20.06.2013 02:18 Merkliste 0

Steuerflucht: Putin übergibt Depardieu russischen Pass

06.01.2013 | 09:26 |   (DiePresse.com)

Der französische Schauspieler Gerard Depardieu ist nun offiziell Russe. Bei einem Treffen im Kurort Sotschi erhielt er vom russischen Präsidenten Vladimir Putin seine Dokumente.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem französischen Schauspieler Gerard Depardieu nach der Verleihung der russischen Staatsbürgerschaft persönlich einen russischen Pass übergeben. Bei einem Treffen im Kurort Sotschi am Schwarzen Meer habe der Präsident dem Künstler das Dokument mit dem Doppeladler auf der Vorderseite ausgehändigt, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag der Agentur Interfax zufolge.

"Der Präsident hat mit Herrn Depardieu über dessen weitere künstlerischen Pläne und eine Reihe weiterer Fragen gesprochen", sagte Peskow. "Anlässlich des Aufenthalts wurde ihm der russische Pass übergeben."

Die Männer hätten sich am Vortag zu einem Essen in Putins Residenz in Sotschi getroffen, dem Veranstaltungsort der Olympischen Winterspiele 2014. "Beide haben auch über den Film "Rasputin" gesprochen, der bisher nicht in Russland zu sehen war", sagte Peskow.

Inmitten eines Streits von Depardieu mit der französischen Regierung um hohe Steuern hatte Putin dem 64 Jahre alten Schauspieler ("Asterix und Obelix") vor wenigen Tagen per Dekret die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Zuvor hatte der Filmstar im Streit mit der französischen Regierung um hohe Steuern ein Haus in Belgien gekauft, um weniger Abgaben zahlen zu müssen. Putin hatte Depardieu bei einer Pressekonferenz am 20. Dezember halb im Scherz einen russischen Pass angeboten. Die Affäre sorgt in Frankreich für Unmut.

(Red./APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

176 Kommentare
5 1

O.K. ?

Ich sehe keinen relevanten Punkt. Er war - aus welchen Gründen auch immer - erfolgreicher als die Konkurrenz. Leistung muss honoriert werden. Wenn das nicht mehr oder nur noch eingeschränkt der Fall ist, dann geht es ganz schnell abwärts mit der Gesellschaft - siehe Frankreich.

Re: O.K. ?

seltsame gesprächskultur ich rede über obelix und mir persönlich gehts ziemlich gut. schön das er nicht alles versoffen hat. seine leistungen wurden wohl auch honoriert. mit der argumentation sollten alle vorstände nächstes jahr 20 mio verlangen warum auch nicht.

5 1

Schön zu mitanzusehen, einfach nur schön!

Ja, wahre Freundschaft gibt es nur unter Männern.

Depardieu hat kulturell großartiges für Frankreich geleistet..


..und hat bislang auch noch 145 Millionen Steuern in Frankreich gezahlt.

Also was muss man in Frankreich noch alles tun, um vom Premierminister nicht als "schäbig" bezeichnet zu werden? Genau dies ist nämlich passiert, und es gibt keinen Grund, warum Depardieu das nicht sehr persönlich nehmen sollte.

Anständige Bürger werden von höchster Regierungsstelle öffentlich gemobbt, weil sie mehr Erfolg haben als andere -- so sieht das Weltbild der Sozialisten aus.

Im Übrigen hat Depardieu im Jahre 2012 85% Steuern auf sein Einkommen bezahlt -- wie weit ist das überhaupt noch von staatlicher Enteignung entfernt?

die 85%

wären wahrscheinlich für ihn auch kein Problem, wenn das Geld auch wirklich bei den sozial Bedürftigen landen würde, und nicht bei den Nadelstreif Pseudo Linken.

Re: die 85%


Wenn man so viel verdient, dass man einiges zur Seite legen kann, muss man hinterher auch noch Vermögenssteuern abführen.

Depardieu befürchtete nun, nach der in Aussicht gestellten Steuererhöhung auf 75% noch mehr als die bisherigen 85% abführen zu müssen. Tatsächlich haben Spezialisten errechnet, dass unter besonderen Umständen die Abgabenlast gar auf über 100% ansteigen könnte.

Depardieu ist Unternehmer, beschäftigt 80 Mitarbeiter, und muss schon deswegen kaufmännisch denken.

Das Gesetz mit den 75% Steuern wurde vorerst wieder einkassiert, aber da war der (Hinkel-)Stein mit Depardieu bereits ins Rollen geraten.

