Wirtschaft 2012: Die meistgelesenen Geschichten

21.12.2012 | 20:15 |   (DiePresse.com)

2012 war ein turbulentes Wirtschaftsjahr: Gleich zu Beginn verlor Österreich sein AAA, in der Folge interessierte unsere Leser vor allem die Eurokrise.

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Jahresrückblicke gibt es viele. Doch was hat die Leser wirklich interessiert, welche Themen haben sie am stärksten beeindruckt. DiePresse.com hat die zehn meist gelesenen Wirtschaftsartikel des Jahres 2012 ermittelt und möchte diese ihren Lesern nicht vorenthalten. Begeben Sie sich auf eine kurze Zeitreise und erinnern Sie sich zurück, was heuer passiert ist:

Platz 10:

Inflation: "Preisanstieg ist beängstigend"

Im März warnte das IV-nahe Wirtschaftsforschungsinstitut Eco Austria: Sollten auf hohe Inflation auch in Zukunft automatisch höhere Löhne folgen, würde dies Arbeitsplätze kosten.

Platz 9:

Top-Ökonomen warnen: "Wir sitzen in der Falle"

Im Juli warnte der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn mit anderen namhaften Kollegen vor den Gefahren der geplanten Bankenunion. Er startete einen Appell an die deutsche Kanzlerin.

Platz 8:

Hans-Werner Sinn: „Euro ist in Explosion begriffen“

Und wieder der deutsche Ökonom. Sinn sah im April keine Alternative zum Euro-Ausstieg Griechenlands. Er sah den Frieden in Europa in Gefahr: "Aus Nachbarn wurden Gläubiger und Schuldner", sagte er.

Platz 7:

UBS-Studie: Österreich sieht alarmierend schwach aus

Im August warnte die Großbank UBS: Das reale, verfügbare Einkommen in Österreich sei seit dem Jahr 2000 um bis zu 35 Prozent gefallen. In Euro-Problemländern wie Griechenland sehe die Situation aber ganz anders aus.

Platz 6:

"Wenn Deutschland Euro verlässt, sind Probleme gelöst"

Im September sah Großinvestor George Soros für Deutschland nur zwei Optionen: Akzeptiert eine höhere Inflation oder steigt aus dem Euro aus. Wenn die Politik so weitermacht wie bisher, drohe das Ende des Euro und der EU.

Platz 5:

Grieche ohne Einkommen überweist 25 Millionen Euro

Im Juli veröffentlichte eine Athener Zeitung eine Liste, die vorgeblich arme Griechen erfasste, die hohe Summen ins Ausland überwiesen hatten.

Platz 4:

Das Geheimnis um Österreichs Gold

Bis April wusste nur die Nationalbank, wo die österreichischen Goldreserven lagern. Erst im November wurde das Goldgeheimnis gelüftet (mehr dazu...).

Platz 3:

Finanzsystem: Tage der Wahrheit

Notenbanker und Politik warnten vehement vor den "unabsehbaren Folgen" einer griechischen Pleite. Im März wurde der Zahlungsausfall des Eurolandes Realität. Steht der Finanzcrash 2.0 vor der Tür, fragte "Die Presse".

Platz 2:

S&P: Österreich und Frankreich verlieren AAA

Am 13. Jänner entzog die Ratingagentur Standard & Poor's Österreich und Frankreich das Triple A. Der Ausblick wurde auf "negativ" gesenkt. Insgesamt wurden mit einem Schlag neun Euroländer herabgestuft.

Platz 1:

Geldsystem: Das Endspiel nimmt Form an

Im Jänner berichtete "Die Presse" davon, dass die Gelddruckprogramme der Zentralbanken immer größer werden. Laut Credit Suisse könnte die EZB bis zu zehn Billionen Dollar in den Markt pumpen, um Zeit für das Finanzsystem zu kaufen.

 

(Red.)

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3 Kommentare

Und interessant

Und interessant war es noch, dass wir erfahren durften, dass die Banken insgesamt 1,6 Billionen Euro von den Staaten erhielten, die Banker zur gleichen Zeit weiter kräftig in die Töpfe griffen und ungeniert Boni kassierten und die Schuld am eigenen Versagen hinterher den Staaten in die Schuhe schoben. So sind sie, die selbsternannten Eliten der Gegenwartszeit....!!

Re: Und interessant

Manche haben offen sichtlich ein Problem mit der Wahrheit. Im Übrigen habe ich die Info aus der "Presse" ;--==))

Danke für die roten Stricherl ;-)))))))

Peinlich, peinlich

... was die Presse heuer an Wirtschaftsartikeln produziert hat. Der Wirklichkeitsbezug ist da im Umfeld der eingebildeten 'Euro-Krise' gänzlich abhanden gekommen. Hoffentlich zeitigt im nächsten Jahr die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsblatt Früchte.

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