EU: Banken beanspruchten 1,6 Billionen Euro Staatshilfe

21.12.2012 | 14:32 |   (DiePresse.com)

Die EU-Kommission genehmigte zwischen 2008 und 2011 Staatshilfen im Umfang von 5 Billionen Euro für die Finanzbranche. 13 Prozent der Wirtschaftsleistung der EU wurden beansprucht.

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Die europäischen Banken haben von Oktober 2008 bis Ende vergangenen Jahres insgesamt 1,6 Billionen Euro an staatlichen Beihilfen beansprucht. Dies entspricht 13 Prozent der Wirtschaftsleistung der EU, wie aus dem am Freitag von der EU-Kommission veröffentlichten Beihilfenanzeiger hervorgeht. Zwei Drittel der Bankenhilfen wurden demnach in Form von staatlichen Garantien für Kredite zwischen den Banken gewährt.

Der Gesamtumfang der von 2008 bis zum 1. Oktober 2012 von der EU-Kommission für die Finanzbranche genehmigten Beihilfen betrug 5,0589 Billionen Euro, was 40,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der EU ausmacht. 2011 billigte die EU-Kommission weniger neue Beihilfen zur Unterstützung der Finanzbranche. Sie machten im vergangenen Jahr 714,7 Mrd. Euro aus.

Großbritannien, Irland und Deutschland

Mehr als die Hälfte des gesamten Banken-Beihilfenvolumens entfielen auf drei Länder: Großbritannien (19 Prozent), Irland (16 Prozent) und Deutschland (16 Prozent). Von den von den Finanzinstituten beanspruchten 1,616 Bio. Euro wurden 1,174 Billionen Euro für Liquiditätsmaßnahmen gewährt. Der Rest entfiel auf Hilfen zur Stützung der Solvenz von Banken, Rekapitalisierungsmaßnahmen und zur Entlastung wertgeminderter Vermögenswerte.

Die staatliche Unterstützung für die Realwirtschaft infolge der Krise ging nach Angaben der EU-Kommission 2011 gegenüber 2010 um mehr als die Hälfte zurück und machte 4,8 Mrd. Euro aus. Dies zeigt nach Angaben der EU-Kommission eine geringere Inanspruchnahme und die Sparzwänge der EU-Staaten.

Nicht durch die Krise bedingte Staatsbeihilfen sanken 2011 auf 64,3 Milliarden Euro, teilte die Kommission weiters mit. Der Schwerpunkt habe sich auf weniger wettbewerbsverzerrende Bereiche wie Forschung und Innovation, Umweltschutz und Risikokapitelförderung für kleine und mittlere Unternehmen verlagert.

(APA)

 
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21 Kommentare
Alpha3
21.12.2012 18:25
1

Das ist superbilig - und diverse Spulantinnen sitzen diversen

supertollen Regierungen.

Frigidaire
21.12.2012 17:42
4

das sind ca. 3.2000,-- pro EU-Bürger

Warum sollten die Banker sorgsam umgehen mit dem ihnen anvertrauten Geld? Sie sind darauf aus, sich selbst zu bereichern und Boni zu kassieren, und wenn's in die Hose geht, haben sie keinerlei Konsequenzen zu befürchten. Den angerichteten Schaden begleichen die Steuerzahler - immer und immer wieder. Da kann es keinen Lerneffekt geben, ausser: weitermachen und weiterkassieren! Solange das System es zulässt - und dafür ist die Politik verantwortlich!

Antworten Dagobert
21.12.2012 19:21
1

Re: das sind ca. 3.2000,-- pro EU-Bürger

Rechnen sie nochmal ;-)

Antworten Antworten Frigidaire
22.12.2012 09:09
0

Re: Re: das sind ca. 3.2000,-- pro EU-Bürger

1.600.000.000.000 / 500.000.000 = 3.200


Antworten Antworten Antworten Dagobert
22.12.2012 10:39
1

Re: Re: Re: das sind ca. 3.2000,-- pro EU-Bürger

Mein Fehler. Ich las 32.000,--.
Obwohl mich das auch nicht mehr erschreckt hätte.......

Antworten Antworten Antworten Antworten Frigidaire
22.12.2012 10:56
2

Re: Re: Re: Re: das sind ca. 3.2000,-- pro EU-Bürger

Ich hab' mich bei den vielen Nullen (ich meine jetzt nicht die Banker :-) um eine Null vertippt - pardon! Aber der Tausenderpunkt war richtig gesetzt.

3.200,-- pro EU-Bürger - ab dem Babyalter!

Beängstigend, wie uns die Banken aussaugen und erpressen...

news2
21.12.2012 17:35
2

für die finanz- und geldeliten gabs in der eu 5 Billionen(5000 Mrd.euro) euro Steuergelderhilfen. für die realwirtschaft 4,8 mrd.. das sagt alles über die eu/euro bankenzockerkrise aus

