Strabag verschiebt Offshore-Windkraft-Investments

Das Volumen von mehreren hundert Millionen Euro wurde bis auf weiteres gestoppt. Es gebe noch zu viele offene Themen, so Chef Haselsteiner.

PK STRABAG SE 'JAHRESERGEBNIS 2010': HANS PETER HASELSTEINER
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PK STRABAG SE 'JAHRESERGEBNIS 2010': HANS PETER HASELSTEINER
APA/HANS KLAUS TECHT

Österreichs größter Baukonzern Strabag verschiebt die für die kommenden Jahre geplanten Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro für Windkraftanlagen im Meer, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, mit. Der börsenotierte Bauriese will den Angaben zufolge "bis auf weiteres" keine Gelder in die Errichtung einer Fabrik und in Spezialschiffe zum Transport der selbst entwickelten Beton-Schwerkraftfundamente für Offshore-Windkraftanlagen aufwenden. "Es sprechen derzeit noch zu viele Gründe dagegen", so die Begründung des Konzernchefs Hans Peter Haselsteiner.

"Wir haben uns trotz unserer Fortschritte bei der Schwerkraftfundament-Technologie entschieden, vorerst nicht in den Bau von Fabriken und Spezialschiffen im Bereich Offshore Wind zu investieren. Es sprechen derzeit noch zu viele Gründe dagegen.

Rechtliche Situation unklar

Der Vorstandschef verwies etwa auf die "unklare rechtlichen Situation", die "unklare Zukunft der Energiepolitik am deutschen Markt", die "fehlende Speichertechnologie für Strom aus erneuerbaren Quellen" und die "fehlende Transportmöglichkeit der Energie vom Erzeuger zum Verbraucher".

Die Strabag ist zu 51 Prozent an 15 Projektgesellschaften zur Entwicklung von Offshore-Windparks beteiligt - daran ändere sich mit der nunmehr bekanntgegebenen Entscheidung nichts. Vor fast zwei Jahren gab der Baukonzern bekannt, Windkraftanlagen entwickeln, bauen und betreiben zu wollen.

Der Baukonzern erzielte 2011 eine Bauleistung von 14,3 Mrd. Euro und beschäftigte rund 76.900 Mitarbeiter.

(APA)

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