Ich bin selber ein junger Landwirt und nachdem ich mir die Kommentare hier durch gelesen habe ,war so wie immer zusehen das es 2 Gruppen gibt.Die einen sind total für die Demonstration und die Landwirte gewesen und natürlich gibt es da den Gegenspieler der sowieso von prinzip her solche Sprüche los lässt wie :"Landwirte haben zu viel Geld / bekommen zu viele Subventionen / viel zu Große Maschinen (Was will man eigentlich damit? man könnte ja viel besser alte Diesel Schlucker fahren, aber da würde man ja auch wieder alles falsch machen, stichwort CO2 ausstoß, böse böse)".Oder das thema Selbstvermarktung wurde auch angesprochen,klar könnte man das , aber heutzutage will die Hauptbevölkerung doch garkeinen angemessenen Preis mehr für frische Ware zahlen.Warum denn, wenn man gleich um die Ecke 3 verschiedene Discounter hat bei denen man billig alles mögliche einkaufen kann?.Einem Kommentar konnte ich auch einen hauch ironie entlocken, indem es hieß das man den "Bauern" Selbstvermarktung garnicht zumuten könne, es würde den Armen ja zuviel Arbeit bereiten.Solche Leute hab ich ja am liebsten, warscheinlich totale Bürohengste die von 8-16 Uhr Arbeiten und Meckern/Beschweren als hobby haben.Solche Personen wissen garnicht das man während der Ernte Tag und Nacht arbeiten muss, oder wenn eine Kuh kalbt das man Nachts raus muss um danach zu schauen, damit im nachhinein die Bevölkerung Nahrung hat.Naja, scheiß "Bauern" wie können wir bloß die Bevölkerung ernähren.
Ich glaube es ist eine Minderheit die sich hinter solchen "bauernfeindlichen" Meldungen verschanzt. Würde mal vermuten Großstadtbewohner, Gemeinde- od. Genossenschaftswohnung, kein eigenes Auto bzw. altes Gebrauchtes. Anders kann ich mir die Anfeindungen auch nicht erklären.
Also ich find das echt ziemlich unfair. Egal welche - radikalen - Demonstranten am werken sind. Immer triffts die Einsatzkräfte. Die können am allerwenigsten dafür...
...die man gleich auf der ersten Seite sieht, sind natürlich alle betrieswirtschaftlich gerechtfertigt. Das müssen auch die verstehen, die weniger verdienen, als ein solcher Bauer an Förderungen erhält. Ja ich weiß, man produziert mit großem Verlust, den man mit den Förderungen ein bißchen abfedert. Folgendes verstehe ich aber dabei nicht ganz: Warum wirtschaftet man dann nicht so extensiv wie möglich, um gerade noch die Richtlinien zu erfüllen? So könnte man den Verlust doch noch einmal drücken. Wenn man annimmt, dass der Begriff "Bauernschläue" nicht komplett frei erfunden ist, kann man die entsprechenden Schlüsse ziehen.
ein großes feld kann man entweder mit einem riesigen traktor bewirtschaften oder mit vielen kleinen. was ist wohl die effizientere methode? egal wie groß der subventionierte traktor ist: er muss produziert und verkauft werden und benötigt regelmäßig ein service. die darin involvierten firmen und deren mitarbeiter sind die eigentlichen empfänger der subvention. (falls sie zufällig in einer dieser branchen tätig sind, oder einer der beschäftigten bei ihnen einkauft, dann profitieren sie. für den bauern sind die subventionenen reine durchlaufposten).
"Warum wirtschaftet man dann nicht so extensiv wie möglich, um gerade noch die Richtlinien zu erfüllen?" warum empfehlen sie solches vorgehen nicht ALLEN wirtschaftstreibenden? wenn dein geschäft nicht gut läuft, dann arbeite nicht härter und investiere nicht, sondern lass es vor sich hindümpeln... das schaut mir nicht nach einem erfolgsmodell aus.
Warum ich das nicht allen Wirtschaftstreibenden empfehle? Ich würde das jeder Branche empfehlen, die angeblich Verluste einfährt und dermaßen stark gefördert wird. Kennen Sie eine?
Ein bisschen Schräg, aber ich kann die gut Bauern verstehen..
Die Ursachen reichen viel weiter zurück: Sehr lange Zeit hat die EG für Agrarprodukte Garantien für Mindestabsatzpreise festgelegt - dh es kam zu Überproduktion - die Milchseen und Butterberge entstanden. Tiefster Sozialismus wie zu Sowjetzeiten. Irgendwann in 200x wars damit vorbei.
