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Sanktionen wirken: Iran verhängt Gold-Exportverbot

31.10.2012 | 17:08 |   (DiePresse.com)

Das Mullah-Regime sieht sich wegen der "wirtschaftlichen Umstände" zu der Maßnahme gezwungen. Indes verlässt ein iranischer Zerstörer den Sudan.

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Der wirtschaftliche Druck auf den Iran infolge des Atomstreits wird durch die Sanktionen westlicher Staaten immer stärker. Gold dürfe ab sofort nicht mehr ohne Genehmigung exportiert werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch. Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Umstände machten es nötig, dass Ausfuhren des Edelmetalls von der Zentralbank genehmigt werden müssten, zitierte MEHR den leitenden Mitarbeiter des iranischen Zolls, Mohammad Reza Naderi. Zudem zeichnete sich ab, dass das Import- und Handelsverbot der Europäischen Union (EU) für iranisches Erdgas weitere Einnahmequellen des Landes austrocknen werde.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen zu entwickeln. Die Islamische Republik bestreitet das, lässt aber internationale Kontrollen seiner Atomanlagen nicht zu. Westliche Staaten haben daraufhin eine Reihe von Einschränkungen im Handel mit dem Iran erlassen, die zunehmend die Wirtschaft und den Wohlstand im Land treffen.

Mit dem Exportverbot für Gold will die Zentralbank offenbar verhindern, dass Iraner ihr Vermögen in Form des Edelmetalls ins Ausland in Sicherheit bringen, nachdem der Zugang zu harten Devisen wie Dollar und Euro beschränkt wurde. Die iranische Währung Rial hat zwei Drittel ihres Wertes gegenüber dem Dollar in den vergangenen 15 Monaten verloren.

Negative Auswirkungen auf die Lage des Landes zeichnen sich auch durch die Sanktionen auf Erdgas ab. Quellen in der Branche berichteten, dass auch die Ausfuhren von Flüssiggas betroffen seien. Grund ist demnach, dass beide Gase nicht hundertprozentig zu trennen sind und Unsicherheiten herrschen, was genau unter den Bann der EU fällt. Hauptabnehmer des Flüssiggases waren bisher der norwegische Konzern Statoil und Südkorea.

In südkoreanischen Branchenkreisen hieß es, iranisches Flüssiggas werde nicht mehr abgenommen, weil seit Mitte Oktober japanische Versicherungen keine Deckung für Transportschäden mehr übernehmen würden. Vor den Sanktionen hat der Iran vier Millionen Tonnen Flüssiggas im Wert von vier Milliarden Dollar pro Jahr exportiert.

Unterdessen ging der Streit um das Atomprogramm weiter. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes forderte in Berlin erneut, der Iran müsse endlich in substanzielle Verhandlungen über sein Atomprogramm einsteigen. Es gebe seit Jahren begründete Zweifel am ausschließlich friedlichen Charakter des Programms. Dem israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak zugeschriebene Äußerungen, nach denen die iranische Regierung ihre Absicht vorerst auf Eis gelegt habe, eine Atomwaffe zu bauen, teilte der Sprecher nicht.

Iranischer Zerstörer verlässt Sudan

Aufmerksam verfolgt wurden Bewegungen der iranischen Marine. Am Mittwoch verließen ein Hubschrauberträger und ein Zerstörer den Sudan nach mehrtägigem Aufenthalt. Vergangene Woche hatte der Sudan Israel vorgeworfen, mit einem Luftangriff eine Waffenfabrik zerstört zu haben. Israel kommentierte die Vorwürfe nicht, warf aber seinerseits dem Sudan vor, die Waffenfabrik sei Umschlagsplatz für iranische Rüstungsgüter gewesen, die von dort aus in den Gaza-Streifen geschmuggelt worden seien.

(APA/Reuters)

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51 Kommentare
 
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Tauscht mal Eure Textbausteine aus

Diese Textbausteine von den angeblich nicht gestatteten internationalen Kontrollen des iranischen Atomprogramms ärgern mich, denn natürlich weiß die Redaktion, dass das nicht stimmt. Oder welchen Verpflichtungen kommt Iran aktuell nicht nach? Genauso lächerlich ist es ja wohl zu behaupten, dass die Iraner ihr Atomprogramm als Druckmittel benutzen. Vielmehr ist das Atomprogramm ein Vorwand für die westlichen Sanktionen, mit denen ein Verzicht Irans auf vertragliche Rechte erreicht werden soll. Da das nicht funktionieren wird, hat man dann einen Kriegsgrund geschaffen. Dass die iranische Regierung Krisenmaßnahmen trifft ist normal und verantwortungsbewußt. Man hat in den letzten Monaten tonnenweise Gold gekauft und das soll natürlich im Land bleiben, bzw. als Zahlungsmittel für wichtige Importe verwendet werden. Dollarreserven gibts auch noch für Jahre ausreichend. Existenziell gefährdet ist Iran also nicht - dass aber Einfuhren von Medikamenten und Medizinprodukten nicht möglich sind, ist eine Schande für die angeblich freie Welt, denen es doch nur um die Menschenrechte geht, oder?

