Soros verdient mit Wette gegen Yen eine Milliarde Dollar

Seit November hat die japanische Währung fast 20 Prozent ihres Wertes zum Dollar eingebüßt. US-Starinvestor Soros hat auf die Yen-Abwertung spekuliert.

Billionaire investor Soros attends WEF in Davos
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Billionaire investor Soros attends WEF in Davos
George Soros – REUTERS

US-Starinvestor George Soros hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge bei der jüngsten Abwertung des Yen rund eine Milliarde Dollar verdient. Soros habe mit seinen Fonds auf eine Abschwächung der japanischen Währung spekuliert und damit Erfolg gehabt, berichtete das Blatt unter Berufung auf Insider. Auch andere Investoren wetteten auf eine Yen-Abwertung, darunter David Einhorn. Dieser sorgte erst vor kurzem mit einer Klage gegen Apple für Schlagzeilen ("DiePresse.com" berichtete). Details zu Einhorns Gewinnen wurden jedoch nicht genannt.

Der Yen hatte zwischen November und Anfang Februar fast 20 Prozent seines Wertes zum Dollar eingebüßt, weil die japanische Notenbank eine extrem lockere Geldpolitik fährt, um die hartnäckige Deflation zu bekämpfen. Dabei wird eine Yen-Abwertung bewusst in Kauf genommen. Die japanische Regierung versucht schon seit Jahren, den Yen abzuwerten - bisher aber meist ohne Erfolg. Viele Investoren haben sich daher bei Wetten gegen Japan die Finger verbrannt, berichtet das "Wall Street Journal".

Die Exportnation hat 2012 das größte Handelsdefizit ihrer Geschichte eingefahren. Die Importe übertrafen die Ausfuhren um 6,93 Billionen Yen (rund 58 Milliarden Euro), teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit. Die Exporte fielen im Dezember um 5,8 Prozent - den siebten Monat in Folge. Nun könnte die Exporteure aber Auftrieb vom fallenden Yen bekommen.

Notenbankchef zurückgetreten

Der neue Regierungschef Shinzo Abe setzt auf eine extrem lockere Geldpolitik. Erst vergangene Woche hat Notenbankchef Masaaki Shirakawa deshalb seinen Rücktritt angekündigt. Im pflichtbesessenen Japan ein extremer Schritt. Nicht minder extrem waren Shirakawas Abschiedsworte: Er wolle den Weg frei machen, damit die Regierung die Notenbankspitze komplett mit Leuten besetzen könne, die ihren Wünschen Folge leisten ("Die Presse" berichtete).

(APA/Reuters/Red.)

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