Wenn Notenbanken der Politik zum Opfer fallen

06.02.2013 | 18:07 |  NIKOLAUS JILCH (Die Presse)

Amerika tut es. Japan tut es. Und Frankreichs Präsident Hollande hätte gerne, dass auch Europa es tut: unbegrenzt Geld drucken. Aber Deutschland und die EZB halten dagegen, was sich als Glücksfall erweisen dürfte.

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Wien. Während die Schuldentürme der (westlichen) Staaten weiter in den Himmel wachsen, geraten die Notenbanken zunehmend unter Druck, den Wünschen der jeweiligen Regierung zu entsprechen und ihre Geldpolitik weiter „zu lockern“. Sprich: einfach mehr Geld zu drucken.

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Der jüngste Extremfall ist Japan. Der neue Regierungschef Shinzo Abe hat immer wieder unmissverständlich damit gedroht, die Unabhängigkeit der Notenbank einfach abzuschaffen. Er will, dass die Bank of Japan ihr Inflationsziel von einem auf zwei Prozent verdoppelt und unbegrenzt Geld druckt, um die Staatsschulden zu monetarisieren. Und Abe hat sich durchgesetzt. Dienstagabend hat der Notenbankchef Masaaki Shirakawa völlig überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Im pflichtbesessenen Japan ein extremer Schritt. Nicht minder extrem waren Shirakawas resignierende Abschiedsworte: Er wolle den Weg frei machen, damit die Regierung die Notenbankspitze komplett mit Leuten besetzen könne, die ihren Wünschen Folge leisten. Es scheint, als sei die Unabhängigkeit der Bank of Japan auch ohne Gesetzesänderung ein Fall für die Geschichtsbücher.

 

Lockere Geldpolitik in den USA

Und Japan ist kein Einzelfall. Unter der Führerschaft der US-amerikanischen Federal Reserve betreiben die Notenbanken weltweit bereits seit Jahren eine extrem lockere Geldpolitik – die teilweise in der direkten Deckung der Staatsschulden durch die Notenpresse endet, was für einen Zentralbanker eigentlich ein Kapitalverbrechen ist. Denn genau um das zu verhindern, wurden die unabhängigen Notenbanken ja eingerichtet. Zu oft hat die staatliche Gelddruckerei in einem inflationären Desaster geendet. Um das zu sehen, muss man nicht in die Geschichtsbücher schauen. Es reicht ein Blick nach Argentinien, wo aktuell 30Prozent Inflation herrschen und die Regierung Preiskontrollen verhängt hat.

Aber die Krise schreibt ihre eigenen Regeln – und ausgerechnet die viel gescholtene Europäische Zentralbank verfolgt als einzige wichtige Notenbank einen vernünftigeren Kurs. Ihre Notfallmaßnahmen waren nie langfristig angelegt und frisches Geld gab es bisher nur für Banken in Liquiditätsnot. Zwar hat die EZB Staatsanleihen gekauft, aber verglichen mit der Federal Reserve nur in minimalem Ausmaß. Die Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, notfalls „unbegrenzt“ Anleihen aufkaufen zu wollen, hat zwar große Wellen geschlagen. Aber gekauft hat die EZB seit Monaten keine einzige Staatsanleihe. Im Gegenteil: Da die Banken Notkredite bereits wieder zurückzahlen, schrumpft die aufgeblähte Bilanzsumme der EZB – während die Federal Reserve weiter fleißig Geld druckt.

 

Hollande wird an EZB scheitern

„Alles paletti in Europa“, sollte man meinen. Sie funktioniert doch, die Gemeinschaftswährung. Aber leider ist Geldwertstabilität nur eine Seite der Medaille. Vor allem Frankreich stößt sich an dem strikten Mandat der EZB. Der sozialistische Präsident François Hollande hätte gerne mehr Kontrolle über die Geldpolitik – wie zu Zeiten des Francs. Er verfolgt die Argumentation, dass eine schwache Währung die Exporte fördere. Deutschland, das für den Euro die legendär stabile D-Mark aufgegeben hat, hält dagegen. Die EZB müsse unabhängig, die Geldpolitik auf Inflationsbeschränkung ausgelegt bleiben. In diesem Punkt sind sich Kanzlerin Merkel, Finanzminister Schäuble, Wirtschaftsminister Rösler und Bundesbank-Chef Weidmann absolut einig. Die Wirtschaft könne nur durch Strukturpolitik und Reformen angekurbelt werden, nicht durch schnödes Gelddrucken.

