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Rezessionsangst ergreift Italien

10.09.2008 | 16:33 |   (DiePresse.com)

Die EU-Kommission hat seine Prognose für das Wirtschafts-Wachstum 2008 für Italien von 0,5 auf 0,1 Prozent gesenkt. Nun greift die Angst vor einer Rezession in Rom um sich.

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In Rom wächst die Sorge wegen der schlechten Aussichten für die Wirtschaft des Landes. Nachdem die EU-Kommission in ihrer am Mittwoch vorgestellten Zwischenprognose die Wachstumsaussichten des italienischen Bruttoinlandsprodukts für 2008 von 0,5 auf 0,1 Prozent revidiert hat, befürchtet Italien eine Rezessionsphase.

Der italienische Industriellenverband Confindustria geht gar von einem Jahr mit null Wachstum aus, berichteten italienische Medien. Das Ergebnis eines 0,1-Prozent-Wachstums im zweiten Quartal 2008 ist das schlechteste Resultat seit dem dritten Quartal 2003.

Zu wenig Binnennachfrage

"Die italienische Wirtschaft stagniert, was hauptsächlich der schwachen internen Nachfrage und der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit entspricht", heißt es im Bericht der EU-Kommission. "Unter dem Druck der steigenden Preise ist der Privatkonsum schon seit dem letzten Quartal 2007 gesunken. Man kann mit einer leichten Besserung in den letzten Monaten des Jahres 2008 rechnen. Als Folge der sinkenden Nachfrage haben die Unternehmen ihre Investitionspläne nach unten revidieren müssen", hieß es im Bericht.

Auch die italienischen Kaufleute fordern mit Nachdruck Maßnahmen zur Ankurbelung des stagnierenden Konsums. "Italien hat keinen Sauerstoff mehr, die Familien geben nur für das Wesentlichste Geld aus", sagte ein Sprecher des einflussreichen Kaufleuteverbands Confcommercio.

Mehr Infrastruktur-Investitionen

Der Industriellenverband Confindustria drängte auf stärkere Investitionen im Infrastrukturbereich, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu steigern. Auch in Forschung und Bildung müsste Italien aktiver investieren, meinte Generaldirektor Stefano Parisi.

 

(Ag.)

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