landsleute die halt die Fäden in der Hand halten. X-fach in Rumänien gesehen.

5 1

Re: Re: Bravo orban

Die ausländischen Firmen sind freilich dort, weil sie dort Geld verdienen wollen und nicht um den Ungarn was Gutes zu tun.

Ja, er handelt im Sinne der ungarischen Bevölkerung. Freilich ist das pervers für einen Politiker.

Re: Re: Re: Bravo orban

die ausländischen firmen schaffen aber auch arbeitsplätze!

Re: Re: Re: Re: Bravo orban

Nein, Arbeitgeber sind per se böse und gehören alle vertrieben. Nur der Staat (Orban) ist gut.

13 6

Ungarn weitet Zwangsverstaatlichungen aus

Österreich und Ungarn haben ein traditionelles Verhältnis noch aus der Zeit der Habsburger. Orban ist der einzige Politiker in Europa der in seiner neuen Verfassung auch seine Konfession mit eingeschlossen hat. Wenn Österreich seine landwirtschaftlichen Flächen weiter als Bauland ausweist, Ergebnis, in diesem Jahr absehbar, 700.000 MT Weizen zu wenig. Österreich sollte sich mit den Ungarn ins Einvernehmen setzen und eine gemeinsame Agrarpolitik machen. Politiker als Rechts oder Links einzuordnen ist eine Erfindung durch die Politik selbst. Eine Politik durch Parteien jeder Couleur sollten nur ein Ziel haben, das Wohl des eigene Volkes. Daraus ergibt sich automatisch eine Reduzierung von Parteien. Herr Orban hat für sein Volk die richtige Entscheidung getroffen. Das muß man objektiv anerkennen wenn man die zukünftige Entwicklung auf dem Agrarsektor sieht. Er hat lange vorher die Maisfelder mit Gen Mais/ Monsanto mit Bulldozer niederwalzen lassen bevor man festgestellt hat das dieser Mais für Menschen schädlich ist und wenn auch für Menschen dann natürlich auch für Tiere, damit für die Nahrungskette.

Re: Ungarn weitet Zwangsverstaatlichungen aus

Genau, wozu Partein, ein schlauer Führer der für alle nur das Beste will, das ist das System der Zukunft. Schon mal was von Geschichte gehört? Werden Menschen denn nie schlauer?

Robert

Mugabe hat das auch gemacht
sog. staatsgewalt
schutz des privateigentums ist grundstein der zivlisierten gesellschaft

Gast: Gegen globale Ausbeutung
17.10.2012 22:47
7 4

Recht hat er - stört natürlich die grossen Ausbeuter


Re: Recht hat er - stört natürlich die grossen Ausbeuter

. . der Mugabe ! Ausgebeutet wird sein Land nun nicht mehr.

9 0

der nächste sanierungsfall

wird Ungarn sein - aber die EU zahlt mit unserem Geld sicher gerne.

Re: der nächste sanierungsfall

Zypern Malta Slowenien?

6 4

Plötzlich hatten bei uns eher wenig erfolgreiche Landwirte

in Ungarn große Ländereien und produzierten dort große Ernetemengen auf Monokulturflächen.

Re: Plötzlich hatten bei uns eher wenig erfolgreiche Landwirte

Na ja, das Ösi-Know how dabei bestand vor allem dabei, dass unserer Agrarier schon seit 1995 wussten, wie damit ordentlich EU-Stützungen und Subventionen "abzuzapfen" sind.
Die Ungarn kamen da erst in den letzten Jahren so richtig drauf...Und haben da einen Nachholbedarf...

14 5

Orban schafft Vertrauen

bei den Wählern und verschenkt es gleichzeitig mehrfach bei Investoren. Was da rauskommen wird, das kann man sich ausmalen. Was kann denn Ungarn so toll, dass es sich sich so arrogant vom Ausland abkoppeln will? Nicht Europa wartet auf Ungarn, Ungarn sollte aufwachen und erkennen, dass es alleine wohl bald recht alt aussehen wird.

9 6

Re: Orban schafft Vertrauen

So alt wie die EU jetzt schon aussieht, kann sich ein Nationalstaat gar nicht darstellen.

Re: Re: Orban schafft Vertrauen

Ich schrieb Europa, nicht EU.
Und der tägliche Abgesang auf die EU ist auch schon ein recht alter Hut. Als ob andere Staaten/Staatenbünde auf der Welt es besser machen würden. Willkommen in der globalen Wirtschaft.