Tatsächlich ist die derzeit leicht erhöhte Inflation für Hartwährungsländer wie Deutschland, Österreich oder Finnland leichter erträglich als für die Regierungschefs von Frankreich oder Italien der Umstand, dass sie nicht mehr nach Lust und Laune auf die Notenpresse zurückgreifen können, um Wahlversprechen zu finanzieren. Schon Hollandes Vorgänger Nicholas Sarkozy ließ keine Gelegenheit aus, der EZB-Notenpresse ein wenig näher zu kommen (Stichwort Banklizenz für den ESM).

Es kann derzeit aber ausgeschlossen werden, dass Deutschland oder die EZB dem Druck nachgeben werden. Als einzige wichtige Zentralbank nachhaltig auf Geldwertstabilität zu achten, könnte sich noch als das wichtigste Asset der EZB – und damit Europas – herausstellen. Denn das globale Vertrauen in Yen oder Dollar schwindet zunehmend. Wer will schon eine Währung, die auf Teufel komm raus inflationiert wird – und damit ihren Wert verliert?

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2013)

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73 Kommentare
 
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Querdenker sagt,

die totale Verkommenheit der Banker und politiker hat gesiegt.

Bravo Herr Jilch!

Ich freue mich über ihre deutliche Sprache und in diesem Zusammenhang über die Verwendung von Begriffen wie "Kapitalverbrechen" und "schnödes Gelddrucken".

Wollen wir´s hoffen, dass wir uns als Europäer auch in Zukunft durch mehr Qualität als durch Menge auszeichnen. Und zur Qualität zähle ich auch, ungerechtfertigten Ansprüchen widersprechen zu können.

Bei uns läuft das Geld Drucken....

halt etwas anderes. Die Banken werden mit Geld geflutet, damit diese (anstatt an die Wirtschaft Kredite zu vergeben) halt Staatsanleihen kaufen. Das ist Gelddrucken durch die Hintertür, aber mindestens genauso Pervers also ob die Zentralbank selbst die Anleihen kaufen würde. Jedenfalls, Große Krisen gibt es vor allem seitdem es Zentralbanken gibt, denn diese können eben das Geld aus dem Nichts erschaffen (Fiat-Geld - Es werde...). Inflation sind nicht steigende Preise, sondern steigende Geldmengen und diese steigenden Geldmenden verursachen erst die Preissteigerungen.

Fiat Geld (noch dazu getrieben durch Zinsen) ist ein exponentiel wachsendes 'Gebilde' und daher unnatürlich. In der Natur gibt es nur eine Sache die exponentiel wächst, und das ist KREBS. Entweder man schneidet es weg, oder es frist den Wirtskörper auf bis dieser Tod ist. Und der derzeitige Weg, nämlich die bedingungslose EURO-Rettung ist der Weg in den Tod. Entweder wir bekommen eine Hübsche (Hyper)Inflation oder eine Währungsreform od beides.


Die Eu bedroht uns tödlich! 2. Teil

"Heute wird die Europa-Idee so verbissen verteidigt wie noch vor 25 Jahren die Idee des Sozialismus. Und sie wird genauso enden" (Henryk M. Broder, Welt online, 9.08.12)

Premierminister David Cameron: Kennzeichen der EU ist wirtschaftliche Stagnation, Verlust an Wettbewerbslosigkeit, hohe Arbeitslosigkeit.

Die Österreich haben seit Einführung des Euro 20-30% ihres Realeinkommens eingebüßt (UBS-Studie lt. PRESSE).

Wie lange sehen wir unserer Ausplünderung noch zu?

Wieso ziehen wir den wortbrüchig gewordenen Faymann nicht zur Rechenschaft. Er hat gegen sein Versprechen der Änderung des Lassabonvertrags ohne Volksabstimmung zugestimmt und uns damit in eine Schulden-, Haftungs-, Transfer-, Fiskal- und Bankenunion hineingezwungen. Jetzt müssen wir bluten und haben die Zukunft unserer Kinder auf Generationen hinaus der Schuldenknechtschaft ausgeliefert. Pfui Teufel!


wo sind die Perspektiven für die PIGS?

