Auch Moody's stuft Kroatiens Rating auf "Ramsch"

01.02.2013 | 11:43 |   (DiePresse.com)

Nach Standard & Poor's stuft die nächste Ratingagentur Kroatien herab. Sie erwartet vom EU-Beitritt des Landes keine Verbesserung.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die US-Ratingagentur Moody’s hat Kroatiens Rating auf "Ramsch" herabgestuft. Nach der negativen Bewertung von Standard & Poor’s im Dezember (mehr dazu ...) ist es die zweite negative Benotung des künftigen EU-Mitglieds. Moody’s begründete das Downgrade von "Baa3" auf "Ba1" mit schlechten Konjunkturaussichten und geringer fiskalischer Flexibilität der Regierung in Zagreb. Der Ausblick wurde von "negativ" auf "stabil" gesetzt.

Mehr zum Thema:

Vom EU-Beitritt am 1. Juli 2013 erwartet sich die Agentur keine Verbesserung für Kroatien: "Die Kapazitäten der Regierung, die Wirtschaft in Richtung Export zu orientieren, sind sehr begrenzt. Der erwartete EU-Beitritt ist eine positive Entwicklung, doch das europäische Umfeld und die Reform-Trägheit der Regierung werden den Nutzen, der üblicherweise zu erwarten ist, höchstwahrscheinlich begrenzen", schreibt Moody’s in seinem Statement. Kroatien habe außerdem höhere Schulden als andere Länder mit der Benotung "Baa3", so die Agentur.

Schwaches Wachstum

Nach vier Jahren schwachen Wachstums und Rezession, bei einer jährlichen Wachstumsrate von minus 1,7 des Bruttoinlandsprodukts zwischen 2008 und 2012, habe Kroatien keine neuen Quellen für Wachstum. Das Wirtschaftsmodell, das auf Konsum und (fremdfinanziertes) Bauwesen aufgebaut habe, sei beeinträchtigt, während Flaschenhälse für Investitionen und exportorientiertes Wachstum nach wie vor nicht beseitigt seien, so das Urteil der Agentur.

Die kroatische Regierung geht bei einem geschätzten BIP-Rückgang von 1,9 Prozent im Vorjahr für heuer von einem Wachstum um 1,7 bis 1,8 Prozent aus. Die EU hingegen erwartet eine Stagnation, das Zagreber Wirtschaftsinstitut revidierte seine Prognose von einem schwachen Wachstum von 0,5 Prozent auf einen BIP-Rückgang von 0,2 Prozent. Erst 2014 wird ein Wachstum von 1,5 Prozent erwartet.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

2 Kommentare

Auch dorhin flieszt Oesterreichisches steuergeld!

Wir (die arbeiter & bauern) muessen "brennen wie die luster" damit dort mit unserm geld herumgeworfen werden kann!

Da fällt mir nur eines ein:

Herzlich willkommen in der EU

Umfrage

AnmeldenAnmelden