Die Deutsche Bahn schafft eine durchgehende Verbindung per Schiene für den Warentransport von und nach China. Ein Containerzug pendle von Jänner 2009 an regelmäßig zwischen dem Reich der Mitte und der deutschen Bundesrepublik, sagte der zuständige Bahn-Manager Hartmut Albers zur Premierenfahrt des Zuges am Freitag.
17 Tage braucht der auf seiner ersten Fahrt mit 50 Containern voller Monitore und Computergehäuse bepackte Tross für die mehr als 10.000 Kilometer von Xiantang nach Hamburg. Das ist ein Drittel schneller als auf dem Seeweg und kostet etwa ein Viertel des Lufttransports.
Jede Woche ein Zug
Das Gespann fährt einmal wöchentlich aus Peking oder Shanghai nach Hamburg, Duisburg oder Nürnberg und in die Gegenrichtung. Planungen für weitere regelmäßige Züge zwischen Deutschland und Russland laufen bereits. Spätestens Ende kommenden Jahres sollen sie nach Moskau und St. Petersburg rollen. "Die Warenströme von China nach Deutschland sind fraglos erheblich größer als umgekehrt", sagte Albers. Es gebe aber auch schon genügend Anfragen für den Rückweg, etwa von Maschinenbauern oder aus der Chemieindustrie.
10.000 km, 90 Grad Celsius Schwankung
Insgesamt hätten schon mehr als 100 Großunternehmen ihr Interesse am sogenannten Trans-Eurasia-Express bekundet. Erster Kunde ist Fujitsu Siemens Computers. Der mit Waren verschiedener Unternehmen bestückte Zug soll das ganze Jahr über verkehren, bei Temperaturen von plus 40 bis minus 50 Grad Celsius.
Die Strecke:
(Ag./Red)

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