Gegenwind für Europas Windräder

10.11.2012 | 18:28 |  von Julia Kastein (london) und Matthias Auer (Die Presse)

Großbritanniens Windkraftgegner gehen auf die Barrikaden. Die Mühlen seien hässlich, unrentabel, nicht so umweltfreundlich wie gedacht. Auf dem Gipfel des Booms wird der Ruf nach einer Notbremse in Europa lauter.

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Donald Trump hat einen Albtraum. Darin steht der amerikanische Immobilientycoon auf seinem malerisch gelegenen Luxusgolfplatz an der Küste von Aberdeenshire in Schottland, holt mit dem Schläger aus, hebt den Blick über die Dünen zum Horizont – und sieht in zwei Kilometer Entfernung elfgraue Stelzen und Rotoren aus dem Nordatlantik ragen: die Turbinen eines Offshorewindparks. Diese „Horrorvision“ will der schillernde Unternehmer mit schottischen Wurzeln verhindern: Seit ein Konsortium unter der Führung des schwedischen Energieriesen Vattenfall den Genehmigungsantrag für das 290 Mio. Euro teure Projekt gestellt hat, kämpft Trump ähnlich verbissen gegen das Windkraftwerk wie zuvor Umweltschützer und Anwohner gegen seinen Golfplatz mobil gemacht haben. Mit viel Geld für eine „Bürgerinitiative“, Anzeigenkampagne und zuletzt gar der Forderung nach einer öffentlichen Untersuchungskommission: „Wir werden diese schrecklichen Pläne, die Schottland zerstören werden, vereiteln.“

EU setzt auf Wind. Trump ist der bekannteste, aber nicht der einzige Windkraftgegner in Großbritannien. Vor allem im Süden der Insel löst jeder Antrag auf eine Anlage reflexartig einen Sturm der Entrüstung aus. Im Rest Europas ist es nicht anders. Die EU ist zwar fest entschlossen, den Anteil der Windkraft an der Stromproduktion bis 2030 von heute fünf Prozent auf ein Drittel zu erhöhen. Doch gerade auf dem Gipfel des Windkraftbooms bekommen die Gegner der erneuerbaren Energiequelle Rückenwind. Der Vorwurf, dass die Windräder das Auge beleidigen, ist da noch der geringste. Windräder machen Lärm, töten Vögel, sind unrentabel, bringen Stromnetze in Gefahr und sparen kein CO2ein, sagen Kritiker. Da, wo Regierungen besonders ehrgeizig gewesen sind, wird der Ruf nach einer Notbremse lauter.

Allen voran in Deutschland. Hier kürte die schwarz-gelbe Koalition die Windenergie zum Kernstück der Energiewende weg von fossilen Brennstoffen. Doch der radikale Ausbau hat seine Tücken. Was am wenigsten überrascht: Wind liefert nur dann Strom, wenn er weht. Egal, ob die Elektrizität gerade gebraucht wird oder nicht. Die Folge: Zieht im Norden des Landes eine steife Brise auf, pumpen die Windmühlen so viel Strom in die Leitungen, dass die Netze in Tschechien und Polen vor dem Kollaps stehen. An der Börse kann der überschüssige Windstrom unterdessen nur verschenkt werden. Und herrscht Flaute, müssen erst wieder Braunkohlekraftwerke in die Bresche springen.


Genug Strom. „Es gibt genug Strom in Europa“, sagt Österreichs Energieregulator Walter Boltz. „Nur nicht dort, wo wir ihn brauchen.“ Solange es keine guten Stromspeicher gibt, heißt das: Netzausbau. Doch um genug Leitungen von den Windparks im Norden zur stromintensiven Industrie im Süden zu legen, brauchte man 20 Mrd. Euro. Dem Klima bringe all das wenig, unken Windgegner. Baut Berlin mehr Windräder, reichen die deutschen Energiekonzerne ihre freien CO2-Zertifikate billig an Kohlekraftwerke in Osteuropa weiter.

Langfristig stößt der Ausbau freilich einen Strukturwandel an. Und auch der Vorwurf, dass die geförderte Windenergie unrentabel bleiben müsse, zielt ins Leere. Denn während fossile Brennstoffe konstant teurer werden, weht der Wind stets zum selben Preis. Dennoch ruft Deutschlands Ex-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle nach einem Stopp für Ökostrom. Die Regierung will davon nichts wissen – noch.

