Abwärtstrend bei Pkw-Neuzulassungen in Europa gebremst

17.05.2013 | 11:33 |   (DiePresse.com)

In Europa stieg die Zahl im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent auf über eine Million Pkw. In Österreich blieb der Trend jedoch negativ.

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Aufatmen in der krisengebeutelten europäischen Automobilindustrie: Die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa legten im April erstmals seit gut eineinhalb Jahren zu. Das leichte Plus von knapp zwei Prozent kam allerdings nur dank zweier Arbeitstage zustande, die der Monat wegen der frühen Osterfeiertage in diesem Jahr mehr hatte. "Es ist viel zu früh, Freudenfeste zu veranstalten", dämpfte Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer die Euphorie. Die Wirtschaftskrise in Südeuropa sei längst nicht überwunden, der Automarkt bleibe fragil. Österreich ist weiter im Minus.

Nach Daten des europäischen Herstellerverbandes ACEA vom Freitag kamen im April in den 27 EU-Staaten und den drei EFTA-Ländern Schweiz, Island und Norwegen knapp 1,1 Millionen Pkw neu auf die Straßen, 1,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Trotz des leichten Zuwachses war der Monat schwach. Lediglich zwei Mal waren die Neuzulassungen in einem April schlechter. Das historische Tief wurde vor einem Jahr registriert. Unter den großen Staaten in der Gemeinschaft verbuchten Deutschland, Spanien und Großbritannien Zuwächse, während die Neuzulassungen in Frankreich und Italien erneut schrumpften.

Österreich bis April mit Minus 8,8 Prozent

In Österreich gingen die Neuzulassungen im April immer weiter deutlich zurück - um 5,9 Prozent auf 30.807 Fahrzeuge. Der Einbruch milderte sich aber etwas ab. Denn in den ersten vier Monaten sind die Zulassungszahlen heuer gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 8,8 Prozent auf 110.831 Pkw eingebrochen.

Bei den Herstellern verbuchten Peugeot mit minus zehn Prozent und Fiat mit minus 9,8 Prozent die größten Rückgänge. Dagegen steigerte sich Marktführer Volkswagen um 9,7 Prozent. Neben der Kernmarke VW Pkw und dem Autobauer Audi legte in dem Wolfsburger Mehr-Marken-Konzern diesmal auch die sonst schwächelnde spanische VW-Tochter Seat kräftig zu. Der französische Hersteller Renault steigerte die Neuzulassungen dank der Billigtochter Dacia, die um knapp 28 Prozent wuchs.

Opel legt leicht zu

Opel legte nach längerer Durststrecke dank neuer Modelle im April um 2,1 Prozent zu, während die ebenfalls zum amerikanischen Mutterkonzern GM gehörende Marke Chevrolet stark einbüßte. Opel und die britische Schwester Vauxhall steigerten ihren Marktanteil von Jänner bis April auf 6,7 (Vorjahr 6,6) Prozent. Rivale Ford büßte leicht ein.

Unter den Verlierern war auch die erfolgsverwöhnte Marke BMW, die im vergangenen Monat knapp drei Prozent weniger verkaufte als vor einem Jahr. Die Tochter Mercedes-Benz des Stuttgarter Rivalen Daimler steigerte sich dagegen um 13 Prozent.

(APA/dpa)

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1 Kommentare

Verkauft oder dem Händler aufs Aug gedrückt ?

Bei den lokalen Opel, Ford, BMW und Benz Händlern kann man nur mehr auf der Strasse und nicht auf dem Firmenareal parken, alles voll mit Neuwägen.

Dafür ist es bei Mazda, Toyota sehr aufgeräumt.


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