Re: Re: die 85%

eine antwort ist das nicht. schön das sie wissen was er befürchtet. nochmals wollen sie erzählen er zahlt von 1 mio einkommen 850000 steuer und es bleiben im 150000? sagen sie ja oder nein.

Re: Depardieu hat kulturell großartiges für Frankreich geleistet..

sei meinen er hätte vom ersten bis zum letzten euro 85% gezahlt? sagen wir er verdient 1 mio im jahr dann bekommt er netto 150000. wollen sie den stiefel wirklich verbreiten.

Notre-Dame Besetzung als Protest gegen die Gier

Wie der grenzenlosen Gier Solidarität lernen?

Nun wird es Zeit, gegen Gier ein Zeichen zu setzen und sich zu solidarisieren. Darin sind französische Bürgerinnen sich einig. Sie fordern von der Gier einen kleinen, gerechten Anteil ein, die sie vorher auf fragwürdigen Wege bekommen haben. Das ist nur gerecht.

Nun braucht es Bewusstseinsbildung. Was eignet sich dazu besser, als sich Notre-Dame zu schnappen, und dort solange auf die Anliegen aufmerksam zu machen, bis die letzte Bürgerin ihre Solidaritätsabgabe geleistet hat?

Depardieu ist gierig. Er ist nicht bereit einen gerechten kleineren Beitrag abzugeben. Er will alles haben ohne zu teilen. Ein richtiger Egoist eben.

Solidarität wird immer wichtiger, darin sind Bürgerinnen sich einig. Es benötigt eine neue - moderne Form von Abkommen, die es Gier nicht länger ermöglichen, vor der Verantwortung zu stehlen.

Erste Reformen werden bereits bei der elitären Bürgerlichen Schicht diskutiert. Die Lösung ist einfach. Nur wer seine Solidaritätsabgabe geleistet hat, kann reisen. Ohne Solidarität keine Freiheit, darin ist die Französin sich einig.

Nun gilt es, dieses moderne Erfolgsmodell so rasch als möglich auch auf Österreich zu übertragen.

Re: Notre-Dame Besetzung als Protest gegen die Gier

Mit solchen Leuten ihnen diskutiere ich öfter, die das Wort Gier vollkommen falsch auslegen.

Das Prinzip der Einigkeit (Kommunismus) hat damals nicht funktioniert und wird auch nie wieder funktionieren. Menschen sind unterschiedlich; es gibt fleißige und faule. Die Fließigen übermäßig zu bestrafen, ist der Gipfel der Dummheit.

Aber in der Geschichte wurden schon viele Fehler gemacht ...

7 0

Re: Notre-Dame Besetzung als Protest gegen die Gier

HERRLICH ERFRISCHEND!

Wenn jeder nur mehr nörgelt, debattiert, verteilt, bezieht, beneidet - ja dann ist die Gesellschaft garantiert gesund. Und die Leistungsträger, die Gewinne erwirtschaften um eben überhaupt Geld für Steuern zur Verfügung zu stellen (hoppla, das braucht man auch?) - die braucht doch keiner! Nein, die gehören kontrolliert, besteuert, enteignet, reguliert, gemobbt, gerichtet, nochmal besteuert, ent-konsumiert, entmündigt, vergewerkschaftet, tarifiert, verabgabt und nochmal besteuert,....

Re: Notre-Dame Besetzung als Protest gegen die Gier

Sie sollten nach Kuba oder Nordkorea auswandern- bzw. eine Zeitreise in den realen Sozialismus der DDR und anderer Warschauer Pakt Staaten antreten. Den Führungskadern gehts dort prächtig- der Bevölkerung gehts weniger gut. Lesen Sie mal George Orwells "Animal farm".

2 0

Das ist eine Satyre.


3 21

Den franz. Pass aberkennen!

Herrn Depardieu nach Russland deportieren! Fertig!

