03.07.2009 21:52 | Meine Presse Merkliste0

Credit Suisse muss 15 Millionen Dollar Strafe zahlen

16.09.2008 | 18:51 |   (DiePresse.com)

Die Schweizer Großbank kauft ARS-Anleihen zurück, mit denen sie Anleger angeblich in die Irre geführt hat. Zusätzlich muss sie noch 15 Millionen Dollar Strafe für den Vergleich zahlen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Aufsichtsbehörden in den USA hatten der Credit Suisse vorgeworfen, durch so genannte Auction Rate Securities (ARS) einige Anleger in die Irre geführt zu haben. Denn der Zinssatz dieser Anleihen wird in wöchentlichen Auktionen festgelegt. Im Zuge der Finanzkrise brach aber der Markt zusammen und die Renditen rasselten in den Keller.

Nun muss die Credit Suisse im Rahmen eines Vergleichs nicht nur die praktisch wertlosen ARS zurückkaufen und die Anleger entschädigen. Sie muss auch 15 Millionen Dollar Strafe zahlen, wie die "North American Securities Administrators Association" mitteilte.

Falsche Sicherheiten eingeredet

Berater der Credit Suisse hätten ihre Kunden glauben lassen, für sie erworbene ARS seien durch staatlich garantierte Studentendarlehen gedeckt. Damit wären sie fast so sicher wie Bargeld, also quasi risikolos.  Die Papiere seien aber mit Hochrisikoanlagen wie Subprime-Hypotheken und Collateralized Debt Obligations (CDO) unterlegt gewesen.

 

(Ag)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Wirtschaft

  • Fall Madoff: Neue Spuren führen nach Wien
    Im „Fall Madoff“ gibt es schwere Vorwürfe gegen Sonja Kohn, Gründerin der Wiener Bank Medici. Dabei geht es um umstrittene Geldflüsse von rund 40 Mio. Dollar (28,4 Mio. Euro).
    Ohne Job: Generation Krise
    Der Einstieg ins Berufleben wird schwieriger. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt daher deutlich stärker als die allgemeine Arbeitslosenquote. Firmen nehmen lieber freigesetzte Mitarbeiter als Neueinsteiger.
    Verteilungskonflikt: "Wir brauchen Aufstand der Jungen"
    Keine Pension, kein Job und keine Kinder. Droht ein Kampf der Generationen? „Die Verteilungskonflikte zwischen Alt und Jung werden zunehmen“, meint Experte Wolfgang Gründinger.
  • AUA: Streik liegt in der Luft
    Wegen des geplanten Stellenabbaus bei der AUA-Tochter könnte es zu Streiks kommen. Betriebsrat Junghans meint aber, dass man gegen die Kündigungen nicht viel tun könne. Sie sollen nur "sozial verträglich" sein.
    SPÖ: An der Peripherie der Macht
    Jetzt hat es die SPÖ quasi amtlich: Die Partei hat massiv an Macht und Einfluss in der Wirtschaft eingebüßt. In einem Ranking der hundert einflussreichsten Österreicher findet sich nur eine Handvoll SPÖler.
    Skylink: Rechnungshof macht Druck
    Die Oppositionsparteien fordern eine Untersuchung des Finanzdebakels. Derzeit kann der RH ein Unternehmen nur prüfen, wenn die öffentliche Hand mindestens 50 Prozent der Anteile hält.
  • Kroatien/Slowenien: Polemisch um Gäste buhlen
    Slowenien macht Kroatien die Urlauber aus Serbien abspenstig – mit einer Kampagne voller Spott und Ressentiments.
    Bau: Strabag: Zukunft ohne Cemex
    Kein Okay der Kartellhüter, Konzern zieht sich zurück. Cemex Austria und Cemex Hungaria betreiben zusammen 85 Betonmischanlagen und 38 Stein- und Kiesgruben.
    Bahn: Steuernachzahlung für ÖBB
    Die Mitarbeitertickets wurden nicht versteuert. Der heimische Fiskus verlangt nun eine Steuernachzahlung von rund 80 Mio. Euro für die letzten fünf Jahre.
  • Russland: Lenins Leuchte wird ausgedreht
    Auch Moskau verkündet ein Glühbirnenverbot. Medwedjew hat entschieden, dass ab 2011 herkömmliche Glühbirnen in Russland verboten werden.
    Telekom: Eine Milliarde fürs Glasfasernetz
    Konzern startet Pilotprojekte in Wien und Kärnten. Aktie reagiert mit Kursanstieg. Durch neue multimediale Anwendungen verdopple sich das Datenvolumen alle ein bis eineinhalb Jahre.
    Immofinanz: Staat muss Anleger entschädigen
    Eine sichere Anlage? Viele Pflegschaftsgerichte haben zugelassen, dass die Ersparnisse von Minderjährigen in Immofinanz-Aktien angelegt wurden.