Auch in Großbritannien ist die Koalition aus Konservativen und Liberaldemokraten unter Premier David Cameron 2010 angetreten, die „grünste Regierung aller Zeiten“ zu werden. Doch dank Wirtschafts- und Finanzkrise sind Themen wie Klimawandel und CO2-Reduzierung fast aus den tagespolitischen Debatten verschwunden. „Wir werden den Planeten nicht retten, indem wir unser Land wirtschaftlich ruinieren“, erklärte Finanzminister George Osborne schon vor einem Jahr.


„Genug ist genug.“ Viele seiner Parteifreunde sehen deshalb die Chance gekommen, den derzeit geplanten Bau von 4000 weiteren Windkraftanlagen an Land zu verhindern: Rund hundert Tory-Abgeordnete schickten Anfang des Jahres einen öffentlichen Brief an Premier Cameron. Und der frischgebackene konservative Energiestaatssekretär und erklärte Windkraftgegner John Hayes erklärte in einem seiner ersten Interviews: „Wir können diese Turbinen unseren Gemeinden nicht länger aufzwingen. Ich sage: Genug ist genug.“ Sein Chef, der liberaldemokratische Energieminister Ed Davey, dementierte zwar prompt, dass der Regierungskurs die Richtung geändert habe. Doch die Branche ist beunruhigt.

„Uns macht das sehr nervös“, so Gordon Edge, Chefstratege bei „Renewables UK“, Verband für erneuerbare Energien, zur „Presse“. „Die Unsicherheit darüber, wie es weitergeht, ist groß. Und je größer die Unsicherheit, desto schwieriger, Investoren zu finden. Und ohne langfristige Investitionen besteht das Risiko, dass hier irgendwann buchstäblich die Lichter ausgehen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.11.2012)

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35 Kommentare
 
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"Großbritanniens Windkraftgegner gehen auf die Barrikaden"

Nicht nur in Großbritanien gehen die Windkraftgegner auf die Barrikaden!
Diese sinnlose Zerstörung der Landschaft und der Ruin der Lebensqualität der Anrainer erzeugt überall in Europa schon heftigsten Widerstand.
Nicht einmal, wenn es der Energieversorgung etwas nützen würde, wäre dieser Wahnsinn gerechtfertigt. So aber ist es überhaupt reine Verschwendung von Ressourcen und eine schamlose Umverteilung zugunsten einer ohnehin privilegierten Oberschicht.
Siehe auch:
(www.gegen-wind.net/.../windkraftgegner-in-osterreich-auch-wir-schlucken-nicht-jede-krot-oder-das-verraterische-schweigen-der-einstigen-u...) oder einfach nach "Windkraftgegner" googeln.

also

Ich muss sagen, ich steh auf Windräder und finde, dass sie sehr gut aussehen, solange sie weiß sind. Meinetwegen sollte man diese Dinge überall aufstellen und Vögel kann man durch feinmaschige Gitter sicher schützen.

ich wohne

im bezirk bruck an der leitha, in der windreichsten zone österreichs. was dort an windrädern gebaut wird ist unvorstellbar. schöne ruhige natur? nicht mehr. erholung? fehlanzeige. über 200 solcher hässlichen dinger haben wir in sichtweite. sitzt man im garten, schaut man auf so ein ding. fährt man in der nacht auf den bundesstrassen, so glaubt man in schwechat auf einer landebahn zu flanieren. steht die sonne tief sieht man am boden nur mehr vorbeiziehende schatten...

bei uns ist es zu spät, aber der rest kann sich noch wehren. den finanziellen aspekt (förderungen, überteuerter zwangskauf von stromanbietern die natürlich die kröte nicht selbst fressen sondern an den kunden weitergeben...) hab ich mal ausgelassen.

Windmuehlen

Die zweitschlimmste Geldvernichtung, nach dem Krieg.

