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Mercedes: 4000 Beschäftigte protestieren gegen Arbeitszeit-Pläne

26.09.2008 | 13:22 |   (DiePresse.com)

Der Betriebsrat von Mercedes rief zu den Protesten gegen die Pläne des Vorstandes auf. Angeblich soll die Arbeitszeit auf sechs bis zehn Stunden täglich in 18 Wochenschichten flexibilisiert werden.

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Rund 4.000 Beschäftigte von Mercedes-Benz haben nach Betriebsratsangaben am Freitag an mehreren Standorten gegen weitere Arbeitszeit-Flexibilisierungen protestiert. Allein im Stuttgarter Stadtteil Untertürkheim seien dazu 2.000 Mitarbeiter zusammengekommen, sagte eine Sprecherin der Arbeitnehmervertretung. Weitere Kundgebungen fanden in Mettingen sowie Sindelfingen statt, wo der Aufsichtsrat seit Donnerstag über die Strategie des Konzerns berät. Thema des Gremiums sind auch Einsparungen.


Flexibilisierung oder Verlagerung

Daimler droht laut Betriebsrat, die Produktion eines Doppelkupplungsgetriebes an einen externen Hersteller zu vergeben, falls der Vorstand künftig nicht freie Hand bei der Verteilung der Arbeitszeit bekommt. Von der Flexibilisierung wäre die Hälfte der knapp 20.000 Beschäftigten im Werk Untertürkheim mit mehreren Standorten betroffen.

Doppelkupplungsgetriebe
Ein Doppelkupplungsgetriebe ist ein automatisiertes Schaltgetriebe, das mittels zweier Teilgetriebe einen vollautomatischen Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Die Getriebesteuerung wählt die Gänge selbständig oder nach Fahrerwunsch (Schaltwippe/Hebel) im Rahmen der zugelassenen Drehzahlbereiche. Im Gegensatz zu Automatikgetrieben mit hydraulischem Drehmomentwandler erfolgt die Übertragung des Moments über eine von zwei Kupplungen, die zwei Teilgetriebe mit dem Antrieb verbinden. Dieses Prinzip ermöglicht einen Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung, indem gleichzeitig eine Kupplung schließt, während die andere öffnet

Zehn Stunden/Tag, 18 Schichten/Woche

Die Pläne sehen laut Betriebsrat eine Schwankungsbreite der Arbeitszeit zwischen sechs und zehn Stunden täglich vor. Außerdem soll es möglich sein, je nach Produktionsprogramm bis zu 18 Schichten pro Woche zu fahren. Das würde bedeuten, dass auch an Wochenenden gearbeitet werde, sagte die Betriebsratssprecherin. Bisher würden 15 Schichten gefahren. Das Doppelkupplungsgetriebe soll nach Angaben der Arbeitnehmervertretung ab 2010 produziert und in die A-, und B-Klasse eingebaut werden.

(Ag/Red. )

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