Ein stabiler Arbeitsmarkt und niedrige Sparzinsen sorgen für ein anhaltend gutes Konsumklima in Deutschland. Die Stimmung der Verbraucher legte im Oktober sogar leicht zu, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag in Nürnberg mitteilte. Der von der GfK gemessene Konsumklima-Index stieg demnach von 6,0 Punkten im September auf 6,1 Punkte im Oktober. Für November erwartet die GfK einen Wert von 6,3 Punkten.
Die Konjunkturaussichten der Verbraucher verbesserten sich im Oktober zum zweiten Mal in Folge, wie die GfK mitteilte. Die im Sommer noch "überaus stark erkennbaren" Rezessionsängste seien leicht rückläufig. Ob sich allerdings bereits ein Wendepunkt abzeichne, bleibe abzuwarten - die Signale aus der Wirtschaft seien im Moment nicht sehr ermutigend.
Einkommenserwartung steigt
Die Verbraucher blicken aber laut GfK vor allem auf den stabilen Arbeitsmarkt. Zusammen mit einer positiven Entwicklung der Löhne sorge dies für einen "merklichen" Anstieg der Einkommenserwartung. Das von der GfK gemessene Niveau liege zwar unter dem vom Oktober vergangenen Jahres, könne aber immer noch als "ausgesprochen gut" bezeichnet werden.
Die Neigung zu größeren Anschaffungen bleibe so auf weiterhin hohem Niveau. Auch dieser von der GfK gemessene Indikator wird bestimmt durch die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die positive Lohnentwicklung - sowie die historisch niedrigen Zinsen, die "keine guten Voraussetzungen" fürs Sparen bieten. Die Verbraucher investieren ihr Geld laut GfK lieber in werthaltige Anschaffungen, als es bei der Bank anzulegen.
(APA/AFP)
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