Neues EU-Mitglied Kroatien ist nur noch Ramsch

16.12.2012 | 18:45 |   (Die Presse)

Kurz vor dem Beitritt zur Union ist das Land über die Herabstufung des Ratings auf Ramsch-Status durch Standard & Poor's erschüttert. Eventuell werde 2013 der IWF gerufen, so Kroatiens Finanzminister.

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Zagreb/Bloomberg/Apa. Im Juli 2013 tritt Kroatien der Europäischen Union bei. Viele Kroaten freuen sich ein halbes Jahr zuvor darüber, dass das Land nun als zweite ehemalige Teilrepublik Jugoslawiens die Wunden der Vergangenheit abstreifen konnte, und hoffen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Beitritt. Viele dieser Hoffnungen wurden durch die Ratingagentur Standard & Poor's am Wochenende auf den Boden der Realität zurückgeholt. Denn aufgrund der fehlenden politischen Reformen stufte S&P Kroatiens Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau herab.

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Die Probleme Kroatiens erinnern dabei an Griechenland und andere europäische Krisenstaaten: Mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes sowie geschützte Bereiche, die aufgrund des massiven Widerstands von Interessensgruppen von der Politik nicht angegangen werden, hätten zu einer geringen Beschäftigungsquote sowie dem Verlust von internationaler Konkurrenzfähigkeit beigetragen, so S&P in der Begründung für den Schritt. Wie bei anderen Ländern in der Vergangenheit ist die Ratingagentur dabei die Kritischste der „Großen Drei“. Konkurrent Fitch reduzierte kürzlich zwar den Ausblick von stabil auf negativ, ließ das Land aber noch auf der untersten Stufe, knapp über Ramschniveau.

 

Keine Kürzungen im staatlichen Bereich

„Die Regierung wird daher ernsthaft eine Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds überlegen“, sagte Kroatiens Finanzminister Slavko Linić in einer ersten Reaktion. Für Anfang 2013 geplante Anleihenauktionen außerhalb des Landes sollen nun abgesagt werden, da Kroatien Angst vor stark steigenden Zinsen hat. Zuletzt mussten die Kroaten rund 4,5 Prozent für ihre zehnjährigen Bonds bezahlen. Wenn Anleihen begeben werden, dann nur innerhalb des Landes „in Zusammenarbeit mit der Zentralbank“.

Auch das beschlossene Budget für 2013, das eine Verschuldung von 3,1 Prozent des BIPs vorsieht, müsse neu überdacht werden. Laut Linić soll es aber weder bei Pensionen, noch bei Gesundheitsleistungen oder Gehältern im öffentlichen Bereich Kürzungen geben. Dies würde zu einer „Verarmung vieler Menschen“ führen, so Linić. Stattdessen wolle Kroatien die grassierende Schwarzarbeit eindämmen.

Ohne Kürzungen werde Kroatien aber nicht auskommen, glaubt Ljubo Jurčić von der Wirtschaftsuniversität Zagreb. Sowohl bei Pensionen als auch Gehältern müsse gespart werden, sonst sei das Budget „nicht haltbar“. Zurzeit liegt die Staatsverschuldung in Kroatien bei 55 Prozent des BIPs.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.12.2012)

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64 Kommentare
 
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*** "Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang." ***


Nestroys hat sich geirrt. Nicht die Welt geht bald unter, sondern die EU – und das ist gut so!!

dem Spindelegger konnte der Beitritt

Kroatiens doch gar nicht schnell genug gehen.

dem Spindelegger konnte der Beitritt

Kroatiens doch gar nicht schnell genug gehen.

(*) dann fügt sich Kroatien

hervorragend in eine Reihe mit Griechenland, Spanien, Portugal und Co ein.

Willkommen Kroatien, denn dann kommt das Ende der EU immer näher!!!

*

Ramsch-Status

(besonders der EU-spitzen) ist EU-Beitrittsvorausetzung.

Der EU-Beitritt ist ohnehin das Ende Kroatiens,

weil Kroatien der Tourismus abhanden kommt. Genau das wird passieren, die Deutschen warten schon mit gefüllten Geldtaschen auf die schönsten Strände), den Rest greifen die Slowenen ab.

