Athen erwartet heuer große Fortschritte beim Haushalt

Die Einnahmen des Staates sollen erstmals seit Jahrzehnten die Ausgaben leicht übertreffen. Doch die Zinslast bleibt.

Athen erwartet heuer grosse
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Athen erwartet heuer grosse
(c) REUTERS (JOHN KOLESIDIS)

Athen/Rom/Ag. Gute Nachrichten aus Griechenland: Beim Euro-Sorgenkind könnte es in diesem Jahr eine Wende geben. Es gibt Anzeichen dafür, dass Griechenland bis Ende 2013 erstmals im Jahresdurchschnitt einen so genannten primären Überschuss erreichen wird – also ohne die Zinslast für die Schulden. „Wir werden es schaffen“, sagte ein hoher Funktionär des Athener Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Wochenende.

Die Einnahmen des Staates werden demnach erstmals seit Jahrzehnten die Ausgaben leicht übertreffen. Positiv laufen nach griechischen Medienberichten zum Beispiel die Exporte des Landes. Sie hätten 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 13Prozent zugelegt.

Griechenland ist allerdings noch lange nicht über den Berg. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigte der griechischen Regierung zwar, das Land wieder auf Kurs gebracht zu haben. Dennoch müsse noch vieles geleistet werden, sagte Poul Thomsen, Chef der IWF-Kontrolleure für Griechenland. Das Land wird nach Schätzungen des IWF in den Jahren 2015 und 2016 weitere Hilfen in Höhe zwischen 5,5 und 9,5 Mrd. Euro brauchen.

Italien: 567.000 Jobs in vier Jahren weg

Unterdessen warnen Gewerkschaften in Rom vor dramatischen Auswirkungen der Rezession auf die Beschäftigung in Italien. In vier Jahren Krise seien 567.000 Jobs verloren gegangen. Seit Jänner 2012 seien wegen der Krise täglich 2000 Jobs verloren gegangen. Bis November 2012 sei die Zahl der Italiener, die Arbeitslosengeld beantragten, um 14,49 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 gestiegen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.01.2013)

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