Soros verdient mit Wette gegen Yen eine Milliarde Dollar

14.02.2013 | 10:49 |   (DiePresse.com)

Seit November hat die japanische Währung fast 20 Prozent ihres Wertes zum Dollar eingebüßt. US-Starinvestor Soros hat auf die Yen-Abwertung spekuliert.

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US-Starinvestor George Soros hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge bei der jüngsten Abwertung des Yen rund eine Milliarde Dollar verdient. Soros habe mit seinen Fonds auf eine Abschwächung der japanischen Währung spekuliert und damit Erfolg gehabt, berichtete das Blatt unter Berufung auf Insider. Auch andere Investoren wetteten auf eine Yen-Abwertung, darunter David Einhorn. Dieser sorgte erst vor kurzem mit einer Klage gegen Apple für Schlagzeilen ("DiePresse.com" berichtete). Details zu Einhorns Gewinnen wurden jedoch nicht genannt.

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Der Yen hatte zwischen November und Anfang Februar fast 20 Prozent seines Wertes zum Dollar eingebüßt, weil die japanische Notenbank eine extrem lockere Geldpolitik fährt, um die hartnäckige Deflation zu bekämpfen. Dabei wird eine Yen-Abwertung bewusst in Kauf genommen. Die japanische Regierung versucht schon seit Jahren, den Yen abzuwerten - bisher aber meist ohne Erfolg. Viele Investoren haben sich daher bei Wetten gegen Japan die Finger verbrannt, berichtet das "Wall Street Journal".

Die Exportnation hat 2012 das größte Handelsdefizit ihrer Geschichte eingefahren. Die Importe übertrafen die Ausfuhren um 6,93 Billionen Yen (rund 58 Milliarden Euro), teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit. Die Exporte fielen im Dezember um 5,8 Prozent - den siebten Monat in Folge. Nun könnte die Exporteure aber Auftrieb vom fallenden Yen bekommen.

Notenbankchef zurückgetreten

Der neue Regierungschef Shinzo Abe setzt auf eine extrem lockere Geldpolitik. Erst vergangene Woche hat Notenbankchef Masaaki Shirakawa deshalb seinen Rücktritt angekündigt. Im pflichtbesessenen Japan ein extremer Schritt. Nicht minder extrem waren Shirakawas Abschiedsworte: Er wolle den Weg frei machen, damit die Regierung die Notenbankspitze komplett mit Leuten besetzen könne, die ihren Wünschen Folge leisten ("Die Presse" berichtete).

(APA/Reuters/Red.)

 
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37 Kommentare
 
12
neugierdsnase
15.02.2013 00:36
2

Arbeit

Der weiß nicht mal wie man Arbeit schreibt.
Ratschlag: er soll mal 40 Jahre Schicht am Fließband absolvieren, damit er meine Achtung verdient.
Alles andere ist unverdientes Einkommen.

Markus Trullus
14.02.2013 17:12
0

Spürhund

Der Alte hat halt einen bestgeschulten Riecher, wo was zu holen ist....

hedisi
14.02.2013 16:18
7

da kommt Neid auf

wenn Soros mit Währungen Milliarden erspekuliert und unsere Casinosozialisten in Wien, Linz und Salzburg nur Geld in den Sand setzen.

Antworten Mara Brandt
14.02.2013 18:01
2

Welcher Neid?

Der Neid auf Gier??

leitnmar
14.02.2013 16:16
4

der böse Spekulant

nehmen wir an, Soros verkaufte Yen (zum USD) bei einem Kurs von 128. Um bei einem Kursverfall auf 108 eine Milliarde zu verdienen bedarf es eines Gegenwerts von 6.6 Mrd. USD. Das tägliche Volumen auf den Währungsmärkten wird auf 4 Billionen geschätzt, der Yen ist der drittgrößte Währungsmarkt - dass seine Position somit einen wesentlichen Markteinfluss hatte ist daher mehr als zweifelhaft, eher auszuschließen.

