Steuerabkommen: Schweiz bereit zu neuen Gesprächen

01.05.2013 | 18:16 |   (Die Presse)

Wenn Deutschland das Gespräch suche, sei man offen für Verhandlungen, so Didier Burkhalter. Die Schweizer Banken hielten inzwischen ihre Kunden an, ihre steuerliche Situation in Ordnung zu bringen.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Wien/Ag. Die Schweiz ist zu neuen Verhandlungen über ein Steuerabkommen mit Deutschland bereit. Das deutete der Schweizer Außenminister Didier Burkhalter in der „Bild am Feiertag“ an. Gefragt, ob es nach der deutschen Bundestagswahl eine neue Chance für ein Abkommen gebe, sagte er: „Wenn Deutschland nach seiner Ablehnung das Gespräch mit uns suchen will, sind wir offen. Der heutige Zustand mit Zufallsfunden und rechtlich fragwürdigen CD-Käufen ist für beide Seiten unerfreulich“, so Burkhalter. Die Schweizer Banken hielten zwar inzwischen ihre Kunden an, ihre steuerliche Situation in Ordnung zu bringen. „Einen Zwang und eine Garantie gibt es aber auf diese Weise nicht.“

Unterdessen sagte Heinz Zourek, Generaldirektor für Steuern in der EU-Kommission, Österreichs bilaterales Abkommen mit der Schweiz könne bestehen bleiben, auch wenn die EU ein Abkommen über den Austausch von Kontodaten mit der Schweiz vereinbaren sollte. Und selbst wenn Österreich dem automatischen Datenaustausch innerhalb der EU nicht mehr entgegenstehe – die Regierung gab ihren Widerstand in der Vorwoche auf – könne das Bankgeheimnis für Inländer bleiben, so Zourek.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2013)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

5 Kommentare

Keine Gnade mit Steuerverbrecher

Das wird Schäuble dem Koffermann aber gar nicht in den Kram passen, schließlich liegen von ihm immer noch irgendwo 100.000 Mark herum.
Auch der Fekterin ihren Ablasshandel gehört sofort rückgängig gemacht.

Schweiz bereit zu neuen Gesprächen

es heißt nicht umsonst, wenn ein Schweizer Bänker aus dem Fenster springt, dann soll man nachspringen denn es handelt sich sicherlich um ein Geschäft.

Die Schweiz ist sehr geschickt in ihren Verhandlungen. Sie hat allen Deutschen gesagt, sie sollen mit ihren Finanzen entweder aus der Schweiz verschwinden, oder ihre Finanzen in Ordnung bringen.

Es gibt viele Geschäfte auf internationaler Ebene, die können nur in der Schweiz abgewickelt werden, denn nur die Schweiz hat die Bänker und Banken dazu.

Viele Länder akzeptieren nur die Schweiz bei Abwicklung von normalen Geschäften.

Damit die Schweiz diese Geschäfte aber auch ruhig und ohne Störung abwickeln kann, legt sie keinen Wert mehr auf Anleger aus der EU.

Die Schweiz hat eine sehr große Dichte von Ansiedlungen der größten Firmen der Welt. Die wird sich doch keine Laus in den Pelz setzen mit kleinen Steuerverkürzern.


Da kann Fekter nur hoffen (oder fürchten?),

dass diese verbesserten deutschen Verhandlungsergebnisse auch automatisch für Österreich gelten und Faymann, dass die Regierungs-Bedingung "Aufrechterhaltung des Abkommens" (im Zusammenhang mit den EU- Bankgeheimnis-Verhandlungen) nicht zum Boomerang wird, wenn Österreich damit schlechter aussteigt als Deutschland bzw. von österr. Regierungsseite mitgeholfen wird, die Anonymität österr. Steuerhinterzieher zu wahren, obwohl die Schweiz bereit wäre, diese offenzulegen.

endlich visumpflich für diesen schurkenstaat

grenzen dich solange bis sie allen ihr geraubtes geld zurückgeben

endlich visumpflich für diesen schurkenstaat

grenzen dich solange bis sie allen ihr geraubtes geld zurückgeben

Umfrage

AnmeldenAnmelden