Hohe Energiepreise: Europas Industrie verliert an Boden

Die USA profitieren vom Schiefergas-Boom. In Europa geht es für energieintensive Brachen dagegen steil bergab, heißt es im diesjährigen "World Energy Outlook".

File photo of ConocoPhillips oil refinery in San Pedro
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File photo of ConocoPhillips oil refinery in San Pedro
REUTERS

Die steigenden Energiepreise wirken sich negativ auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Europa und Japan aus, heißt es im diesjährigen "World Energy Outlook" der Energieagentur IEA. "Die USA können durch sinkende Energiepreise einen ökonomischen Vorteil erlangen, während höhere Preise für die energieintensiven Industrien in Europa und Japan eine schwere Bürde sind", fasst Fatih Birol, IEA-Chefökonom die Ergebnisse bei der Präsentation am Dienstag zusammen. Bis 2035 soll der Export energieintensiver Güter vor allem in den asiatischen Schwellenländern stark zunehmen, prognostiziert das OECD-Institut. Auch die USA profitieren von den günstigen Energiepreisen, die sie dank des in Europa umstrittenen Schiefergas-Abbau - dem "Fracking" - erzielen. Europa und Japan fallen dagegen zurück (siehe Grafik).

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Export energieintensiver Güter - Veränderung bis 2035 – World Energy Outlook

Die Preise sind in energieintensiven Branchen, wie etwa der Stahl- oder Papierindustrie, entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit. Sie stehen dem "World Energy Outlook" zufolge für ein Fünftel des industriellen Wertschöpfung und für ein Viertel aller Industrie-Arbeitsplätze weltweit.

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APA

(Red.)

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