Beim Fall des Yen von 128 auf 108 musste Soros dann gar nichts mehr machen, einfach nur warten. Wieso er dafür als Terrorist, Verbrecherkreatur und dgl. beschimpft wird ist mir scheierhaft.

P.S. Wenn er wirklich so marktbeeinflussend sein sollte wie viele hier glauben, müsste der Yen, wenn Soros seine Gewinne realisieren will, im gleichen Ausmaß (wenn nicht mehr, weil seine Position mittlerweile bekannt ist) steigen und seine Gewinne würden sich in Luft auflösen...

Antworten 17und4
16.02.2013 13:33
0

Re: der böse Spekulant

es gibt dinge, die tut man einfach nicht, auch wenn es keine Begründung dafür gibt:
dazu gehört Stehlen, Morden, Vergewaltigen, aber auch mit Währungen spekulieren

Antworten hedisi
14.02.2013 16:26
3

Re: der böse Spekulant

Richtig, bei den Milliarden die täglich an den Devisenmärkten bewegt werden, fällt auch ein Soros gar nicht ins Gewicht.

Bei vielen Postern geht es aber hier nicht um Fakten, sondern um linke Polemik.

Mara Brandt
14.02.2013 15:10
3

Eine andre Form des Terrorismus


news2
14.02.2013 15:00
3

die casinobanken und spekulantenmärkte können weiter abermd. auf kosten der sozialstaaten scheffeln- auf kosten der arbeitnehmer, asvg pensionen und der steuerzahler. leider hat es die politik den spekulanten überall gerichtet.


gregor127
14.02.2013 14:14
4

Casino

Wenn man solche Casino Spielereien weltweit verbieten würde, wäre der Wirtschaft gesamt ein guter Dienst erwiesen. Das ist für jede reele Wirtschaft nur schädlich. Und ob der Soros eine Milliarde mehr oder weniger hat, sollte auch verkraftbar sein.

TomBerg
14.02.2013 14:04
8

Verbrecherkreatur & Rothschildagent!


kaphorn
14.02.2013 13:41
7

Nachlesen

Dieser Spekulant hatte bereits vor Jahren auf gegen den Pfund gewettet. Mit Hilfe seiner Vebündeten in der Wallstreet wäre fast das Land kollabiert. Keine Verschwörungstheorie ist bereits legende.

buhbuh
14.02.2013 13:40
3

bin hoch erfreut


hedisi
14.02.2013 13:39
2

Soros bekommt von Japan jetzt einen Orden

Die Japaner wollten den Yen mit allen Mitteln drücken um die 20 jährige Deflation auszutreiben.

Soros hat ihnen dabei riesig geholfen indem er auf einen fallenden Yen spekulierte.

Die Japaner werden im sehr dankbar dafür sein.

Toast
14.02.2013 13:27
7

Und was genau ist daran jetzt so sensationell?

Das ist ganz normaler Devisenhandel.

Antworten John Galt
14.02.2013 21:44
1

Re:sensationell?

Traurig ist die Debatte. Der Hr. Soros spekuliert mit eigenem Geld und Hirn.
Die politiker verwalten oeffentliches Geld, pulverns in marode Bank(geschaefte).
"Too big to fail" ist die groesste Gaunerei, Dummheit und Fehler des letzten Jahrzehnts.
Hr. Abe wurde demokratisch gewaehlt, er hat im Wahlkampf angekuendigt den Yen abzuwerten(vernichten).
Traurig.
Currency War hamma schon.
(siehe Venezuela)

hk1190
14.02.2013 13:06
5

hk1190

Ich kann mich nur wundern und fragen, ober denn schon ausgezeichnet wurde? Da gibt es welche, die mit nichts einen Nobelpreis geschafft haben. Wir könnten ihm wenigstens einen österreichischen Orden anhängen. Das wäre problemlos machbar für so ein Vorbild, aber da müssen wir uns beeilen, weil Länder wie Griechenland, die derartigen Wohltätern viel zu verdanken haben, sicher schon vorstellig wurden.

