Für Gold wird es spannend

23.02.2013 | 18:38 |  ju (Die Presse)

Die Notierung des Edelmetalls rutscht gefährlich in die Nähe einer Unterstützung.

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Wer Gold nicht für Katastrophenzeiten in kleinen Stücken im Garten vergraben hat, sondern als Anlageinstrument hält, dem sei in nächster Zeit eine intensivere Befassung mit dem Goldmarkt empfohlen. Der Preis des Edelmetalls sinkt nämlich beharrlich und kommt wieder einmal in die Gegend einer gefährlichen Schwelle: Seit dem Herbst 2011 läuft die Notierung im Wesentlichen seitwärts, wobei die Spanne nach oben bei rund 1800 Dollar einen starken „Deckel“ aufweist und der untere Rand durch eine charttechnische Unterstützung definiert ist, die bei etwas über 1520 Dollar liegt.

Diese Unterstützung hat bisher gehalten. Sollte sie durch den derzeitigen Rutsch, der die Notierung in der vergangenen Tagen schon deutlich unter 1600 Dollar geführt hat, nachhaltig gebrochen werden, dann wird die Lage ungemütlich. Der Grund: Großanleger (und deren automatische Handelsprogramme) setzen stark auf charttechnische Markierungen. Unter derart markanten Unterstützungen liegen normalerweise also eine ganze Menge Stopp-Orders zur Absicherung von Positionen.

Werden die „getriggert“, dann kommt kurzfristig großer Verkaufsdruck auf. Der Preis kann dann sehr schnell in die Gegend von 1300 oder gar 1200 Dollar „abrauschen“. Es könnte also sinnvoll sein, aufgelaufene Gewinne erst einmal ins Trockene zu bringen und sich dann von der Seitenlinie aus anzuschauen, wie weit es nach unten geht. Überstürzen muss man aber nichts: Noch ist die Unterstützung nicht verletzt. Alarmzeichen gibt es aber: In den USA haben Goldanleger in den vergangenen Wochen mehr als eine Mrd. Dollar aus Gold-ETFs abgezogen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2013)

 
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10 Kommentare
makaberich
25.02.2013 16:21
0

Gold behalten

.... und wenns weiter nach unten geht, nachkaufen.
Nach der deutschen Wahl kommt das Erwachen.

Monte Rosa
25.02.2013 09:21
3

Wo liegt das Problem?

Der Besitz von physischem Gold ist eine langfristige Anlage. Da gibt es halt Auf- und Abbewegungen des Goldkurses. Man gewinnt den Eindruck, dass ein Sinken des Goldkurses geradezu herbei gebetet wird. Aktien haben in den vergangenen 12 Jaren schon viel grössere Fluktuationen erlebt. Trotzdem hat niemand den Besitz von Aktien grundlegend in Frage gestellt. Wer in den 90er-Jahren Gold gekauft hat, kann - in Schweizer Franken - auf eine "Rendite" von 6.5 % zurück blicken. Oder anders ausgedrückt: der Goldreis stieg seit damals im Mittel um 6.5 % pro Jahr. Bei anderen Währungen sind die Gewinne noch höher (die Aufwertung des Schweizer Franken mindert den Kursanstieg). Bei meinen Aktien ist die Rendite über den gleichen Zeitraum betreachtet deutich geringer.


Bauernbua
24.02.2013 16:21
6

Wertanlage Gold


Seit ca. 5000 Jahre liebt die Menschheit Gold ,jetzt sagen Amis Gold stürzt ab.
Mir kann es nur recht sein,dann kann ich mir ein paar Unzen kaufen.
Früher oder später zählt nur mehr Edelmetall.
Papierzertifikate in Gold und Papierwährungen
sind dann nichts mehr wert .
Die Masse soll in wertlose Lebensversicherungen
,Pensionsvorsorgen und Bausparverträge
investieren.

Taurus
24.02.2013 15:35
2

GHaddafi kauft nicht mehr

Seit die "Koalition der Willigen" aus USA, Großbritannien, Frankreich und Italien Libyens Ghaddafi umgebracht hat, bzw. die exilierten libyschen "Freiheitskämpfer" dazu finanziert und unterstützt hat, kann der eben nicht mehr seine Hundertmilliarden Papierdollars, -pfund und -euros aus den USA, Frankreich, U.K. und Italien zurück holen und immer mehr Gold einkaufen um seinen "afrikanischen Dirham" zu finanzieren. Also ist der Goldpreis jetzt seit zwei Jahren ohne einen großen Nachfrager

Was schließlich auch der Sinn der "libyschen Demokratisierung" von Obama, Cameron, Sarkozy und Berlusconi war *kotz*

josefnemeth
24.02.2013 09:39
6

BlaBla

Was hier nicht angemerk wird ist die Tatsache dass der Goldpreis seit 2003 um 500% gestiegen ist.
Da wird gar nix spannend.

Kreuzfahrer
24.02.2013 08:18
7

Es wird nicht spannend.

Ein Geschäft war Gold nur selten aber es behält immer seinen Wert.
Wer Gold physisch kauft ist noch nie schlecht gefahren - nur wer mit Gold spekuliert - aber der hat das Prinzip von Gold entweder nicht verstanden oder ging auf Risiko.

Austrian Economist
24.02.2013 07:02
5

Wenn die Unterstützung durchbrochen wird,

erleben wir die Kaufgelegenheit des Jahrtausends.
Die Leute flüchten aus "Papiergold", denn sie haben bemerkt, dass es im Krisenfall wertlos ist.
Die Nachfrage nach physischem Gold ist hoch, und wird gerade durch Notenbankkäufe aus China/Russland/Arabien verstärkt.

Antworten insigma
24.02.2013 13:00
1

Re: Wenn die Unterstützung durchbrochen wird,

was man sich alles einreden kann, wenn man nur fest genug dran glauben will, faszinierend, hat schon einen religiösen touch langsam...

Antworten Antworten Austrian Economist
24.02.2013 17:37
3

Sie sind einer von vielen,

die noch an Wunder glauben.
Nämlich an das Wunder, dass die Regierungen der USA, EU, Japan etc. ihre Schuldenberge abbauen werden.

Der Tag, an dem die Schuldenstände sinken, ist der Tag, an dem ich mein Gold verkaufen werde.

Es wird nicht passieren. Marc Faber: "I will NEVER sell my gold"

rcs3112
24.02.2013 00:47
9

Papier ist geduldig..

doch physisches Gold ist hart. am Papier gibt es mehr Gold als wirklich vorhanden. keiner weiß wie viel zu wenig, aber wenn das dann mal raus ist, wie sieht es dann aus? wenn eine goldblase platzt dann wohl welche?

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