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UBS zerschlägt Investmentbanking

30.10.2012 | 18:03 |   (Die Presse)

Die Schweizer Großbank UBS streicht weltweit bis zu 10.000 Stellen. Allein 2500 Stellen sollen in der Schweiz wegfallen. Die Deutsche Bank will ihr Sparprogramm bis Jahresende abgeschlossen haben.

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Zürich/Frankfurt/SDA/Reuters. Die Schweizer Großbank UBS will in den nächsten drei Jahren weltweit zwischen 9000 und 10.000 Stellen streichen. Das gab das Institut am Dienstag bekannt. Derzeit beschäftigt die Bank 65.500 Mitarbeiter. Allein 2500 Stellen sollen in der Schweiz wegfallen, wo es unterstützende Funktionen der Investmentbank treffen wird, etwa in der Informatik oder bei den Personaldienstleistungen. Doch auch Investmentbanker in New York, London oder Singapur müssen gehen. Die Sparte wird beträchtlich zusammengestutzt.

Die Bank will sich aus Teilen des Handels mit Obligationen und strukturierten Produkten zurückziehen. Die Investmentbanker sollen sich künftig auf Beratung, Analysen und den Handel mit Aktien, Devisen und Edelmetallen konzentrieren. Die Vermögensverwaltung für reiche Kunden soll an Bedeutung gewinnen.

Aktionäre begrüßen Sparkurs

Mit ihren Maßnahmen will die UBS jährlich 3,4 Mrd. Franken (2,64 Mrd. Euro) einsparen. Zunächst bürdet die Restrukturierung der Bank aber Wertberichtigungen von über drei Mrd. Franken auf, die in der Rechnung des dritten Quartals 2012 zu einem massiven Verlust führen. Unterm Strich steht ein Minus von 2,17 Mrd. Franken. Operativ lief es für die UBS aber besser als im Vorquartal. Unter Ausklammerung von Sondereinflüssen verdiente das Institut vor Steuern 1,4 Mrd. Franken. Die Aktie schnellte um etwa fünf Prozent hoch.

Auch die neuen Chefs der Deutschen Bank ziehen ihr Sparprogramm durch. Der Abbau von fast 2000 Stellen vor allem im Investmentbanking soll bis Jahresende so gut wie abgeschlossen sein. Anders als die UBS wollen Anshu Jain und Jürgen Fitschen das laufende Sparprogramm nicht verschärfen. Vom Gewinnanstieg im dritten Quartal, zu dem die Investmentbanker maßgeblich beitrugen, fühlen sie sich bestätigt. Vor Steuern stand ein Gewinn von 1,1 Mrd. Euro zu Buche, um 20 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Aktie legte deutlich zu.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

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3 Kommentare

gesundschrumpfen ...

hoffentlich die neue Tendenz in der Finanzindustrie! ich warte auf die gesetzliche Trennung von Investment Banking und kommerziellem Bankgeschäft.

Gast: Mafia
30.10.2012 09:11
4 1

Tut mir keiner leid

Je weniger Bankster desto besser. Die können ja bei einer Leiharbeitsfirma anheuern dann wissen die einmal wie es ist wenn man um einen Hungerlohn schuften muss.
Die Neoliberalen sollen ruhig einmal ihre eigene Medizin genießen. Nur blöd das die meisten auch noch zwei linke Hände haben,das kommt erschwerend hinzu. Dann müssen sie halt auf Hütchenspieler machen.

beratung

wer da noch zu einer beratung geht ist selbst schuld...

Hobbyökonom