Großbritanniens Außenminister Hague hat die Euro-Zone als "brennendes Haus ohne Ausgang" bezeichnet. "Es war Wahnsinn, dieses System zu schaffen, jahrhundertelang wird darüber als eine Art historisches Monument kollektiven Wahnsinns geschrieben werden", sagte der konservative Politiker in einem Interview mit dem konservativen Polit-Magazin "The Spectator".aus:http://www.spiegel.de/politik/ausland. lt.medien haben die briten ihre botschaften in den euroländern angewiesen-notfallspäne für evakuierungen der eigenen bürger vorzusorgen. der zusammenbruch der eu u.des euro wird mit unruhen u.sozialen konflikten einhergehen, so die briten.
was wird wirklich passieren in dieser eurozone? es wird zeit, dass man den europäischen bürgern über diese katastrophale banken/u.eurosituation die wahrheit sagt-warum wurden die casinobankenmärkte nicht schon vor drei jahren reguliert u.entschärft? warum haben die politiker in der eu nichts getan um die zeitbomben banken und finanzmärkte zu entschärfen? warum werden diesen badbankermärkten für ihr totalversagen weiter billionen zur verfügung gestellt? warum hat die eu u.die politik zugelassen, dass diese von den steuerzahlern geretteten bankenmärkte nun die sozialstaaten ruinieren können? der massive sozialabbau bei den asvg invaliden- u. asvg pensionen durch die FaymannSPÖ wird immer rücksichtsloser. Und die fatalen folgen der jugendarbeitslosigkeit in der EU kosten heute schon 154 mrd. euro. der sozialer frieden in europa ist gefährdet.

naehich
21.12.2012 17:27
2

Wenn wir alle zusammenlegen ...

Sozialversicherung und Pensionssystem noch mehr plündern, Forschungs- und Bildungsbudget noch mehr einschränken dann schaffen wird das - ganz ohne Vermögenssteuern, ganz ohne den Billionen die in Steueroasen am Fiskus vorbei gebunkert werden und ganz ohne Finanzgeschäfte und vor allem OTC Transaktionen ordentlich besteuern zu müssen!

cb745
21.12.2012 17:17
2

und welche überraschung unser geld geht vor allem nach deutschlan und gb

und da gibt es leute die uns erzählen dass merkel die rettung ist dabei ist sie das absolute gegenteil

Frigidaire
21.12.2012 17:11
0

Wieviel Euro sind das pro EU-Bürger?

Das sind knapp 3.200,-- von jedem EU-Bürger! Warum sollten die Banker sorgsam umgehen mit dem ihnen anvertrauten Geld? Sie sind auschließlich darauf aus, sich selbst zu bereichern bzw Boni zu kassieren, und wenn's in die Hose geht, haben sie keinerlei Konsequenzen zu befürchten. Den angerichteten Schaden begleichen die Steuerzahler - immer und immer wieder. Da kann es keinen Lerneffekt geben, ausser: weitermachen und weiterkassieren! Solange das System es zulässt - und dafür sind die Politiker verantwortlich!

Emil Huber
21.12.2012 17:08
3

Wer bezahlt das?

Jeder Bürger!

A.) durch höhe Inflation
B.) Gleichzeitig durch niedrige Zinsen (Was in der Praxis einer Geldentwertung gleich kommt)

Beamte in Österreich 0 Lohnrunde
Pensionisten in Österreich + 0,8%
Politiker in Österreich +1,8%
Beamte in Brüssel + 5,8%
Asylwerber in Österreich +17%


Antworten sollstaatsdiener
23.12.2012 10:48
0

Re: Wer bezahlt das?

so wie sie macht nur die fp falschen wind mit falschen zahlen.
die poltikergehälter wurden ein paar jahre nicht angehoben, also real schon lange ein minus. zum beispiel.
und dass das geld für die asylwerber angehoben wurde, ist ja auch nur darin begründet, weil sie bisher viel zu wenig bekamen.
und sie sind der zweite, der schreit, wenn jemand (ja, das ist falsch) sie bestiehlt, weil er einfach zu wenig bekommen hat.

Antworten banken-volksbegehren
21.12.2012 19:09
0

Also über Zinsen gäbe es etwas Wichtiges zu wissen...

http://www.neopresse.com/finanzsystem/zinskritik-der-reinen-vernunft/

Mara Brandt
21.12.2012 17:00
3

Banken beanspruchten 1,6 Billionen Euro Staatshilfe

Diese selbsternannten Welt-Eliten - die Bank-st-er - können nicht wirtschaften, haben selber aber stets kräftig in die Töpfe gegriffen, weil es für sie selber NIE genug war, während die von ihnen geführten Institute bank-rotttttierten.

Dieses Finanz-System und seine Eliten sind am Ende.

CHANGE NOW!!!!!

Fintofanto
21.12.2012 16:52
5

Dieses Spiel mag für einige Bonzen ganz lustig sein,


es kann aber schon auf mittelfristiger Basis nicht unbegrenzt weiter gehen. Schnallen wie uns an: 2013 wird ein interessantes Jahr...

mecreant
21.12.2012 16:06
14

"für die Finanzbranche genehmigten Beihilfen betrug 5,0589 Billionen Euro, was 40,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der EU ausmacht. "

no comment....

Antworten PVProfi
21.12.2012 17:26
0

Re: "für die Finanzbranche genehmigten Beihilfen betrug 5,0589 Billionen Euro, was 40,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der EU ausmacht. "

trotzdem typische apa statistik. hilfsgeld von drei jahren wird mit bip aus einem jahr verglichen. eig. sind es "nur" um die 10%

taxxan
21.12.2012 15:55
2

wen interessiert das

die banken werden immer geld bekommen, weil der mittelstand hirnlos ist

washBurn
21.12.2012 15:25
13

das bedeutet im Klartext

die, mit Steuergeld, geretteten Banken gehören zum Teil den Bürgern Europa's. Wann werden diese wieder Gewinn abwerfen?
Oder handelte es sich um Geschenke aus des Steuerzahlers Taschen (Taschendiebstahl ;-) ?

buhbuh
21.12.2012 14:55
3

wer redet da von Jugendarbeitslosigkeit ?


sollstaatsdiener
21.12.2012 14:46
13

was wäre...

... passiert, wenn WIR nicht den banken die hilfen gegeben hätten, sondern dem einzelnen bürger?

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