Österreichische Form von Privatwirtschaft

Unser Lagerarbeiter hat voriges Monat 100.-- Euro Gehaltserhöhung
bekommen. Laut unserem Chef kostet ihm das um 31% mehr also 14 mal jährlich 131.- Euro(und das sind nur die staatlichen Abgaben, die staatlich verordnete aufwendige Lohnverrechnung u.a. ist da nicht dabei) . Damit er dem Mann die 100.- Euro brutto bezahlen kann, muss er im Geschäft die 131.-- Euro plus 20% Mwst einnehmen, d.h. das er vom Kunden 157.-- Euro kassieren muss. Der Arbeiter erhält davon netto 47.-- Euro. 110.-- Euro von dieser Lohnerhöhung kassiert unser Staat. Wenn nun dieser Arbeiter wieder einkaufen geht muss er auch die Steuern und Abgaben wieder mitbezahlen. Bei Selbstständigen verhält sich das Ganze auch so.
Aber es gibt anscheinend keinen Politiker der nicht noch mehr Staat möchte.
Übrigens der Lagerarbeiter ist ein wenigverdiener.
Und das grauslichste an dem ganzen ist da noch, dass unser Staat mit dem Geld nicht auskommt und seine Bürger schlimm verschuldet.

Re: Österreichische Form von Privatwirtschaft

Das schockt mich auch : die Verschuldungsrate gemessen am BIP steigt und steigt. Break-even-Point bei 90 %. Zur Zeit über 70 %. Dann griechische Verhältnisse.

Oder ist ein Staatskonkurs Teil der Kapitalismus??

Re: Österreichische Form von Privatwirtschaft

Ihr Untrnehmen ist ein Lagerunternehmen?
Kein Kunde zahlt den Lagerarbeiter, sonst. 100 € sind nur Teilkosten der Summe der Arbeitnehmer-Abrechnung. Also muss er mehr einnehmen.

3 10

Re: Österreichische Form von Privatwirtschaft

Hätten Sie die 100 Euro Lohnerhöhung erhalten täten Sie uns hier nicht auf diese dümmliche Art & Weise belehren.

Re: Re: Österreichische Form von Privatwirtschaft

Es ist keine Belehrung, es ist ein Beispiel über die österreichischen Steuer und Sozialversicherungsabgaben die praktisch jeden Selbstständigen, jeden Arbeiter und Angestellten treffen.

4 0

Niveau: N-I-V-O

Sie wollen dem Herren also sagen, dass das Niveau seines Beispieles niedrig ist? Und Ihnen ist nichts Besseres eingefallen als ihn als Neider hinzustellen und den Kommentar als dümmlich zu bezeichnen?

0 0

Re: Niveau: N-I-V-O

So sieht's aus!

Re: Re: Niveau: N-I-V-O

Ja lieber Krash, na anscheinend sind Sie viel gescheiter als ich je sein werde, oder vielleicht bilden sie sich das auch nur ein.
Aber vielleicht können Sie mir erklären was falsch an meinem Betrag war.

1 0

Re: Re: Re: Niveau: N-I-V-O

Ich bezog mich lediglich darauf, dass doch eh jeder Österreicher weiß, dass die Lohnnebenkosten eine Frechheit sind. Ebenso könnte ich Anführen, dass auf einen Liter Sprit in etwa 55% oder sogar 60% Steuern kommen und sich deshalb der Staat jedes Mal kräftig freut, wenn die Minirealölkonzerne die Preise anheben. Aber wozu? Weiß doch eh jeder Österreicher. Konstruktiv wäre gewesen, wenn Sie einen Lösungsvorschlag an Ihr Beispiel angehängt hätten.

In jeder Hinsicht lustig

1. Depardieu ist selbst Linker - wenns ans eigene Eingemachte geht, hört sich G'spaß allerdings auf...

2. Die Linken und ihr Tellerrand - dieses schamlose Erhöhen der Steuern führt lediglich dazu, dass die Leute gar nichts mehr bezahlen wollen und davonlaufen - simple Überlegung der Linken: Na, dann bauen wir halt einen Eisernen Vorhang, dann können sie nicht mehr davonlaufen oder, was man auch schon oft hier von den Löwlstraßlern gehört hat, weil sie dieses Argument ja kennen: Grundstücke können nicht davonlaufen, also muss man die Grundsteuern drastisch erhöhen - obergewitzt sozusagen. Aber alle Überlegung geht nur bis zum Tellerrand. Die Konsequenzen sind solange egal, bis das Land bankrott geht. Schuld sind sowieso die anderen...

3. Wir erleben somit eine inverse Situation: Heutzutags muss man nach Sibirien auswandern, wenn man in Freiheit leben will. Wer hätte das je gedacht?

1 0

die Grundsteuern drastisch erhöhen

Das trifft dann aber jeden. Nicht nur den reichen Großgrundbesitzer, sondern auch der kleine Mieter in einer Zinskaserne wird mehr zahlen können, denn dann werden halt die Betriebskosten bei der Mietabrechnung erhöht!