Jeder der eine Rosskur durchzieht, macht das nur um nachher belohnt zu werden.
Kein Mensch hält das länger als 2 bis 3 Jahre aus.

Auch die PIGS werden die aufgezwungene Austeritätspolitik, mit Arbeitslosigkeit bis 30%, (Jugendarbeitslosigkeit 50%), noch viel länger durchstehen.
Vor allem weil es keine Hoffnung auf Besserung gibt. Warum die Rosskur, wenn sowieso keine Chancen da sind?

Warum befreit man nicht diese Länder von den Fesseln des Euro? Will man sie total destabilisieren, wenn radikale Kräfte an die Macht kommen.
Deutschland braucht doch nur seine eigene Geschichte anschauen.


"aufgezwungene Austeritätspolitik2

Es sollte JEDEM (!) klar sein, dass an zumindest seine finanzielle Freiheit verliert, wenn man sich stark überschuldet hat.

Das sollte auch dir klar sein. Das gilt für die Einzelperson, für Unternehmen und für Staaten.

Ausnahmen scheint es nur für Banken zu geben - deren Schulden werden auf die Allgemeinheite verteilt und für die Banken werden die Zinsen in den boden gestampft und die Inflation hoch gefahren.

Re: wo sind die Perspektiven für die PIGS?

Die Griechen und Spanier haben fast 10 Jahre über ihre Verhältnisse gelebt, sich verschuldet, aber gleichzeitig keine Reformen durchgeführt, weil die niedrigen Zinsen den Reformdruck nahmen.

Diese Blase platzte dann in 2009ff.

Die Folgen derartiger Blasen und deren Platzen lassen sich eben nicht in 2-3 Jahren beseitigen. Auch nicht in 5 oder 10 Jahren, wenn nicht die notwendigen Reformen durchgezogen werden.

Re: wo sind die Perspektiven für die PIGS?

Die Griechen und Spanier haben fast 10 Jahre über ihre Verhältnisse gelebt, sich verschuldet, aber gleichzeitig keine Reformen durchgeführt, weil die niedrigen Zinsen den Reformdruck nahmen.

Diese Blase platzte dann in 2009ff.

Die Folgen derartiger Blasen und deren Platzen lassen sich eben nicht in 2-3 Jahren beseitigen. Auch nicht in 5 oder 10 Jahren, wenn nicht die notwendigen Reformen durchgezogen werden.

Die EU bedroht uns tödlich!

"Der Euro ist eine <Fehlkonstruktion>" (Angela Merkel im Bundestag Dezember 2011 und Feb. 2012, Schäuble in Karlruhe Juli 2011.).
"The Eurozone has failed" (Ministerpräsident Vaclav Klaus, Wallstreet Journal 2010).
"Der Euro verstößt gegen das geldpolitische Grundprinzip: One State - One Money" (Prof. Breuss, WU, Nov. 2011). Die Eurozone ist kein Staat, der Euro kann daher nicht funktionieren (Rogoff).
Die de facto Aufhebung des Bailoutverbots hat alle Prinzipien der EWU auf den Kopf gestellt. Niemals sollten die Bürger für andere Staaten haften oder zahlen. (ESM-Verfassungsputsch in Europa, 2012).
Unantastbarkeit der Mitgliedschaft im Euro, unbeschränkte Hilfszusagen zur Verhinderung des „Scheiterns von Europa“, unbegrenzter Zugang zu den Target-Krediten und zu den Griffen an der Notenpresse der EZB haben „nicht nur die Schuldenexzesse im privaten und im öffentlichen Bereich ausgelöst“, sondern auch zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit eines erheblichen Teils der Euroländer geführt“, die sich nun als „Fass ohne Boden“ für die noch soliden Länder darstellen (Hans-Werner Sinn: Die Target-Falle, 2012).
Parlamentspräsident Martin Schulz (lt. PRESSE): "Die EU ist tödlich bedroht". Die Menschen wenden sich von der Idee der EU ab, die EU bietet für sie weder Sicherheit noch Stabilität. Die Investoren haben das Vertrauen in die Union als erfolgreiche Wirtschafts- und Währungsunion verloren.
(Fortsetzung folgt)

Nur die Bürger sind die Opfer!