4 2

Re: Re: Re: Orban schafft Vertrauen

Und die globale Wirtschaft ist natürlich conditio sine qua non. Die gehört wieder zurückgefahren auf beherrschbare Stücke, anstatt dem Moloch mit Superstaaten zu huldigen.

Gast: bralls
17.10.2012 21:39
20 11

Orban setzt Recht und Moral um

In Mosonmagyarovar beutet eine österr. Müllentsorgungsfirma deren Arbeiter (200.-EUR Monatslohn / keine v d Fa bezahlte Arbeitskleidung) aus und erwirtschaftet so satte Gewinne auf Kosten der einheimischen Bevölkerung. Österr. Bauern haben sich illegal ungar. Boden mittels Taschen-Strohmaennervertraegen gestohlen. Die ehemalige sozialist. GyurcsanyRegierung steckte dabei m d internation. Neoliberalismus unter einer Decke. Jetzt schaeumt die linksliberale Presse, weil sich dadurch herausstellt, dass Orban als Rechter ehemals linke Positionen einnimmt u d Linken a la Lendvai deren verlogene Maske herunterreißt. Für die Not leidenden Banken kann die sozialist. Internationale ja e Notfallsfond einrichten...

Re: Orban setzt Recht und Moral um

GENAU so ist es. Toll auf den Punkt gebracht.

14 5

Re: Orban setzt Recht und Moral um

War schon seltsam, wie österreichische Banken und so genannte Dienstleistungsunternehmen mit Gorgräbermentalität nach Ungarn gezhogen sind und so rühmten, dort große Profite und Gewinne zu machen, besonders unter dem früheren neokommunistischen Premier, der Ungarn einen riesigen Schuldenberg hinterlassen hat - nicht die jetzige Regierung war's. Seltsam, wie unsere "Linke" all das verschweigt und nichts sagte, als damals der Donauprovinzler Neoliberalismus und Ausvewrkauf Ungarn wucherte.

Re: Re: Orban setzt Recht und Moral um

Tastatur kaputt?

Antworten Antworten Antworten Gast: szeged
18.10.2012 05:14
1 2

Re: Re: Re: Orban setzt Recht und Moral um

eher eine kiste bier.

Re: Re: Re: Re: Orban setzt Recht und Moral um

Oder beides.

Re: Orban setzt Recht und Moral um

Eine Regierung kann auch gesetzliche Grundlagen für Mindestlohn und Arbeitsumstände schaffen, aber die treffen dann natürlich auch jene Unternehmen von denen die Regierung direkt und indirekt profitiert. Die Schuld an Lohndumping liegt sicher nicht bei Unternehmen, sondern bei denen die die Spielregeln machen.

6 9

LEHRBEISPIEL

So regieren rechtspopulistische Parteien wenn sie Macht haben........

12 4

Re: LEHRBEISPIEL

Und "wir" verdienen doch so toll an den verschleuderten Milliarden Euro Österreichs zwecks Konkursverschleppung des bankrotten Griechenland - oder habe ich da dfie schwarze Fekter missverstanden?

Na ja, das sind doch nur gerechtferigte "Solidaritätszahlungen" nach Athen, sagen doch die Faymänner, Swobodas und wie alle anderen Leuchten der SPÖ heißen.

UNgarns Orban will sich doch nur einen Teil der sagenhaften Gewinne und Renditen der Ösi-Banken mit ihren Geschäften in Ungarn zurück holen, mit denen die östererreichischen Bankster Jahrzehnte lang öffentlich geprahlt haben - oder?

Na ja, Österreich hatte Ungarn im Gegensatz zu Polen auch nicht die Altschulden aus der Kommunistenzheit gestrichen. Die Polen hatten 1991 noch 45 Milliardeen Schilling Schulden (Bankkredite mit Staatshaftungen, damit's nicht so auffiel) in Österreich - die klammheimlich still und leise im Wege der Kontrollbank gestrichen wurden. Auf Kosten der Steuerzahler, versteht sich...

Re: LEHRBEISPIEL

Genau. Auch mir imponiert dieser Orban. Entscheidet der doch glatt PRO Ungarn. So etwas hat es bei uns schon lange nicht gegeben, eine Regierung auf Seiten der Österreicher.

3 4

Re: LEHRBEISPIEL

Stimmt. Gar nicht schlecht. Schön, daß Sie das auch so sehen.

9 3

Die Banken klagen über Probleme?

Da packt mich das heulende Elend. Sich an den Göttern der Neuzeit zu vergreifen, das gehr gar nicht.

Hobbyökonom