17 0

Recht hat er - ist eine reine Notwehr gegen rotes Raubrittertum! 75 % abzucashen ist schlichtweg irre!!


quidquid agis, prudenter agas et respice finem

offenbar kein Grundsatz von Monsieur François Hollande ...

Re: quidquid agis, prudenter agas et respice finem

... jedoch auch von Monsieur D. nicht...

1 27

solchen Staatsverrätern

..würde ich sofort die Staatsbürgerschaft entziehen.
Soll doch dieser Fettsack einen korrupten menschenverachtenden Freund eines syrischen Massenmörder um den Hals fallen.
Den Überzeugten Franzosen wird er kein großer Verlust sein.

12 1

Re: ..würde ich sofort die Staatsbürgerschaft entziehen

Nicht erforderlich, er hat sie bereits freiwillig zurück gelegt.

Aber eventuell könnten Sie noch einen Verein für ein Einreiseverbot in die EU starten? Z.B. mit Zielrichtung für ein neues EU-Gesetzes, wonach man nicht mehr die Staatsbürgerschaft wechseln darf?

Dann würde sich diese EU eventuell weniger mit so wichtigen Themen wie Lampen und Wasserhähnen beschäftigen? (Ironie Ende)

0 5

wieso,hat er dem Putin schon in die Ecke gepinkelt ?


20 0

Re: solchen Staatsverrätern

Stellen Sie sich vor man würde Ihnen 75% ihres Einkommens wegnehmen was würden Sie machen ?
Aber es war eh schon alles da,zu Beginn des 20 Jahrhunderts sind viele Russen nach Frankreich geflohen. Zu Beginn des 21Jahrhunderts fliehen die Franzosen vor den Roten nach Russland.
Ist schon eine Ironie der Geschichte, lieber Genosse.

20 0

Re: solchen Staatsverrätern

Also Ihrer Meinung nach definiert sich ein guter Patriot über die Bereitschaft sich vom Staat "aussackeln" zu lassen. Oder sind Sie nur neidisch weil Sie zuwenig Geld haben, um das Gleiche zu machen?
Ich verstehe Depardieu voll und ganz und wenn ich könnte, würde ich das auch tun!

Die Diskussion um Steuern ist sinnlos, solange es

nicht mal von den Reichen bestritten wird, dass die Umverteilung von unten nach oben weitergeht. Offensichtlich haben viele Wohlhabende die Möglichkeiten dem Zahlen von Steuern aus dem Weg zu gehen bzw. haben sie Einkommensquellen die derart exorbitant sind, dass selbst nach dem Zahlen der Steuern sehr viel übrig bleibt.
Solange die Reichen immer Reicher werden stimmt etwas mit dem System nicht. Wenn die unterste Schicht immer größer wird und in den Industrieländern die reichsten 10% manchmal schon mehr als 60% des Privatvermögens akkumulieren, dann stimmt etwas nicht. Viele Menschen selbst in einem reichen Land wie Ö können im Winter nicht mehr ausreichend heizen. Das sollte einem zu denken geben. Das sind nicht lauter dumme und faule Schmarozzer, es sind Menschen die für ihre Arbeit einfach zu wenig Geld bekommen, während ein paar wenige immer reicher werden. Wozu soll das bitte gut sein?
Ich bin mir sicher, dass kein Hilfsarbeiter etwas dagegen hätte höhere Steuern zu zahlen, denn das würde im jetzigen System bedeuten auch mehr Brutto zu bekommen. Nachdem die Löhne aber erfolgreich in den Keller gedrückt wurden kann man von diesen Löhnen nicht auch noch 50% abziehen, denn dann kann gar keiner mehr damit leben. Das ist unser Problem: Das Lohndumping in der untersten Schicht.

Re: Die Diskussion um Steuern ist sinnlos, solange es

Lieber Rechner: In Schweden hatten sie Steuern Ende letzten Jahrhunderts, in Höhe von 80 % für Arbeitnehmer. Dafür war alles andere kostenlos. So wie halt wie im Kommunismus, oder in China heute.

1 0

Re: Re: Die Diskussion um Steuern ist sinnlos, solange es

Sklaverei ist Staatsmonopol. Schön langsam sollte man das realisieren. Die Rechte von Sklaven haben allerdings nur Beamten. Diesbezüglich wurde die Ausbeutung optimiert.