Den Notenbanken, den Notenbankern, den Investitionsbanken, den Geschäftsbanken, denen ist der Einfluss der Politik auf die Notenbanken doch ganz egal. Die leben alle nur von der Zinsspanne und sind von der Geldentwertung kaum betroffen. Diese Banken und Banker können sich sogar den kranken Geldschöpfung auch noch bereichern, weil der Zinsunterschied auf größere Volumen wirkt (die Geldentwertung ja zeitverzögert kommt).

Die Politiker sind auch Profiteure, weil das Geld für deren Verwirtschaften dann noch besser hereinströmt und deren krankes "einnahmenseitiges Sparen" unterstützt.

Hollande wird mit seinen Wünschen nicht scheitern, weil die EZB sehr bald vor der Entscheidung steht: "Frankreich mit Geldschöpfung retten oder den Euro (und sich selbst!) aufgeben?"

Die EZB hat doch schon immer versagt, auch ohne politischen Einfluss, versagt. Kann man gut an der Bilanzsumme der EZB ablesen, auch an der Geldmenge M3.

01.02.2013: 2.769.695 Mio. Euro
23.12.2011: 2.733.235
23.12.2010: 1.926.154
23.12.2005: 1.019.749
27.12.2002: 832.558
Mehr als 2 Billionen Euro erschaffen!

Geldmenge M3 im Euroraum zeigt es deutlich.
2001: 5.403 Mrd. Euro
2012/03: 9.880
Da wurden gleich 4,5 Billionen Euro erschaffen. Die meisten Staatsschulden sind noch gar nicht dabei, weil mit über 2 Jahren Laufzeiten platziert!

Die Monster Finanzunwesen und Staatsunwesen rauben die Bürger aus, gewaltig aus. Es läuft das größte, jemals begangene, Wirtschaftsverbrechen!

LOL

Dass die Gelddruckmaschine EZB nicht total "durchdreht" und wie verrückt unkontrolliert Geld druckt, ist einzig und allein Jens Weidmann von der Deutschen Bundesbank zu verdanken.

Und dass die "Anleihenkrise" und damit die Schuldenkrise vorläufig beendet wurde, ist nicht Draghis Spruch vom "unbegrenzten Ankauf von Anleihen" zu verdanken, sondern mir ;-)

Weil die EZB (J. Asmussen) von mir das Konzept zum Schuldenrückkauf kopiert hat (ohne Angabe der Quelle).

http://niveus.at/griechischer-schuldenrueckkauf


Es gibt 4 mögliche Wege für EUROpa

Länder wie Griechenland, Spanien, Italien aber auch Frankreich etc waren bei der Einführung des Euros totale EURO-Fans, weil man sich von an viel billiger verschulden konnte.... (und man hatte den Deutschen die harte DM weggenommen).

Aber leider haben die PIIGSF vergessen, dass für ein Hartwährungsland auch eine entsprechende Fiskalpolitik notwendig ist.

Nun steht man vor dem Dilemma, dass die PIIGSF eine viel zu harte Währung haben. Es gibt nun 4 Möglichkeiten:

1) der Euro wertet als ganzes ab
2) die PIIGS holen versäumtes nach (deftigste Austerität)
3) Kombinaton von 1+2 (wird aktuell versucht)
4) der Euro zerfällt und die Länder bekommen wieder nationale Währungen.

Da 2) der unwahrscheinlichste Weg ist, gilt es sich gegen 1,3 und 4 entsprechend zu schützen !!

Re: Es gibt 4 mögliche Wege für EUROpa

Alle 4 Wege sind rein monetär fixiert und werden weder die Wirtschaft noch die EU retten können.

Es geht alleine um die Leistung zur Versorgung der Gesellschaft. Das ganze Gelddrucken, das Blabla über Disbalancen, das ist doch nur Ablenkungen vom zunehmenden Leistungsmangel. Mit Geld kann man die Menschen nicht ernähren, mit Geld kann auch nur kurz heizen.

Solange die Idioten in den Entscheidungsträgerpositionen sich dem Wahnsinn des einnahmenseitigen Sparens (+Gelddrucken) hingeben, solange kann die Gesellschaft auch nicht die erforderliche Leistung bekommen. Das kommt daher, dass die Abgaben die Leistungen aus der Realwirtschaft abziehen und diese Leistungen in den geschützten Bereichen, dem Umverteilungs- und Ruhegenusswahnsinn gleich wieder vernichtet werden.