Re: Windmuehlen

"Wenn das mit der Windkraft wirklich funktionieren würde, hätte das bis jetzt der Fall sein müssen. Die britische Bevölkerung sieht das ziemlich klar, obwohl Politiker häufig absichtlich taub sind. Die gute Nachricht ist, wenn man genau schaut, kann man erkennen, dass der Regierung von David Cameron allmählich das gesamte Fiasko dämmert. Die größten Investoren in Offshore-Windanlagen – Mitsubishi, Gamesa und Siemens – beginnen sich Sorgen zu machen, dass das Herz der Regierung nicht länger für die Windenergie schlägt. Vestas, wo man Pläne für eine Fabrik in Kent hat, möchte vom Premierminister noch vor dem Baubeginn eine Rückversicherung, dass der politische Wille zur Errichtung von Windturbinen noch vorhanden ist."
Zitat ende
Nur bei uns in Ösistan halten die korrupten Politiker noch immer an der schändlichen Umverteilung von unten nach oben fest.
http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/der-anfang-vom-ende-der-windkraft/

Die optische Umweltverschmutzung durch Windräder ist ja nicht das Schlimmste, was wird erst sein, wenn die Menschen dahinterkommen, dass das alles für die Katz' ist?!

"dass die Netze in Tschechien und Polen vor dem Kollaps stehen" ist ja erst der Anfang. Wenn noch mehr Windstrom eingespeist werden muss, gibt es Blackouts in ganz Europa !

Es kann ja immer nur genau so viel Strom erzeugt werden, als die Verbraucher im Augenblick gerade abnehmen, weder mehr noch weniger ist möglich. Wenn also der Zwang besteht, den Windstrom, der nur in unvorhersehbaren Stößen anfällt, einzuspeisen, so ist die Regelfähigkeit der Kraftwerke überfordert und ein Netzzusammenbruch nicht mehr zu vermeiden!

Wind ist immer böig. Wenn die Windgeschwindigkeit auf die Hälfte sinkt, ist der Energiegehalt des Windes nur mehr ein Achtel, wenn die Windgeschwindigkeit, was ständig passiert, auf ein Viertel sinkt, ist sein Energiegehalt nur mehr ein Vierundsechzigstel, also praktisch nichts!

Weht der Wind stärker, so wollen sich die Propeller schneller drehen, die Stromgeneratoren wandeln sich in Bremsmotoren, die Strom verbrauchen anstatt Strom zu liefern. Deshalb muss ein solches Windrad sofort und unerwartet vom Netz getrennt werden.

Deshalb gibt es Windstrom nur in Stößen, die zusammen so viel Strom liefern, als ob das Windrad nur ein Fünftel der Zeit mit Nennleistung arbeiten würde!

Mit so etwas kann man keinen einzigen Haushalt versorgen, das geht überhaupt nur gut, so lange der Windstromanteil klein ist. Werden die Energieversorger gezwungen, immer mehr Windstrom abzunehmen, ist eine geordnete Versorgung mit Strom unmöglich, es gibt immer wieder böse Blackouts!

Eine volkswirtschaftlich Betrachtung des Unsinns Windkraft:

Aus Klimaschutzsicht sind zusätzliche Ökostromsubventionen die falsche
Schwerpunktsetzung. „Für den Klimaschutz geht es zuerst darum, den
Energieverbrauch durch radikale, international harmonisierte Gebote und Verbote
substanziell zu reduzieren. Und dann geht es darum, die erneuerbaren Ressourcen
optimal einzusetzen und nicht alles mit dem geringsten Wirkungsgrad in die
Stromerzeugung zu stecken.
Quelle: 1. Energie-Round Table 2007 der E-control GmbH
„Energieeffizienz – ein entscheidender
Schwerpunkt nachhaltiger Energieversorgung“

Der Leserbrief eines Hr. Dr. Runge in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bringt es auf den Punkt:
Eine einzelne Windkraftanlage kostet die Volkswirtschaft bei gutem Wind 500 Euro pro Tag, bei Flaute deutlich weniger, weil die Energieversorger und die Verbraucher weniger belastet werden. Das führt zu der eigenartigen Erkenntnis, dass der volkswirtschaftlich wirtschaftlichste Betriebszustand von Windkraftanlagen der Stillstand ist.