Rösler's Kampf um's politische Überleben

Live im ZDF Stream

zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/livevideo/1812320/Live:-Dreikönigstreffen-der-FDP

in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

also - ein "besserverdienender" Österreicher mit einem Bruttogehalt von 4.500 Euro zahlt jedes Monat:

802,31 Lohnsteuer
1087,80 Sozialversicherung Dienstnehmer und dazu kommt noch
1393,60 Sozialversicherung DienstGEBERanteil (die sieht der Dienstnehmer gar nie - gehört aber zu Gehalt)

Also gesamt abliefern an den Staat (Steuern und "Sozial"versicherung): 3.286,71

Netto ausgezahlt bekommt er 2.609,89

also 55 % Abzüge

1 0

Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Dazu kommen dann noch alle möglichen Abgaben, Gebühren und Mehrwertsteuer. Bei Benzin ist beispielsweise mehr als die Hälfte Steuern.

Auf letztlich insgesamt 65-70% Staatsquote kommt auch jemand, der nur 2000 EUR pro Monat verdient.

In der Monarchie vor etwa 100 Jahren gab es eine Staatsquote von etwas mehr als 15%.

8 0

Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Ein perverser Wahnsinn!!!

Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Dann müssen Sie aber auch die Dienstgeberanteile vorher dem Bruttolohn hinzurechnen, erst dann stimmt die Prozentrechnung, die dann nicht mehr 55% ergibt.

Deswegen ergibt sich auch, dass der Begriff BRUTTOLOHN eigentlich falsch ist. Wie so vieles im Steuerrecht.

Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Es hat schon seinen Grund, dass man die "Arbeitgeberanteile" vor den Lohn- / Gehaltsempfängern zu verbergen versucht.

Weiters, der seitens des Dienstgebers für jeden Arbeitnehmer ebenfalls abzuliefenden AK-Beiträge fehlen in Ihrer Austellung. Aber die sind im Verhältnis zur Summe sowieso nur mehr Peanuts. Und weitere, "sonstige Nebenkosten" wären ein getrenntes Thema.

Re: Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf


Die AK-Beiträge sind im DN-Anteil der Sozialversicherung enthalten (0,5 %) - wer sich interessiert wie die Beiträge zusammengesetzt sind kann weiterlesen im Beitragsschema (Seite 42)

http://www.stgkk.at/mediaDB/932415_BG-Schema%202013_Version%2011.12.2013.pdf

Re: Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Es sind aber mehr Aschantis, da kommt viel zusammen.

Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Und das Perverse daran ist, dass mit steigendem Einkommen irgendwann die Abgabenquote wieder fällt, weil die Abgaben an die SV und PV gedeckelt sind.

Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf


Der Dienstgeberanteil ist über 31%, wenn man alle Abgaben rechnet!


Re: Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Das ist Verschleierungstaktik auf Österreichisch. Ich habe noch nie verstanden warum es Arbeitgeberanteile bei den Abgaben gibt. Wahrscheinlich damit der Otto Normalbürger nicht sieht wieviel er eh schon zahlt.

Re: Re: Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf


Das Steuerinkasso wird ja auch gleich dem Dienstgeber auferlegt!

Das ist auch eine Seltenheit, international gesehen!

Alles nur Verschleierung!

Alles, um den Beamten/Frühpensionisten/Förderungsstaat zu finanzieren!

Jeder, der noch alle Tassen im Schrank hat, müsste auswandern!


Re: Re: Re: Re: in Ö gibts jetzt schon 55 % Abzüge und keiner regt sich auf

Dass die Dienstgeber die Steuern abliefern finde ich auch grotesk. Dass alle Beamten als Schädlinge hingestellt werden ist Schubladendenken, genauso wie nicht jeder Frühpensionist ein Schmarozzer ist. So einfach ist die Welt dann sicher auch nicht. Außerdem ist nicht der Sozialstaat der Klotz am Bein, es sind die vielen Förderungen und Ausgaben für sinnlose Projekte, die zu viel kosten. Man müsste ja nur 5% am Budget sparen und die müssten sich doch irgendwo finden lassen.

Putin ist ja ein ganz großer Freund der Reichen.

Man denke nur an Michail Chodorkowski...

Re: Man denke nur an Michail Chodorkowski

Nur als Ergänzung:
Der hatte nichts gegen den Reichtum des Hrn. Chodorkowski, jedoch viel gegen dessen Ambitionen sich in Zukunft zusätzlich als Politiker zu betätigen.

Ein Risiko, welches sich bei Hrn Depardieu wohl in sehr engen Grenzen halten dürfte?

Hobbyökonom