Rund 4.000 Beschäftigte von Mercedes-Benz haben nach Betriebsratsangaben am Freitag an mehreren Standorten gegen weitere Arbeitszeit-Flexibilisierungen protestiert. Allein im Stuttgarter Stadtteil Untertürkheim seien dazu 2.000 Mitarbeiter zusammengekommen, sagte eine Sprecherin der Arbeitnehmervertretung. Weitere Kundgebungen fanden in Mettingen sowie Sindelfingen statt, wo der Aufsichtsrat seit Donnerstag über die Strategie des Konzerns berät. Thema des Gremiums sind auch Einsparungen.
Flexibilisierung oder Verlagerung
Daimler droht laut Betriebsrat, die Produktion eines Doppelkupplungsgetriebes an einen externen Hersteller zu vergeben, falls der Vorstand künftig nicht freie Hand bei der Verteilung der Arbeitszeit bekommt. Von der Flexibilisierung wäre die Hälfte der knapp 20.000 Beschäftigten im Werk Untertürkheim mit mehreren Standorten betroffen.
Zehn Stunden/Tag, 18 Schichten/Woche
Die Pläne sehen laut Betriebsrat eine Schwankungsbreite der Arbeitszeit zwischen sechs und zehn Stunden täglich vor. Außerdem soll es möglich sein, je nach Produktionsprogramm bis zu 18 Schichten pro Woche zu fahren. Das würde bedeuten, dass auch an Wochenenden gearbeitet werde, sagte die Betriebsratssprecherin. Bisher würden 15 Schichten gefahren. Das Doppelkupplungsgetriebe soll nach Angaben der Arbeitnehmervertretung ab 2010 produziert und in die A-, und B-Klasse eingebaut werden.
(Ag/Red. )

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