Die EUDeppaln stehen ja so daneben, dass diese nun Planwirtschafter für 7 Jahre (Planungssicherheit!) spielen wollen. Nur, aus Geschichte wissen wir, dass die 5 Jahrespläne nicht einmal 3 Monate funktioniert haben.

Diese EU erstickt an der eigenen Planwirtschaft, weil Planwirtschaft immer eine Mangelwirtschaft ist!

Budgetplanung ist nicht Planwirtschaft

Und das EU Budget ist im Verhältnis der Summe der Mitgliedsländerbudget sehr gering: 1 stellige Prozentzahl.

Planwirtschaft ist etwas anderes.

Re: Budgetplanung ist nicht Planwirtschaft

Staatswirtschaft ist immer Planwirtschaft, weil ja die Ausgaben und die Einnahmen immer nach einem Plan / nach Gesetzen, gemacht werden.

Die Größe des EU Budgets spielt bei der Betrachtung keine Rolle, die Tatsache, dass die EU mit den Riesenmittel planwirtschaftlich agiert, die bleibt bestehen.

Dass diese EU Mittel dann die Bereicherungen des "Klientels" garantieren, das steht wohl auch immer mehr außer Zweifel.

Da haben wir die Agrarmilliarden, welche die reichen Großgrundbesitzer und die Nahrungsmittelindustrie abkassieren. Das ist menschenrechtswidrige, geplante Umverteilung und ein schweres Vergehen gegen die EU Grundrechtscharta.

Die anderen Förderungen (samt EIB Wahnsinn) gehen doch immer in die lokalen Gebietskörperschaften, fördern also die lokalen Planwirtschaften und die (mutmaßlich) korrupte Bereicherung dieser Typen.

Dieses Billionenverbrechen! braucht einen Reisenhaufen Beamte, welche damit zu den Erfüllungsgehilfen eines Billionenverbrechens werden / wurden.

Die EU hat bewiesen, dass es keinen sonstigen Nutzen für die Menschen in Europa hat. Die Realeinkommen fallen die Millionen Armen werden mehr.

Diese EU, mit dieser Funktion, braucht doch kein Mensch in Europa. Diese EU braucht aber die Leistungen der Menschen in Europa um deren Billionenverbrechen auch machen zu können!

Wo ist der praktische Nutzen für die Menschen in Europa? Alles nur am Papier als Propaganda!

Diese Typen haben total versagt, die Idee war ja genial!

Sind denn die Chinesen und die Russen

so unbedeutend, dass sie und ihre Währungen bei all den Betrachtungen nie vorkommen? Die Briten. Die Inder.

Wer will schon Frieden

solange die Kasse stimmt?

Die dümmliche Deflationspolitik der deutschen Reichsbank hat die Weltwirtschaft schon einmal in eine tiefe Krise gestürzt und letztlich den zweiten Weltkrieg ausgelöst. Wozu aus Büchern lernen, wenn man die Geschichte auch einfach in Farbe und 3D wiederholen kann?

Die Investition in einen Regierungsbunker für Frau Merkel und ihre Helfershelfer muss sich schließlich auch mal lohnen.

Wem gehören die Notenbanken?

Der Einleitungssatz suggeriert, daß die Notenbanken staatlich wären - dies ist definitiv NICHT der Fall!

Interessant

Hollande hat etwas verlangt, was im Gegensatz zum Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB meines Wissens im Mandat(Statut) des ESZB sogar vorgesehen ist: die Vorgabe eines Wechselkurszieles bzw. eines Bandes. Die Unabhängigkeit des ESZB besteht nur darin, wie es dieses Ziel verfolgt (zB direkte Devisenintervention, Zinspolitik etc. Dieses Ziel darf nur nicht mit dem Ziel der Geldwertstabilität kollidieren. Also endlich einmal ein Vorschlag, der keinen Bruch der bestehenden Verträge vorsieht. Ob ein solches Ziel gescheit ist, ist ein ganz anderes Thema. Nur, wenn alle ihre Währung manipulieren, wäre es dumm von der Eurozone alle Anpassungslasten alleine tragen zu wollen. Wenn alle falsch spielen, dann nützt einem ein Gentlemangehabe nichts.