Eine volkswirtschftliche Betrachtung des Pyramidenspiel "Windkraft"

Aus Klimaschutzsicht sind zusätzliche Ökostromsubventionen die falsche
Schwerpunktsetzung. „Für den Klimaschutz geht es zuerst darum, den
Energieverbrauch durch radikale, international harmonisierte Gebote und Verbote
substanziell zu reduzieren. Und dann geht es darum, die erneuerbaren Ressourcen
optimal einzusetzen und nicht alles mit dem geringsten Wirkungsgrad in die
Stromerzeugung zu stecken.
Quelle: 1. Energie-Round Table 2007 der E-control GmbH
„Energieeffizienz – ein entscheidender
Schwerpunkt nachhaltiger Energieversorgung“

Ein Leserbrief eines Hr. Dr. Runge in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bringt es auf den Punkt:
Eine einzelne Windkraftanlage kostet die Volkswirtschaft bei gutem Wind 500 Euro pro Tag,
bei Flaute deutlich weniger, weil die Energieversorger und die Verbraucher weniger belastet werden. Das führt zu der eigenartigen Erkenntnis, dass der volkswirtschaftlich wirtschaftlichste Betriebszustand von Windkraftanlagen der Stillstand ist.

Re: Eine volkswirtschftliche Betrachtung des Pyramidenspiel "Windkraft"

Zum Klimaschutz wäre noch zu sagen, dass es keine Berichte über Brennstoffeinsparungen durch Windräder gibt, die CO2-Einsparung gibt es also nur auf dem Papier!

Die vielen Wissenschaftler in der ganzen Welt, die von der politischen Lobby "Weltklimarat" beauftragt wurden, "Den vom Menschen gemachten Klimawandel zu untersuchen und Vermeidungsstrategien vorzuschlagen", haben im Berichtsteil "The Physical Science Basis" des AR4 (IPCC) nicht das Gewünschte liefern können. Liest man dort nach, so ist es praktisch unmöglich, dass der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß einen Einfluss auf die Klimaänderung haben kann. Folgerichtig haben die Wissenschaftler auch keine "Vermeidungsstrategien" - wie z. B. Verringerung des CO2-Ausstoßes - vorgeschlagen!

Zur Erläuterung: Der Treibhauseffekt kommt hauptsächlich von den Wolken. Ein Prozent Änderung des Bedeckungsgrades wirkt wie eine Verdoppelung(!) des CO2-Gehaltes der Atmosphäre. Am kleinen Rest des Treibhauseffektes hat das CO2 ca. 20 Prozent Anteil, der Mensch aber nur 3 Prozent Anteil am globalen CO2-Ausstoß. So etwas Winziges geht in den Schwankungen der Bewölkung und des Wasserdampfes in der Atmosphäre völlig unter und kann überhaupt nichts bewirken!

Re: Re: Eine volkswirtschftliche Betrachtung des Pyramidenspiel "Windkraft"

schon das wort 'klimachutz' ist eine schildbuergerei...

Das wird seit Jahren behauptet ..

... Jedoch haben und die Lobbyisten wieder mal an der Nase rum geführt.

Re: Das wird seit Jahren behauptet ..

Die hauptamtlichen Lobbyisten des Irrsins, sind vereint in der IG Windkraft.
Dazu gehören:
1.) LH Erwin Pröll NÖ
2. LR Stefan Pernkopf NÖ
3. Ex-LR Josef Plank NÖ, jetzt Raiffeisen
4. LH Niessl Bgld
5. Diverse Bürgermeister die ihre klammen Gemeinden über den hochsubventionierten Unsinn retten wollen, was aber meist fehlschlägt, siehe ÖVP-Peischl Zistersdorf.

Obwohl es schon die Spatzen vom Dach pfeifen, dass der Wahnsinn gescheitert ist, wird wie in einem Pyramidenspiel-Kettenbrief weiter betrogen.
Wahrscheinlich bis zur nächsten Wahl. Darum werden auch jetzt noch schnell Verträge mit den windigen Gaunern abgeschlossen, die eine Laufzeit von ca. 15 Jahren haben.

Verschenkter Strom !?!

Nur um mal so die Relationen zum Thema "Verschenkter Strom" ins Lot zu bringen:

1) Es könnte uns in Österreich gar nichts Besseres passieren, als dass wir Strom aus deutschen Windkraftanlagen oder Photovoltaikanlagen geschenkt bekommen.

2) Leider gibt es das so gut wie nie.

