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Faymann: Wenn AUA-Verkauf scheitert, muss Staat einspringen

22.10.2008 | 16:15 |   (DiePresse.com)

Nach dem gestrigen Stichtag ist unklar, ob für die AUA ein verbindliches Angebot vorliegt. Die ÖIAG will sich dazu nicht äußern und betont, der Zeitplan für den Verkauf sei aufrecht.

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Die Staatsholding ÖIAG hat heute, Mittwoch, betont, sie könne zu der derzeit vorliegenden Angebotslage keine Stellungnahme abgeben, da mit den Bietern Vertraulichkeit vereinbart sei. Gestern war aus mit dem Verkauf befassten Kreisen bekannt geworden, die Presse berichtete, dass kein verbindliches Angebot für die ÖIAG-Anteile an der AUA vorliegt.

Der AUA-Verkaufsprozess sei nach wie vor im Gang, der Zeitplan sei weiter aufrecht, betonte die ÖIAG weiter. "Der Aufsichtsrat der ÖIAG wird am Montag eine Entscheidung treffen und diese dann entsprechend kommunizieren", hieß es in einer knappen Aussendung.

"Viel Geld"

Wenig Licht bringen auch die Aussagen von Verkehrsminister Faymann in die Sache. Nach dem Ministerrat erklärte er: Nach Informationen der ÖIAG gebe es "ein verbindliches" Angebot (von der Lufthansa), das er, Faymann aber auch nicht näher kenne, vor allem das Preisangebot nicht.

Faymann bestätigte die Befürchtungen, dass der Staat im Fall eines Scheiterns des Verkaufs der AUA einspringen wird müssen. "Das kostet dann viel Geld", bestätigte der Minister. Summen nannte Faymann nicht.

Kurssturz

Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter hat sich heute, Mittwoch, "extrem beunruhigt" über den Kursabsturz der Austrian Airlines (AUA) an der Wiener Börse geäußert. Er müsse die österreichische Gesellschaft aber in Schutz nehmen: "Die AUA ist nicht die Alitalia", sagte Matznetter vor Journalisten.

Die Aktie der AUA ist am Mittwoch früh angesichts des zumindest enttäuschenden Verkaufsverfahrens um fast 40 Prozent bis auf 2,50 Euro abgestürzt, mittlerweile hat sich der Verlust auf knapp unter 30 Prozent bei 2,89 Euro eingependelt.
Abwarten

ÖIAG am Zug

Für Matznetter ist nun die Staatsholding ÖIAG am Zug. VP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein wollte gar keinen Kommentar zur Lage abgeben, er sei nicht ressortzuständig.

Wie berichtet haben Bieter für die AUA die Anbotsfrist gestern, Dienstag, ungenützt verstreichen lassen. Nur die Lufthansa soll geboten haben, die deutsche Fluglinie gibt aber weiter keinen Kommentar ab. Ob das Angebot der Deutschen aber den Ausschreibungsbedingungen noch entspricht, wurde gestern Abend offen gelassen.
Noch am Dienstag Abend war massive Kritik am Verkaufsprozess laut geworden. Die Politik hätte es verabsäumt, den Verkauf rechtzeitig abzublasen oder zu verschieben, hieß es bei den Kritikern.

Die Oppositionsparteien sind angesichts des Chaos im Finale der Privatisierung der Austrian Airlines (AUA) mit heftiger Kritik aufgefahren. Die FPÖ will einen sofortigen Verkaufsstopp, warnt vor einer Verscherbelung der AUA. Das BZÖ will, dass bei einem AUA-Gipfel die Lage neu bewertet wird. Und die Grünen verlangten den Rücktritt der Spitzen von AUA und ÖIAG, sie fürchten, dass jetzt der Steuerzahler zum Handkuss kommt.

(Ag.)

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173 Kommentare
 
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Gast: satan
23.10.2008 13:53
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Pöse Piloten

Immer wieder die teuren, bösen Piloten. Die AUA hat 2007 350 Piloten abgebaut, weil sie die Flugzeuge verkauft hat (die neuen Airbusse, nicht die 25 Jahre alten Niki Boeings), die Abfertigungen der Piloten hat die AUA mit der Kapitalerhöhung von 400Mio Euro finanziert. Flugzeuge weg, Piloten weg, Geld weg. Ergebnis? Siehe Schlagzeilen in jeder Zeitung.

Und Piloten sollen überbezahlt sein? Nennen Sie mir einen einzigen ehemaligen AUA-Piloten, der letztes Jahr gekündigt wurde, der A) bei keiner anderen Fluglinie fliegt und B) schlechter verdient als bei der AUA. Der einzige Rückschlag den diese Piloten eventuell erlitten haben, ist dass sie im Ausland arbeiten. Fluglinien expandieren so stark, dass Airbus und Boeing nicht mit der Produktion mithalten können. Schon mal die Piloteninserate diverstester Fluglinien (Lufthansa, Air Emirates, Air Singapore, usw) in Presse und Standard gelesen? Piloten werden abgeworben wie warme Semmeln, die werden nicht billiger sondern noch teurer.