Re: Interessant

Ich Wissen ist falsch. Es hätte 2 Minuten gedauert um es zu beheben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Zentralbank#Aufgaben_und_Ziele

Und der Vorschlag Hollandes kollidiert mit Preisstabilität.
Hollande versucht sich aus der auferlegten Kooperation zu drücken und ein Trittbrettfahrer zu werden.

Zur Währungsmanipulation:
Das hätten die Österreicher auch sagen können, aber sie haben sich 1:7 an die Mark gebunden, und dadurch den riesigen wirtschaflichen Rückstand in relativ kurzer Zeit aufgeholt.

"Wenn alle falsch spielen, dann nützt einem ein Gentlemangehabe nichts."

Gelddrucken allein nützt doch niemandem.
Auf der einen Seite sind die Waren und Dienstleistungen und auf der anderen Seite ist das Geld, womit man diese kaufen kann. Wenn ich jetzt die Geldmenge erhöhe, dann steht ja keine größere Waren- bzw. Dienstleistungsmenge dagegen. Das heißt aber dann auch, daß Sie zwar mit mehr Geld nicht mehr bekommen. Also wozu?

Außerdem werden in den Weichwährungsländern die Preise eben um die Geldvermehrung steigen dadurch steigen auch inländische Produkte und eben auch die importierten Waren aus Hartwährungsländern. Aber wo bleibt der Vorteil?

Re: "Wenn alle falsch spielen, dann nützt einem ein Gentlemangehabe nichts."

Grundsätzlich bin ich der gleichen Meinung, daher Hinweis:keine Kollision mit Geldwertstabilität. Die Vergangenheit hat auch gezeigt(Beispiel:Deutschland, Holland und Österreich, der DEM-Block), daß Hartwährungspolitik Vorteile hat.Die Abwertungsländer gewinnen aber Zeit, wenn sie klug sind, die notwendigen Anpassungen sozial verträglicher durchzuführen. Beispiele sind Schweden und Dänemark, die in den 70er Jahren die kranken Männer Europas waren und wo stehen sie heute. Abschreckend hingegen Frankreich und die Mittelmeerländer, die einfach keine Reformen vornahmen. Es ist daher nicht schwarz-weiß.

Re: Re: "Wenn alle falsch spielen, dann nützt einem ein Gentlemangehabe nichts."

nur leider wurde die durch Abwertung gewonnene Zeit von den Weichwährungsländern nie genutzt, um struktuelle Reformen durzuziehen.

Es wurde einfach später wieder und wieder abgewertet....

Re: Re: "Wenn alle falsch spielen, dann nützt einem ein Gentlemangehabe nichts."

Ich verstehe Sie schon, wollte Sie auch nicht angreifen! Ich habe lediglich die Grundsturktur vom Geldwert angeschnitten. Soweit das in ein paar Zeilen möglich ist.

Inflation kann, wie Sie richtig schreiben, eine kurze Atempause bringen. Aber was heißt das? Die Preise steigen und die dazugehörigen Lohnerhöhungen kommen erst bei den Verhandlungen ein Jahr später zum Zug, wenn überhaupt. Die Staatsschulden können leichter zurückgezahlt werden, da man ja leicht gedrucktes Geld zur Verfügung hat. Allerdings sinken im gleichen Zug die Spar- und sonstigen Geldanlagen.

Den Vorteil für eine solche Vorgehensweise haben daher nur die Politiker. Die Konsumenten haben höhere Preise bei späterem Lohnausgleich und die Sparer verlieren ebenfalls wertmäßig bei ihren Guthaben. Das ist die Kehrseite. Da man das den Menschen nicht so ausführlich erklärt, ist es natürlich der einfachste Weg für die Regierung, sich ein wenig Luft zu verschaffen, indem man die einfachen Leute übers Ohr haut!

Re: Interessant

Das oberste Ziel ist aber die Inflation um und unter 2% zu halten! Wenn sich deshalb unbegrenztes Geldrucken nicht ausgeht dann kann der Hollande zettern wie er will.
Schließlich würde die monetäre Entschuldung durch die Inflation geschehen, und das steht im direkten Widerspruch.

Haushalte

Frankreich muss halt mal seinen Staatshaushalt unter Kontrolle bringen, und nicht der Großmannsucht verfallen.

 
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