Im Jahr 2010 war das insgesamt 12 Stunden der Fall. Also wirklich (leider) nicht der Rede wert.


Verschenkter Strom !?!

Nur um mal so die Relationen zum Thema "Verschenkter Strom" ins Lot zu bringen:

1) Es könnte uns in Österreich gar nichts Besseres passieren, als dass wir Strom aus deutschen Windkraftanlagen oder Photovoltaikanlagen geschenkt bekommen.

2) Leider gibt es das so gut wie nie.

Im Jahr 2010 war das insgesamt 12 Stunden der Fall. Also wirklich (leider) nicht der Rede wert.


Re: Verschenkter Strom !?!

Woher haben Sie diese völlig unglaubwürdigen 12 Stunden? Wo gibt es eine Statistik über den Handel mit Windstrom? Bitte um Angabe Ihrer Quelle!

Sicher gibt es so eine Statistik gar nicht, denn die Wahrheit wäre ja der Tod für die Windideologie der Grünen!

Re: Re: Verschenkter Strom !?!

Quelle:
http://www.eundt.at/infocenter/themadesmonats/negative-strompreise

Sollten sie anzweifeln, dass das stimmt - was ja leider ihre übliche Methode ist wenn Fakten nicht in ihr Weltbild passen -, dann können sie hier

https://www.epexspot.com/en/market-data/auction/chart/auction-chart/2012-11-12/DE

alle Daten des angegeben Links oben nachprüfen.

zeit, dass gegen diese lauten häßlichen

Ungetüme etwas getan wird

Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Aber so lange das Steuergeld für solche Dummheiten fließt muss man sich nicht wundern warum Europa immer weiter abstürzt.

Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Könnten sie mir ein paar Fragen beantworten:

1) Was genau verstehen sie unter "Zufallsstrom"?

2) Wie viel kostet eine kWh Strom aus Windkraftanlagen?

3) Wie viel kostet eine kWh Strom aus einer Photovoltaikanlage?

4) Wie viel Steuergelder fließen in die Förderung von Wind und Solar?

Zu all den obigen Punkten müssten sie doch eine fundierte Meinung haben, wenn sie hier von "hirnerweichendem Irrsinn" sprechen.

Re: Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Weshalb fragen Sie so etwas überhaupt?
Dass unter "Zufallsstrom" Windstrom gemeint ist, steht ja da und Einspeistarife sowie Subventionen findet jeder im Internet. Da können Sie Ihre Unwissenheit auch ohne fremde Hilfe bekämpfen!

Re: Re: Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Es gibt keinen "Zufallsstrom".
Zufall heißt per Definition "Unvorhersagbar".

Diesen Begriff gibt es in der technischen Fachliteratur überhaupt nicht.

Die Prognosegüte für Windstrom für den nächsten Tag liegt laut Studie der e-Control bei >96%. Hier von Zufall zu sprechen ist völliger Unsinn.

Re: Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Ich werde Ihnen die Fragen beantworten:
zu 1) Zufallsstrom ist Strom der meist dann wenn er nicht gebraucht wird irgendwo sporadisch erzeugt wird. (Siehe auch APG Marktinformation Windenergie) Bei uns lt. Ökostrombericht an durchschnittlich 1300 bis 1500 h im Jahr.
Zu 2) Eine kWh Windstrom kostet 9,5 Cent. Diese Kosten fallen auf Grund des korrupten Ökostromgesetzes auch dann an, wenn niemand auch nur ein kWh verbraucht. Der Preis ist garantiert für ca. 15 Jahre.
Zu 3) Ca. 15 bis 18 Cent je nach Art der Anlage.
Zu 4) Lt. Ökostrombericht 2010 wurden für die geförderten "Erneuerbaren mit 580 Mio Euro subventioniert, die den Stromverbrauchern, ob sie wollen oder nicht, zwangsweise über die Stromrechnung abgeknüpft werden. (Ausgenommen davon sind nur Mindesteinkommen, die auch von GIS Gebühren befreit sind.)
Das Förderregime ist eine korrupte Gaunerei, die alles was im Untersuchungsausschuß zu Tage gefördert wurde als einen Lercherlschass dastehen lassen.
Das ist echte "Grüne Korruption".