Gast: Erforener
01.11.2012 20:20
2 0

Sanktionen wirken:


Die Preise für Erdölprodukte aber auch.

Wer da wohl auf dem längeren Ast sitzt?

Wie, Was?

Israel hat am 24.10. im Sudan Luftangriffe geflogen?

Auch 2009 hat Israel im Sudan mit seinen Flugzeugen herumgeballert?

Und der Iran wird sanktioniert?

Antworten Gast: noch einer
01.11.2012 18:29
4 1

Re: Wie, Was?

Israel hat auch gezielt
einen österreichischen UNO Soldaten abgeknallt .

Konsequenzen : Keine

Antworten Gast: Gregorxxx
01.11.2012 18:11
0 6

Re: Wie, Was?

Jaaaaa und das ist auch richtig so!

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Ein Land, das "im Verdacht steht" illegal Atomwaffen zu entwickeln wird

wirtschaftlich stranguliert, während 200 km entfernt ein Land Hunderte Atomwaffen hortet und völkerrechtswidrig Gebiete, u.a. den Gazastreifen, okkupiert hält; hier spricht niemand von Sanktionen - stattdessen wird jeder, der vorschlägt, Obst zu kennzeichnen, das aus dem Gazastreifen exportiert wird, als Antisemit diffamiert - wie viel schlimmer sind dann die Hetzer, die den Handel mit iranischem Erdöl überhaupt verbieten wollen? Hier wird so offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen, dass für jeden erkennbar nicht im Namen der Gerechtigkeit, sondern aus reinem Macht- und Einschüchterungs-Kalkül gehandelt wird - und die EU, diese verbrecherische Organisation, spielt mit. Man muss sich ja nur die europäischen Politiker anhören: wenn wir nicht mehr Europa wagen, wird uns keiner mehr ernst nehmen - jedes Wort ein Zeugnis von geistesgestörtem Größenwahn; die Briten sind zu loben, die diesem Verein die Mittel abdrehen wollen. Die Geschichte hat noch immer gezeigt, dass die Willkür nach außen mit der Willkür im Inneren Hand in Hand ging - das ist die wahre Tragödie.

Re: Ein Land, das "im Verdacht steht" illegal Atomwaffen zu entwickeln wird

Der Iran wird ja hier geradezu als Erzengel aller Staaten hingestellt.Sicher die Israelis haben viel Dreck am Stecken.Aber im Iran, wo Proteste mit offener Gewalt niedergeschlagen wird, wo sich Frauen nur ganzverschleiert auf die Straße trauen können und das ein Staatsoberhaupt hat das sehr wohl mit der Vernichtung Israel gedroht hat.Das ist das unschuldige Kind dass von den bösen Westmächten ja ganz ohne Grund sanktioniert wird.Ja klar.
Von mir aus sollen die Mullahs soviele AKWs bauen wie sie wollen sie sollen nur endlich die Kontrolleure der IAEA reinlassen!ich mein wo nichts ist, muss man ja auch nichts verbergen oder?Und zu behaupten, Ahmadinedschah hätte nur seine "Hoffnung" ausgedrückt, ist so wie zu sagen Hitler hätte bei seinen Reden auch nur die "Hoffnung" auf die Vernichtung der Juden ausgedrückt.Aber gut.Anscheinend ist es hier total in, von den bösen Mainstreammedien zu irgendwelchen dubiosen Alternativmedien zu wechseln. Ne Menge topinformierter Leute hier also.

Re: Re: Ein Land, das "im Verdacht steht" illegal Atomwaffen zu entwickeln wird

Sowieso. Am besten wäre überhaupt, den Nelson Mandela würden´s auch einsperren. Dem kann man sicher auch unterstellen, dass er die Vernichtung Südafrikas gefordert hat, als er sich den Untergang Südafrikas in der Form des Apartheid-Staates gewünscht hat. Nur keine Macht den "Radikalen".

Antworten Gast: jo so ist es
01.11.2012 15:26
3 7

Re: Ein Land, das "im Verdacht steht" illegal Atomwaffen zu entwickeln wird

Es wird nicht mit zweierlei Maß gemessen.
Israel ist eine Demokratie und drohte bislang keinem anderen Staat mit der Vernichtung.
Die Mullahs hingegen sind ein Regime, ohne jede Legitimation, gewaltbereit nach Innen und nach Außen.

Re: Re: Ein Land, das "im Verdacht steht" illegal Atomwaffen zu entwickeln wird

Meines Wissens nach hat Ahmadinedschad nicht mit der Vernichtung des Staates Israel gedroht, sondern seiner Annahme, möglicherweise, wenn Sie so wollen, seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, das zionistische Regime werde irgendwann untergehen, da es, sich in seinen Augen - so wie in etwa bei der Appartheid - um ein Unrechtsregime handelt. Sie können ja auch nicht einem Kapitalismus-Untergangspropheten unterstellen, er wolle Vorstandsmitglieder ermorden.

