"Irreführendes Rating": Standard & Poor's verurteilt

05.11.2012 | 10:17 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagentur Standard & Poor's muss in Australien Schadenersatz zahlen. Mehrere Institutionen haben gegen die Agentur geklagt.

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Ein Gericht in Australien hat die Ratingagentur Standard & Poor's zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt. Grund dafür sind irreführende Bewertungen von Finanzprodukten.

Die Agentur hat für komplexe Finanzprodukte die Höchstnote AAA vergeben. Mehrere Institutionen der öffentlichen Hand in Australien kauften die Produkte und verloren während der Krise 12,8 Millionen Euro, wie die "Neue Zürcher Zeitung" und die Zeitung "The Australian" berichten.

Standard & Poor's will gegen das Urteil berufen.

 

(Red.)

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8 Kommentare

Prognosen sind immer unsicher, besonders wenn sie die Zukunft betreffen!

Dieses Gerichtsurteil passt genau zu dem italienischen, mit dem Geologen verurteilt wurden, weil die Erdbebenvorhersage nicht gestimmt hat!

Dass solche Vorhersagen immer wieder falsch sind, muss doch jeder wissen, da gibt es keine absolute Sicherheit und daher auch keine Schuldigen!
Hier ist es auch so, dass S&P sogar auf die Unsicherheit hingewiesen hat, der Hinweis aber nicht gelesen wurde! Da sind doch die, die sich nicht informiert haben, ganz allein selbst schuld!

Wenn Gerichte jetzt anfangen, falsche Prognosen als Straftaten zu sehen, wird einfach niemand mehr etwas prognostizieren. Dann wissen wir aber gar nichts mehr über ein mögliches Risiko!

Re: Prognosen sind immer unsicher, besonders wenn sie die Zukunft betreffen!

sie verstehen die Thematik nicht ganz. es wurden Einzelne Kredite die aufgrund eines insolventen Schuldners die nichts Wert waren zusammen in Anleihen gebündelt und als AAA bewertet.
das bedeuted Griechenland alleine ist Pleite. 10 Griechenland zusammen sind AAA.
Und wer hätte die Bewertung in Auftrag gegeben?
Griechenland
So lange bei den Eliten keine Verantwortung für ihre Taten übernommen werden muss, wird weiter getrickst, gemogelt und gelogen. Zu Lasten anderer.
Und wer sind die anderen?


Super Endlich !!!!!

Theoretisch könnte man auch eine Sammelklage von gewissen Staaten am europäischen Kontinent zusammentragen, Moodys hat sich meines Erachtens auch nicht immer richtig verhalten. Wenn zbsp. Spanien abgewertet wurde müsste doch schon auf Grund des ESM wieder aufgewertet werden ...

Die EU ist fürn Hugo und der ESM auch, Spanien wurde sogar nach dem Start des ESM nochmal abgewertet.
Eigentlich müsste man die EU abwerten, aber die EU hat nix was man abwerten kann.

Guter Anfang,

aber es wäre wichtig, dass solches Vorgehen nicht nur im fernen Australien Schule machen würde...
Wenn ich mit meiner Meinung bzw. Prognose Unternehmen, Märkte und ganze Staatswirtschaften (negativ) beeinflussen kann, dann ist es wohl nur recht und billig, dafür auch die Verantwortung zu übernehmen.
Und wenn ich keine Ahnung habe, dann "einfach mal die Fresse halten" (wie Dieter Nuhr so treffend festgestellt hat).

Das Imperium schlägt zurück!

Gut so!

Vielleicht kann man so der Kaffeesudleserei mit schwerwiegenden Folgen Einhalt gebieten


Bravo!!

Das hört sich ja gut an!!

Endlich werden die Rate-Agenturen für ihre Fehl-Ratings zur Verantwortung gezogen!!

Wir erinnern uns:
Lehman wurde wenige Tage vor der Pleite mit AAA beurteilt. Bei AIG war's das Selbe. Und viele weitere Ratings waren "Schrott-Ratings". Nun sollen die mal für ihre Misse-Taten zur Verantwortung gezogen werden!! Das finde ich AAA+ ;-===)))

Re: Bravo!!

Da sind wir einer Meinung!

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