Die Kroaten werden genau so dämlich schauen, wie die Tiroler Bergdörfler, als ihnen die Preissen nach 95 ein "Domizil" nach dem anderen in die Landschaft knallten.

Re: Der EU-Beitritt ist ohnehin das Ende Kroatiens,

UND der EU!

und dann beginnen wir von vorne!

Ein gewaltiger

Zugewinn! Und wo sind nun unsere ÖVP-Heinis, die uns da hineintheatert haben?

Eigentlich haben alle Balkanstaaten

ihre kommunistische Vergangenheit nicht überwunden. Auch Slowenien ist von den alten Verkrustungen eingeholt worden.
Und zu glauben, dass sie EU ihre Probleme lösen wird, war immer schon Illusion!

Passt genau in die EU

Vielleicht sollen wir vorab schon mal ein paar Milliarden schicken, das ist besser für die "Eintritts-Statistik"

??? kriegens wie jedes andere Beitrittsland

doch eh schon längst.Schließlich müssens ja zur EU-Reife aufgepäppelt werden.

13

Willkommen Pleite-Staat, willkommen zukünftige Sozialfälle und willkommen neue Steuern und Abbau von Bürgerrechten


ich fürchte mich

jeden tag aufs neue, zeitungen, zib, internet, zu konsumieren.
sind alle politiker wirklich so vertrottelt uns derart in die scheisse zu treiben ?


Re: ich fürchte mich



..... j a....!!!!!

Re: ich fürchte mich

Das hat nichts mit Dummheit zu tun sondern mit Vorsatz!
Hochverrat für einen Judaslohn.

Re: Re: ich fürchte mich

wenn es so ist wie sie sagen, müssen wir endlich handeln und sie zum ams schicken.

spanische Fliege

"Die Regierung in Paris fürchtet ein Übergreifen der Spanien-Krise auf Frankreich. Weil eine Spanien-Rettung die Märkte von Frankreichs Problemen ablenken könnte, drängen die Franzosen die Spanier auf einen raschen Bailout. Diese ziehen es vor, einfach ihre Rechnungen nicht mehr zu bezahlen."

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/48890/

Ja, wofür denn auch bezahlen wenn das sowieso die Schuldenunion übernimmt?

kein Problem!

Mazedonien, Serbien und Albanien werden das wieder ausgleichen ...

Dann passens ja eh in die EU!


Natürlich würde die FPÖ eine bessere und vor allem ordentlichere Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik machen...

Mit welchen Ländern würden denn diese blauen Topversager mit Bierdunstvisionen eigentlich die tollen Geschäfte machen und dadurch für blühende Zeiten für die Wirtschaft und die Finanzen sorgen?

Aber ist eh klar: Die ganze Welt wartet ja auf die tollen Geschäftsmethoden der FPÖ mit ihrer tollen Hausbank Hypo-Alpen-Adria!




Re: Natürlich würde die FPÖ eine bessere und vor allem ordentlichere Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik machen...

Frau Schmidt und die Kommunalkredit
machens besser?

Re: Natürlich würde die FPÖ eine bessere und vor allem ordentlichere Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik machen...


Um diese Zeit schon vollgekifft?


Schöner, kultivierter Diskussionsbeitrag à la FPÖ

So ungefähr wie dieser Beitrag würde garantiert auch die Wirtschafts- und Finanzpolitik der FPÖ ausschauen. Dumm und primitiv!


wie war das mit den rating agenturen?

ich warte ja bis einer der 3 agenturen dann 2013 österreich ein ramsch niveau hin knallt - die zeichen stehen gut . mal sehen was fayman und co dann von sich geben. ich rate mal: wir brauchen keine ratring agenturen - gabs die eigentlich in den 80gern ?
wie auch immer ist der inhalt der kroatien situation richtig eu beitritt hin oder her - glaube nicht das das für den einen oder andrer zumindest 2013 was ändern wird.

Doch kein Problem, oder?

Der ESM steht eh bereit! Wir zahlen GERNE.

Re: Doch kein Problem, oder?

Scheiß EU!

 
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