Re: Re: Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Noch etwas zu 1): Sie schreiben:
"Zufallsstrom ist Strom ... Bei uns lt. Ökostrombericht an durchschnittlich 1300 bis 1500 h im Jahr."

Das steht im Ökostrombericht nirgendwo: Dort steht klipp und klar das der Durchschnitt der Vollaststunden (2007 - 2010) bei 2005 Stunden lag.

Und noch etwas: Wo stehen die von ihnen genannten 580 Mio. EUR im Ökostrombericht?


Re: Re: Re: Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Auch wenn Sie von der IG Windkraft, oder sonst ein Profiteur dieses haarsträubenden Unsinns sind, die Fakten müssen auch Sie akzeptieren:

- Das Ökostrom-Vergütungsvolumen im Jahr 2010 lag bei 588 Millionen Euro.

- gem. Abbildung 49: Windressourcen in Europa – durchschnittliche Volllaststunden
in 80 Meter Höhe für Österreich:
kleiner 1000 bis max. 1500h
(im Weinviertel u. Burgenland zwischen 1300 u. 1500h
manche Vogelschredder erreichen nur 900h, genug um tausende Fledermäuse u. geschützte Vogelarten zu zerhechseln)
Quelle:
http://www.e-control.at/portal/page/portal/medienbibliothek/presse/dokumente/pdfs/Presse-Info-Oekostrombericht-2011.pdf

Re: Re: Re: Re: Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Sie irren sich leider wieder in jedem Punkt:

1) Sie schreiben: "Lt. Ökostrombericht 2010 wurden die geförderten Erneuerbaren mit 580 Mio. Euro subventioniert".

Das ist völlig FALSCH und steht so auch nicht im Ökostrombericht 2011. Sie verwechseln Vergütung mit Subvention. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Zur Erklärung: Die ÖMAG kauft den Ökostrombetreibern den Strom ab und zahlt dafür in Summe eine Ökostrom-Vergütung von 588 Mio. EUR. Diesen Strom verkauft die ÖMAG aber an die Netzbetreiber weiter woraus wiederum Einnahmen entstehen.
Im Endeffekt (siehe Tabelle 20 im Link unten) wurde Wind 2011 dadurch mit 62 Mio. und PV mit 15 Mio. EUR gefördert.

2) Der Link den sie angegeben haben enthält diese Daten überhaupt nicht. Sie meinen offensichtlich den "Ökostrombericht 2010". Dort gibt es eine Abb. 49. Tun sie aber bitte nicht so als könnte man aus dieser Abbildung genau Daten ablesen. Im „Ökostrombericht 2011 (Abb. 62)“ steht hingegen klipp und klar, dass die Windstromanlagen in Österreich mit durchschnittlichen 2005 Volllaststunden – und nicht wie sie behaupten mit 1300 bis 1500 Volllaststunden - betrieben werden.

Quelle: http://www.e-control.at/portal/page/portal/medienbibliothek/oeko-energie/dokumente/pdfs/eca_oekostrombericht%202011.pdf

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Langsam wird auch den allergrünsten Bobos klar: Zufallsstrom aus Windkraft ist unsinnig und Photovoltaik am 50 Breitengrad ist ein hirnerweichender Irrsinn.

Zu den Schwindeleien u. Betrügereien dieser hochsubventionierten u. windigen Ökostrombranche gehört es natürlich auch, dass sie ständig mit geschönten u. gefälschten Zahlen operieren.
- kein EVU u. kein ordentlicher Kaufmann würde ohne die, in diesem korrupten Ökostromgesetz festgelegten Zwangsmaßnahmen und erpresserischen Abnahmeverpflichtungen, auch nur einen Cent für diesen Zufallstrom bezahlen.
Daher sind meine Angaben über 588 Mio. Euro Subventionen für 2010 sehr wohl korrekt und kein Irrtum.

- Bei Ihren Angaben bez. Vollaststunden geht es nicht um alle sondern nur um eine ausgewählte Anzahl von 150 Anlagen u. die Engpassleistung.
Wir Stromkunden müssen aber auch alle unrentablen Anlagen ebenfalls finanzieren und daher sind auch diese Angaben von mir korrekt.
Was ja auch in der Tatsache begründet ist, dass die Gauner u. Lobbyisten schon wieder um eine Erhöhung der Förderungen anstehen.

 
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