Koprolalist
14.02.2013 12:56
6

Gegen einen Staat und seine Währung spekulieren

und dann den Philantropen spielen und ein paar peanuts verteilen!

Antworten Markus Trullus
14.02.2013 17:15
2

Re: Gegen einen Staat und seine Währung spekulieren

Ja, endlich macht einer mal was richtig... und das unabhängig von populistischen Politikern, die uns alle an der Nase herumführen und für blöd verkaufen....

McCarthy the Great
14.02.2013 12:51
4

bravo

Die japan. Politik ist da selbst schuld...wenn die offiziell sagen daß die NB die Notenpresse anwerfen soll, der Vorstand dann zurücktritt ist es klar daß der Wert des Yen fallen muß.

Wieder wird eines vergessen: Währungspolitik DARF es nicht geben, sie ist zum Schaden aller Bürger (außer den Wohlhabenden, die investieren in reellle Werte wie Immobilen, was die Wohnungspreise erhöht) und kann NUR verhindert werden indem man den staatlichen Einfluß auf Notenbanken gänzlich abschafft. Wie? Freigeld her, das staatliche Geldmonopol ist Krebs-Muttergeschwür aller wirtschaftlichen Krisen. End the Feds - worldwide...

Antworten der-schlingel
14.02.2013 14:10
3

Re: bravo

Die FED ist allerdings keine staatliche Bank.

Antworten Antworten Wallen_Stein
14.02.2013 16:02
0

Re: Re: bravo

Die FED hat ein gewaltiges Monopol.
Das Monopol über die Weltwährungsreserve.

END THE FED.

Wir brauchen nicht ein Freigeld.
Wir brauchen keine neuen Monopole.

Wir brauchen auch im Geldwesen die Freiheit vor Monopole, die Freiheit vor Staatszwangsgeld.

Presse-Zensur
14.02.2013 12:41
13

Verdient ?

Ein Buchmacher verdient nicht, er manipuliert und betrügt.

Spekulations"geschäfte" sollten mit einer Wettsteuer von 100% belegt werden.

Wetten gegen Staaten und deren Währungen (bzw. Bürger) sind terroristische Handlungen.

Antworten Konrad zu Stayn
14.02.2013 13:20
6

Re: Verdient ?

GEGEN einen Staat und seine Bürger zu spekulieren und vielleicht auch noch ein bißchen nachhelfen (lassen)

ist ein terroristischer Anschlag !

Antworten Antworten Fornax A
14.02.2013 13:26
3

Re: Re: Verdient ?

"Im Jahr 1992 wurde der gebürtige Ungar Soros weltbekannt, als er gegen das britische Pfund wettete, die Bank of England in die Knie zwang und am Ende eine Milliarde Dollar kassierte. Die Zeche mussten die britischen Bürger zahlen."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aus-fuer-investoren-george-soros-spekuliert-nur-noch-mit-eigenem-geld-a-776812.html

Wäre er auf der anderen Seite der Macht hätte er schon längst einen tödlichen Unfall erlitten!

Antworten Antworten Antworten fz_presse
14.02.2013 15:49
2

Re: Re: Re: Verdient ?

Die "Zeche" hätte sie bei einer überbewerteten Währung sowieso früher oder später bezahlt. Soros hat erkannt dass sich England nicht ewig die illusorisch niedrigen Zinsen ohne Abwertung leisten kann und etwas beschleunigt, was zu irgendeinem zeitpunkt eintreten musste - nämlich dass die Währung an Wert verliert. Er ist ein Opportunist, klar. Aber ihm da den Wohlstandsentfall der britischen Bevölkerung anzulasten ist eine politische Strohmann-Suche, und sonst nix.

 
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