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Siemens steigt nach drei Jahren aus Solar-Geschäft aus

22.10.2012 | 18:45 |   (DiePresse.com)

Konzernchef Löscher will die verlustreiche Sparte verkaufen. Künftig will man sich bei erneuerbaren Energien der Wind-und Wasserkraft widmen.

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Siemens zieht nach jahrelangen hohen Verlusten im Solargeschäft einen Schlussstrich und will die Sparte jetzt rasch abstoßen. Die Erwartungen hätten sich nicht erfüllt, teilte der Elektrokonzern am Montag mit. Deshalb werde sich Siemens bei den erneuerbaren Energien künftig auf Wind- und Wasserkraft konzentrieren. Das erst 2009 für 284 Millionen Euro übernommene israelische Solarthermie-Unternehmen Solel solle ebenso verkauft werden wie der Photovoltaik-Bereich. Es gebe bereits Gespräche mit Interessenten.

Siemens-Vorstandschef Peter Löscher hatte wegen des weltweit schwachen Wirtschaftswachstums soeben ein zweijähriges Sparprogramm angekündigt und alle unprofitablen Geschäftsfelder auf den Prüfstand gestellt. Im Solargeschäft hatte Siemens weniger als 300 Millionen Euro Umsatz im Jahr gemacht - aber die Verluste waren noch höher als der Umsatz. In der Sparte sind in Deutschland 200 Mitarbeiter beschäftigt, in Israel, Spanien und anderen Ländern weitere 600.

Preisverfall bei Photovoltaikanlagen

Der 2009 übernommene israelische Solartechnik-Spezialist Solel konnte die Hoffnungen, die der Siemens-Vorstand in die Solarthermie setzte, nie erfüllen. Vor knapp einem Jahr hatte der Konzern 231 Millionen Euro darauf abgeschrieben. "Der globale Markt für Solarthermie ist von vier Gigawatt auf zuletzt etwas über ein Gigawatt zurückgegangen", sagte Siemens-Vorstand Michael Süß, der den Energiesektor leitet. Die Nachfrage sank wegen des Preisverfalls bei Photovoltaikanlagen. Aber auch im Projektgeschäft mit großen schlüsselfertigen Photovoltaik-Anlagen verdiente Siemens kein Geld.

Dagegen läuft das Siemens-Windkraftgeschäft mit 9000 Mitarbeitern und einem Auftragsbestand von mehr als 10 Milliarden Euro profitabel, bei Windparks auf See ist der Konzern Weltmarktführer. Auch das Joint Venture Voith Hydro für konventionelle Wasserkraftwerke schreibt schwarze Zahlen und soll fortgeführt werden.

Ein Rückschlag für Siemens ist aber, dass der dänische Energiekonzern Dong das Windparkprojekt Riffgrund 2 vor Borkum stoppt. Siemens baut für Riffgrund 1 bereits 77 Windturbinen und hatte auf einen weiteren Auftrag für 97 Windräder gehofft. Der Auftrag sei aber noch nicht gebucht gewesen, sagte ein Siemens-Sprecher.

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12 Kommentare
Gast: Hanibal L.
23.10.2012 07:08
0 0

irgendwie doch nicht so dumm das management

... und in 2 jahren steigen sie wieder in die kernenergie ein.

Gast: Konservativer
23.10.2012 00:16
4 1

Tja, Esoterik-Schrott wie Photovoltaik ist halt ein Verlustgeschäft, wenn es von der Ökomafia nicht gefördert wird.

Fakt: Die Produktion einer Solarzelle verschlingt mehr Strom, als diese jemals einbringen wird.

Soviel zu diesem Eso-Müll.

Antworten Gast: ezekiel
23.10.2012 07:55
0 2

Re: Tja, Esoterik-Schrott wie Photovoltaik ist halt ein Verlustgeschäft, wenn es von der Ökomafia nicht gefördert wird.

