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EU-Parlament lehnt Mersch für EZB-Direktorium ab

25.10.2012 | 12:33 |   (DiePresse.com)

Nur 300 von 674 möglichen Stimmen entfielen auf den Notenbankchef Luxemburgs. Grund für die Ablehnung war eine fehlende weibliche Kandidatin.

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Das EU-Parlament in Straßburg hat Donnerstagmittag die Entsendung des Luxemburger Notenbankchefs Yves Mersch ins EZB-Direktorium abgelehnt. Grund war nicht die fehlende Qualifikation von Mersch, sondern dass die Eurostaaten entgegen der Forderung des Parlaments keine weibliche Kandidatin aufgestellt hatten. Derzeit ist keiner der 23 Spitzenposten der EZB mit einer Frau besetzt. Mersch brachte das Problem am Dienstag in Berlin selbst auf den Punkt: "Ja, ich muss leider bekennen, ich bin keine Frau."

Für Mersch sprachen sich lediglich 300 der Abgeordneten aus. 325 votierten dagegen. 49 Abgeordnete enthielten sich der Stimme.  Die EU-Kommission hat nach der negativen Stellungnahme betont, dass nunmehr die Entscheidung beim EU-Ministerrat liege. Kommissionssprecher Olivier Bailly zeigte sich am Donnerstag von dem Votum des EU-Parlaments nicht überrascht. Auch der zuständige Parlamentsausschuss habe eine solche Haltung eingenommen, sagte der Sprecher. Das Parlament könne in dieser Angelegenheit nur konsultiert werden.

Der Chef der Liberalen im Europaparlament, Guy Verhofstadt, hat die Nominierung zweier neuer Kandidaten gefordert. "Eine Frau und ein Mann und die bestqualifizierte Person erhält den Job", sagte Verhofstadt am Donnerstag im EU-Parlament in Straßburg.

Regner für weitere Runde

Die österreichische SP-Europamandatarin Evelyne Regner fordert nach der Ablehnung von Mersch eine "weitere Runde" mit weiblichen und männlichen Kandidaten. Dagegen betonte der Vizepräsident des EU-Parlaments und ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas, Mersch sei qualifiziert. Natürlich sollte im EZB-Direktorium auch eine Frau vertreten sein, doch sollte man die Fragen nicht miteinander vermischen.

Die Grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek sieht in der "klaren Ablehnung der Mersch-Berufung" die "Strafe für die frauenpolitische Ignoranz des Rates". Es dominierten noch immer männliche Führungsstrukturen in der EZB.

(APA)

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14 Kommentare

Zensur!

Kritik an Gender Mainstreaming wird hier ZENSIERT und ist offensichtlich NICHT erlaubt!

SCHANDE über die einstmals "freie" Presse!

geschlechtsspezifisch

wenn keine qualifizierte frau da ist, bekommt den job auch kein mann
wo sind wir angekommen, die realität ist nur mehr hindernis, es geht nur mehr um virtuelle parameter

Gast: panoptikum
25.10.2012 21:55
4 1

Verrückte Welt!


5 1

"Grund für die Ablehnung war eine fehlende weibliche Kandidatin"

Wie pervers kann's eigentlich noch werden?

Aufgabengebiet der Abgeordneten Frau Lunacek

für welche Arbeit wird eigentlich die Frau Lunacek bezahlt? Außer unnötige Kommentare abzugeben.

Es sollte doch die Qualifikation entscheiden. Wir sind ja nicht in der DDR. Die Feministinnen führen sich auf wie halbwüchsige Gören in der Schule. Wenn sie nicht wollen, der darf nicht in der Clique sein und mitspielen.

fragt doch mal die Liesl Fekter

die ist qualifiziert...

Gast: Demok
25.10.2012 19:44
11 1

Gender Wahnsinn ad absurdum

Die Zirkusleitung entscheidet, welche ClownIn in der Manege (EZB) auftreten darf!

2 0

In Anbetracht der Tatsache, dass man

handelt statt entscheidet, bin ich zur Auffassung gekommen, meine russische Sibirerkatze wäre hierfür am besten geeignet.
Den Staubsaugern von Papierln ists egal. Die Katze ruhig Haare lassen.

9 1

politik vor qualifikation ... - na, danke !

blöder gehts wohl nicht mehr.

FTF

1 1

Brauner

for EZB !

Schafft den Euro ab, dann brauch ma a ka EZB.


Gast: PÖHSE
25.10.2012 13:19
11 1

Quotili, Quotilo, bald ist die nächste REDING


do !

Weg mit der EU und allen ihren Resten !

13 1

Sowas von grauslich,...


...die Parlamentarier, die schon längst vergessen haben, wer sie gewählt hat.

Sie sind Vasallen ihrer eigenen Interessen und Profit-, Diäten- und Spesengier, dienen anderen 'Herren' (...) als ihren Wählern.

Pfui.

Assoziation: das Parlament der UdSSR hat ähnlich funktioniert.

Ideologie vor Wahrhaftigkeit.
Ideologie vor Gerechtigkeit.
Ideologie vor Qualifikation.
Ideologie vor Bürgerrecht.
Ideologie vor Bürgerwillen.

Gast: J.K.S.
25.10.2012 12:43
19 1

Wie immer!

Qualifikation wurscht, hauptsache kein Mann...so geht der Weg der EU.

Hobbyökonom