Antworten Gast: Hanno
23.10.2008 16:55
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Blödsinn.

Jeder weiß, dass die jungen Piloten bei der AUA nix verdienen. Und um diese geht es auch gar nicht - es geht um die alten Piloten mit den Traumverträgen und den Traumpensionen aus der Heschgl/Bammer Zeit. Die sind de fakto unkündbar gestellt und massivst überbezahlt. Und wenn dann wer gehen muss, weil die Gehaltszahlungen im Bereich Cockpit zu hoch sind, dann sind immer die Jungendran ... dass diese dann besser bezahlte Jobs finden, wundert keinen.

Antworten Antworten Gast: satan
23.10.2008 19:35
0 0

Re: Blödsinn.

so, wie sie schreiben, müssten diese traumvertragspiloten ja schon zu beginn bammer/rehulka im kapitänsalter gewesen, um zu solchen traumgagen zu kommen. bammer ist tot, rehulka ein greis. und die bonzenpiloten? 75 jahre alt? also, wenn von denen noch 5 arbeiten, ist das schon hochgegriffen. ihr argument ist um es in den worten des erfinders der österr luftfahrt zu sagen: "schwachsinn."

Gast: Quit
23.10.2008 11:33
0 0

Profi¿s

Profi, es gibt nur einen, der löst das Zwischen den Autorennen und dem Seitenblick, ich meine Nicki-
Nationale! Na, war das ein Vorschlag!Ich hoffe es erwischt mich kein AUA- Mann, denn dann sag ich
Au ah!

Gast: Steuerzahler
23.10.2008 10:42
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Verstaatlichung - nein Danke


Der Gedanke, dass dieselben Leute, die diesen Verkauf versemmelt haben, die Airline führen, treibt mir den Angstschweiss.

Es gibt realistischerweise nur eine Lösung:

- um einen EUR an die Luftwaffe
- Staat übernimmt alle Schulden
- die Lufthansa übernimmt mit Poenale belegte und einklagbare Garantien für den Standort Wien auf 20 Jahre.

Aber BITTE: letzteren Punkt nicht von Ötsch und Michelis verhandeln lassen, sondern von Profis.

Antworten Gast: Brandeis
23.10.2008 16:56
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Wie bitte??? Wir sanieren die AUA mit unserem Geld und die Hansa streicht

dann die Gewinne ein? Wieso denn bitte???

Gast: Quit
23.10.2008 09:45
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Aua...

Warum bitte regt ihr euch so auf, Faymann und Co wird alles lösen, wartet ab, es wird alles besser!

Gast: Leser
23.10.2008 08:41
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unsere politische "Elite"...

ein wirtschaftspolitischer PISA-Test für unsere politische Elite - indbes. den Blender Faymann - der als Infrastrukturminister den Verkauf solange hinausgezögert hat und... etc... Gott schütze Österreich in den nächsten Jahren vor seiner ökonom. Halbbildung...

Antworten Gast: Jonathan
23.10.2008 16:57
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Tippfehler?

Sie meinten wohl Bartenstein. Der ist ressortzuständig bei der ÖIAG. Faymann hat da nichts mitzuentscheiden.

Gast: pepe
23.10.2008 07:11
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Nasse Fetzen!

Die gehören doch alle mit nassen Fetzen über das Rollfeld gejagt!!!

Antworten Gast: Burger
23.10.2008 18:21
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Das arme Rollfeld.

Wieso sind Sie so gemein zu armen Betonstücken ... ;-)

Gast: Gast
22.10.2008 23:50
0 0

Einmal geht noch........

Anscheinend war der alte Schuldenberg der alten staatlichen Betriebe nicht genug für Österreich, jetzt brauchen wir wieder die AUA die mal dafür sorgen soll, dass der Steuerzahler sein Geld in ein schwarzes Loch schaufelt.
Aber was soll man schon erwarten wenn Matznetter bei "Im Zentrum" sowas behauptet wie "hauptsache die Rot-Weiß-Rote Flosse bleibt dran" und der Betriebsrat eine Übernahme nur zustimmt wenn keine Mitarbeiter gefeuert werden. Die ÖIAG sollte gänzlich aus allen nicht sensiblen Bereichen zurückziehen und wenn die Frimen nicht fähig sind zu überleben, dann sollen sie halt untergehen.

Antworten Gast: Das Ei des Faymanus
23.10.2008 08:32
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Re: Einmal geht noch........

Einfach die AUA mit der ÖBB fusionieren, und alles ist gut!

Gast: Franz Weinpolter
22.10.2008 22:19
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AUA wieder nationalisieren!

Die AUA gehörte ursprünglich dem Staat und wurde aus ÖVP-ideologischen Gründen privatisiert. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Irrtum zu korrigieren. Und warum soll die AUA eine Gewinn erzielen? Die ÖBB gehören auch dem Staat und haben noch nie einen Gewinn abgeworfen. Zum Ausgleich bieten beide Unternehmen sehr hochwertige und sichere Arbeitsplätze an, wie sie das AMS niemals vermitteln könnte. Allein dies wiegt die leider unvermeidlichen Defizite bei weitem auf!