Gleichzeitig wurde mit den Subventionen eine subventionssüchtige Agrarproduktion geschaffen, die ohne ihnen uU nicht überleben kann. Deren Wegfall wäre wirklich schade, weil sie mit der Verpflichtung zu hohen und modernen Standards in der Agrarwirtschaft einhergingen.
Was muss einen Bauern dazu bewegen dass er 1000km zurückzulegt um Milch in Brüssel auf die Polizei zu schütten???? .... Wers nicht sieht dass was nicht stimmt hat ein blindes Auge !!
ändern sich... etwas was keine Gewinne abwirft ist zuzusperren, und nicht künstlich am Leben zu erhalten.
Taugen mir trotzdem die Bauern.
Aber diese Förderungen bewirken eine qualitative Abnahme der Nahrungsmittel. Es ghört ein ordentlicher Preis-Leistungs Kampf ausgetragen, mit Konkurrenz und dem ganzen Zeug.
Man kann fördern, aber in die umstellung und anschliessende Unabhängigkeit in einem rentablen Geschäft welches konkurrenzfähig ist.
aber nicht durch Förderungen in Landwirtschaft die man deswegen macht weil dann die schönen Felder nicht mehr geerntet werden, und das Landschaftsbild weg ist.
die freie Marktwirtschaft in der das Angebot durch die sinkende/steigende Nachfrage abnimmt/zunimmt ist perfekt.
Manchmal muss der Staat nachhelfen, zb wenn die Bauern arbeitslos sind, durch das AMS(das jetzige gehört abgeschafft)
Ein gesunde Mischung aus Kapitalismus und Kommunismus sozusagen.
Gesunder Egoismus gepaart mit Hilfsbereitschaft.
Hilfe muss Nachhaltig sein. Das Ziel muss sein das der hilfsbedürftige irgendwann wieder selbst gehen kann.
Die EU hat sich aus dem Milchpreis rauszuhalten. Dann werden die Milchkühe eben geschlachtet und zu Tiermehl oder Jacken verarbeitet und er stellt auf Biokarotten oder Schnaps um, oder verkauft den Hof und geht in die IT Branche, oder liegt dem AMS auf der Tasche, und scheint in der richtigen Statistik auf.
die Märkte ändern sich... etwas was keine Gewinne abwirft ist zuzusperren, und nicht künstlich am Leben zu erhalten. das ist ja der irrtum. lebensmittel dieser art gehören vom markt abgekoppelt, weil es unser essen ist, das hier in guter qualität sonst verloren geht. und ich möchte wahrlich kein amerikanisches chemielebensmittel einmal essen müssen.
Etwas was keine Gewinne abwirft muss entweder zusperren oder kunkurrenzfähig sein! Glaubst du wirklich das die heimsichen Bauern ach so gute Qualität liefern?
ich glaube es nicht nur, ich weiß es, im gegensatz zu ihnen lebe ich am land und kenne eine menge der hier so deftig und dumm kritisierten. aber es ist ja schon mode bei den postings, firmengebilde mit ihrem kurzfristigem denken auf beiden seiten zu überholen. so, wie sie hier eine meinung vertreten, muss ich ihnen jegliche ahnung über die materie absprechen.
Man sieht wieder das der Otto normalverbraucher von der Heutigen Landwirtschaft keine ahnung hat.Vielleicht solltest du dich mal erkundigen was für Auflagen man hat, z.b. bei der Milch lieferung, wenn die Milch bei der Molkerei ankommt wird sie sofort auf Hemmstoffe,Keimzahl,Zellzahl,Temperatur und sogar der Gefrierpunkt wird gemessen.Dafür wird schon gesorgt das die heimischen "Bauern" beste Qualität abliefern und das ist in Deutschland mit sicherheit Garantiert, sei es Milch, Fleisch oder sonstige Produkte.Schau mal wie das in unseren Nachbarländern abläuft, oder als beispiel Neuseeland,da wird alles in Tank gemolken was nicht bei 3 auf einem Baum ist, denen ist das egal ob die Kuh Hemmstoffe hat, die Exportieren den größten Teil ihrer Milch.Aus dem Auge aus dem Sinn könnte man jetzt sagen, sowas würde es in Deutschland garnicht geben, selbst die kleinste menge an Antibiotika würde die Molkerei in der Milch finden. Ganz davon abgesehen pflegt man heute Landwirt zu sagen.