Italienischer Investor steigt bei Aston Martin ein

07.12.2012 | 13:06 |   (DiePresse.com)

Der traditionsreiche britische Sportwagenbauer ist nicht mehr nur in kuwaitischer Hand. Ein italienischer Investor kauft einen 37,5-Prozent-Anteil.

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Der italienische Finanzinvestor Investindustrial steigt beim traditionsreichen britischen Autobauer Aston Martin ein. Investindustrial investiere 150 Millionen Pfund (185,20 Mio. Euro) und übernehme einen Anteil von 37,5 Prozent an dem Hersteller exklusiver Sportwagen, wie beide Seiten am Freitag mitteilten. Bei dem Geschäft gehe man von einem Unternehmenswert von rund 940 Millionen Euro aus, teilte der von Andrea Bonomi geleitete Fonds am Freitag mit, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Kauf müsse noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Dieser Schritt sei für das erste Quartal 2013 vorgesehen.

Zuvor hatte es mehrfach Spekulationen um mögliche Anteilsverkäufe gegeben - unter anderem hatte es geheißen, der kuwaitische Eigner Investment Dar wolle veräußern. 2007 hatte der US-Autobauer Ford die Aston-Martin-Anteile an ein Konsortium unter Führungzweier Investmenthäuser aus Kuwait verkauft: Investment Dar und Adeem Investment.

Firmensitz bleibt in Großbritannien

Investindustrial betonte, man freue sich darauf, nun gemeinsam mit Dar an der Stärkung von Aston Martin zu arbeiten. In den kommenden fünf Jahren wolle man mehr als eine halbe Milliarden Pfund in neue Produkte und Technologien investieren, hieß es von Aston Martin.

Der Firmensitz bleibe weiter im englischen Gaydon in der Grafschaft Warwickshire. Dort arbeiten 1600 Menschen. Der Luxusautobauer hatte in den vergangenen Jahren unter der weltweiten Wirtschaftskrise gelitten.

Klassische und moderne Aston-Martin-Modelle spielen unter anderem als Fahrzeuge von Geheimagent "007" in den "James Bond"-Filmen tragende Rollen.

(APA/dpa)

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1 Kommentare

Investindustrial unter Bonomi ist die größte Ratte aller Spekulanten

Bonomi ist kein Unbekannter. Er hat sich seit den 90er Jahren ein Vermögen ergaunert. Sein System ist immer das gleiche. Er kauft Traditionsunternehmen die Probleme haben.

Danach gaukelt er persönliches Interesse an deren erfolgreichen Weiterbestand vor. Das hat auch meist Erfolg, da gerade bei diesen Unternehmen viel Emotion dahinter steckt. Alle wollen ihn nun unterstützen bei seinem "ehrenhaften" Vorhaben.

Kurz danach gründet er eine Firma im Ausland, die sein neues "Paradeunternehmen" kauft. Diese Firma nimmt kurz darauf einen Kredit auf, der in der Regel das doppelte seines Kaufpreises beträgt. Dieses Geld streift Bonomi ein, und verkauft die Firma wieder an ein neugegründetes Unternehmen am alten Firmensitz.

Der Namen ist praktisch ident, lediglich die Steuernummer ist neu. Dieses Unternehmen muss nun den Kredit bedienen. Jetzt wird die Braut aufgeblasen, um sie wieder zu verkaufen. Um einen vorzeitigen Bankrott zu vermeiden, werden alle Register gezogen, um kurzzeitig die Zahlen zu pushen. Tatsächlich wird die Firma ausgeblutet. Schon bald werden Bonomis Leute um die Welt jeten, um neue Importverträge abzuschließen.
Damit verdreifachen sich die Planzahlen von Aston Martin, und ein neuer Käufer kann angelockt werden.

Am Ende bleibt ein Trümmerhaufen, und Bonomi zieht weiter.

Arme Aston Martin Mitarbeiter und Freunde. Ihr habt euch den Teufel ins Boot geholt.


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