Antworten Antworten Antworten Gast: jo so ist es
01.11.2012 18:22
2 1

Re: Re: Re: Ein Land, das "im Verdacht steht" illegal Atomwaffen zu entwickeln wird

Wie man's dreht und wendet, entweder harte Wirtschaftssanktionen die vielleicht was bringen oder Krieg. Da sind mir Wirtschaftssanktionen 10 Mal lieber. Dass die Mullahs Atomwaffen haben kann wohl wirklich nicht im Interesse mancher Leser sein. Im Übrigen erinnere ich an die brutale Unterdrückung der Menschen im Iran durch dieses Steinzeitregime.

Re: Re: Ein Land, das "im Verdacht steht" illegal Atomwaffen zu entwickeln wird

Eine Demokratie, die ganz offiziell nach gutdünken andere Länder militärisch angreift und dessen Geheimagenten ganz offiziell in anderen Ländern unbeteiligte Zivilisten abschlachten, steht in meiner Wahrnehmung weit, weit unter Diktaturen.
Für letztere kann die Bevölkerung nämlich meist nichts.

Der schein trügt...

Das Exportverbot von Gold ist bestimmt eine Reaktion auf die verhängten Sanktionen gegenüber den Iran, aber auch eine Reaktion um gleichzeitig Märkte in der westlichen Welt abzuschwächen. Der Westen ist auf Gold angewiesen. Zudem ist dies einer der wenigen Karten die der Iran noch spielen kann, um überhaupt gegen die Sanktionen zu reagieren.

Und zu Israels aussagen kann man nur eines sagen: Das ist eine Taktik um die Zeit der US-Wahlen zu überbrücken. Israel wird keinen Zentimeter von seinem Vorhaben die Welt gegen den Iran aufzuhetzen abweichen.

Man sollte beachten der Iran hat in seiner Vergangenheit verglichen mit Israel keine Angriffskriege geführt und hat deutlich weniger "Dreck am Stecken"...

Antworten Gast: Demokratius
01.11.2012 12:08
2 0


Re: vielleicht fehlt einiges ...

Russland hat 700 Tonnen Golderz "verloren"

http://m.diepresse.com/home/panorama/welt/1306956/index.do

Re: Der Westen ist auf Gold angewiesen

Könnte durchaus der Wahrheit entsprechen ..

Schiff mit 700 Tonnen Golderz verschwunden
http://m.diepresse.com/home/panorama/welt/1306956/index.do

Re: Re: Der Westen ist auf Gold angewiesen

mit Käptn UDO????????? Mit Red cap???

Gast: pedro bergerac
01.11.2012 10:36
7 1

kluge Entscheidung

Ich würde die Atombehörden auch nicht mehr ins Land lassen, solange die einen großen Bogen um Israel machen. Wie korrupt und unfähig diese Behörde ist, kann man an Fukushima doch sehr gut erkennen. Meine Kollegen vom TÜV können ein Lied davon singen.
Der wahre Grund für das Embargo ist woanders zu suchen. Die Weltgeldelite mächte nur allzugerne die Zentralbank des Iran übernehmen, wie sie es vorher mit dem Irak, mit Tunesien, mit Libyen gemacht hat. Syrien und Nordkorea fehlen dann noch auf der Liste.

Re: kluge Entscheidung

und die EU als Verbrecherischer Komplize!

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iran

der iran ist nicht der boesewicht fuer den ihn viele halten!
das der iran keine kontrollen zulaesst ist eine luege!
die boesen sind wo anders zu suchen und die meisten wissen auch wo!!

Antworten Gast: jo so ist es
01.11.2012 18:44
0 4

Re: iran

Ihre Stellungnahme ist nicht einmal wirklich für eine Überschrift geeignet. Geht's noch fundierter?
Genauso gut könnte man schreiben:
Der Iran ist böse.
Es gibt viele Böse.
Die meisten wissen auch um wen es sich handelt.

Das ist einfach 4 -jährigen Niveau.

Re: iran

wo denn? ich habe leider keine weltverschwörungs Theorien und weiß es deswegen nicht auf Anhieb? Amerika? Israel? Südkorea, diese Versicherungs loyalen Bastarde;)?

Re: iran

dachte muslimen ist das trinken verboten?

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Re: Re: iran

das sagt einer mit so einen namen,du solltest nicht alles glauben was du liest und im fernsehen siehst,nur ein kleiner tipp von einen oesterreicber

Gast: Herr Dr. Stolte
31.10.2012 19:54
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Der Sack schliesst sich

Den Mullahs geht sprichwörtlich die Puste aus. Und das ist auch gut so, bald sind die Gotteskrieger nur noch Geschichte.

Hat Gold exportverbot seitens Iran was mit Sanktionen zu tun ...

... das was sie noch kriegen kann sich der Iran mit wertlosen Euros und Dollars kaufen, sonst kriegens eben ein bisserl Öl.

Ach ja, darf man die EU darauf Hinweisen dass durch das Sperren der iranischen Programme via. Eutelsat die Menschenrechte der Iraner verletzt werden die in der EU leben?


 
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Hobbyökonom