Was Sie da Schreiben ist schlichtweg falsch! Aktualisieren Sie doch bitte mal ihr 'Fachwissen'

Gast: Halbwissen
22.10.2012 21:03
2 2

Der Löscher schafft es auch noch einen Quasistaatsbetrieb an die Wand zu fahren !

Der ist ja wirklich der Dümmste.

Gast: ezekiel
22.10.2012 20:55
1 4

...

'Die Nachfrage sank wegen des Preisverfalls bei Photovoltaikanlagen'

Schwachsinn...die Nachfrage sank weil kritische Märkte (DE, Spanien etc) massiv die Förderungen zurück gefahren haben. Der Preisverfall kann für den Absatz nur gut sein. Wie sich eine gute Förderung von PV Anlagen auswirkt sieht man wenn man von Salzburg nach München oder Richtung Nürnberg fährt. Da ist so ziemlich jedes halbwegs brauchbare Dach mit PV ausgestattet. In Österreich wird das seit Jahren von der Strommafia Verbund und Landesversorger erfolgreich verhindert! Kein Wunder wenn so wie Stadt und Land im Besitz des Versorgers sind (siehe Salzburg), Gewinne abschöpfen aber gleichzeitig Preiserhöhungen zulassen.

0 2

Re: ...

Deutschland tut halt was und redet nicht nur!

Antworten Antworten Gast: eso
23.10.2012 11:59
2 0

Re: Re: ...

Ja, Deutschland macht alles gründlich!

Auch den Blödsinn.

Antworten Antworten Gast: ezekiel
23.10.2012 07:54
0 2

...

Auch in Österreich wäre eine dezentrale Energieversorgung durch PV möglich....die Energieversorger werden einen Dreck tun und die Politik sorgt typisch österreichische Art Mittäter. Da werden über Jahre notwendige Reformen im Oekostromgesetz nicht implementiert und SELBSTVERSTÄNDLICH hat jedes Bundesland sein eigenes Förderwesen! Zum Davonlaufen!

Re: ...

Wenn etwas nicht gekauft wird weil es keine förderung dafür gibt ist es wertlos und Photovoltaik ist genau das, wertlos. Ein wirklicher schwachsinn.

0 4

Re: Re: ...

Na sie sind ja wieder ganz der Oberschlaue!
Aus prinzipieller Abneigung gegen Photovoltaik bringen sie Förderung mit wertlos in Zusammenhang.
Sämtliche Lebensmittel sind gefördert, direkt oder indirekt, also laut ihrer Definition wertlos. Ein wirklicher Schwachsinn.

Re: Re: Re: ...

Diese Förderungen sind genauso schwachsinn. Die Förderungen für die Landwirtschaft sind nur dazu da, unwirtschaftliche Betriebe am Leben zu erhalten. Würde man sie nicht ausbezahlen gäbe es eie Konsolidierungswelle, die ganzen unwirtschaftlichen 30 ha betriebe (das ist die Durchschnittsgröße) würden verschwienden und in großen Landwirtschaftsbetrieben aufgehen (ab 100ha). Der Staat verzerrt mit Förderungen den Wettbewerb und lässt so unwirtschafliche und nicht wettbewerbsfähige Betrieb am Leben. Diese Förderungen kosten den Bürger doppelt, einerseits Zahlen künslich höhere Preise und anderer Seits verlieren wir viel über die Steuern die zur Finanzierung der Förderungen gebraucht werden. Der Staat muss sich in allen Belangen aus der Wirtschaft heraushalten, aus jeder auch aus der Landwirtschaft.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ebendrum
23.10.2012 13:20
0 3

Re: Re: Re: Re: ...

genau und deshalb brauchen wir photovoltaik - um den staat als energie erpresser endlich rauszubekommen.

und photovoltaik würde sich locker rechnen - warum soll ein bissi sand und strom teurer sein, als erdöl aus der erde zu fördern mit pipeline, schiff, tankwagen zu befördern, zu raffinieren, etc.

es ist lächerlich - erdöl könnte in einer normalen welt NIE billiger sein als solarzellen!!!

Hobbyökonom