Antworten Gast: Burgl
23.10.2008 16:57
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Die AUA hat von 1974 bis 1995

Riesengewinne erzielt. Warum soll das heute nicht mehr gehen?

Antworten Faktum Est
23.10.2008 09:37
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Das kann nur ironisch gemeint sein...

Das MUSS ironisch gemeint sein!

Re: AUA wieder nationalisieren!/Franz Weinpolter

Sind Sie tatsächlich "DER Weinpolter", der große "dem Onkel Hans nach dem Maul Redner" aus der "Krone"? Dann würde mich Ihr Posting nicht wundern. Wer hat Ihnen den Zugang zu "www.diepresse.com" gesponsert, und glauben Sie tatsächlich, hier im - für Sie - richtigen Medium zu sein? Denken Sie einmal darüber nach, was uns - bei beiden genannten Unternehmen - die Terrorherrschaft der Gewerkschaften bisher gekostet hat - und reden Sie, wenn Sie "DER" sind, mit Onkel Hans darüber, ob's nicht besser (= für Österreich gesünder) wäre, die "Krone"-Blattlinie diametral zu ändern.

Antworten Antworten Gast: Busfahrer
23.10.2008 09:23
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Re: Re: AUA wieder nationalisieren!/Franz Weinpolter

Ad "Terrorherrschaft der Gewerkschaften":
Sie haben natürlich Recht (ich schreibe jetzt von der AUA), denn die Gewerkschaften haben bestimmt, dass die Lauda-Air mit all ihren Schulden zu übernehmen war, die Gewerkschaft hat Vorstände bestimmt, deren einzige Qualifikation ihr Parteibuch bzw. ihre Seilschaften waren, die Gewerkschaft hat dafür gesorgt, dass Firmen im eigenen Dachverband (OMV, Flughafen Wien) die AUA als Melkkuh benutzt haben, während die Konkurrenz (Billigflieger) begünstigt wurde, die Gewerkschaft hat dafür gesorgt, dass irgendwelche Politiker immer wieder hineinpfuschen durften. Habe ich das so richtig zusammengefasst?

Antworten Gast: ASVG-Sklave
23.10.2008 05:47
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Re: AUA NIE wieder nationalisieren!

Richtig: Und daher sollen die kleine Anker-Verkäuferin, der am Existenzminimum schrammende Gewerbetreibende, die Mindestpensionistin und der Taxifahrer die tollen Jobs der Günstlinge bei der AUA weiterhin finanzieren, damit die AUA auch in Zukunft sich die teuersten Piloten, die faulsten Betriebsräte und das verwöhnteste Personal leisten kann. --- Wissen Sie was? Fliegen Sie mit der Lufthansa.

Antworten Gast: freydenker
22.10.2008 23:20
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Re: AUA wieder nationalisieren!

Genau, wieso Gewinn erzielen - es lebe die Planwirtschaft!
Für eine Zugfahrt von Sgb nach Wien über 3 h zu benötigen, ist für mich nicht wirklich zeitgemäß. Ebenfalls auch nicht, dabei auch noch Verluste zu schreiben.
Sehen Sie sich bitte mal die Deutsche Bahn an, deren Züge und deren Leistungsfähigkeit - und deren Umsatz/Gewinn.

Antworten LUPO
22.10.2008 23:00
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Re: AUA wieder nationalisieren!

Und dort gibt es nur 1/(hoch intelligent) Mitarbeiter, wie sie.

Gast: au
22.10.2008 20:46
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Großkoalitionäres Klima

Diese derzeitigen freundlichen Worte zwischen Rot und Schwarz sind doch vollkommen unnatürlich.
Hahnenschwanzler gegen Schutzbund, das ist doch die österreichische Realität und bald werden wir wieder den Normalzustand haben.

Gast: Quit
22.10.2008 19:13
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"Au ah"

Wer kauft sich in solchen Zeiten einen Schulden-
macher mit einem renitenten Betriebsrat und die
Herrn von der Gewerkschaft im Rücken!
Also auf nach Rußland oder Herr Faymann
Bagare! Wenn¿s nicht so traurig wäre müßte man lachen.

Antworten Gast: Brandl
22.10.2008 20:16
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Lustig, aber daneben.

ÖIAG und AUA gehören zum Wirtschaftsressort - und das ist der Bartenstein. Der hat seit Jahren wegegschaut wie die von ihm eingesetzten VP-nahen Manager die AUA gegen die Wand gefahren haben. Und nun schweigt er - beredt.

Antworten Antworten my2cent
23.10.2008 15:01
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Re: Lustig, aber daneben.

VP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein wollte gar keinen Kommentar zur Lage abgeben, er sei nicht ressortzuständig.

für die entstaatlichung der AUA ist faymann zuständig, und das jetzige ergebnis ist SEIN politischer erfolg

gönnens dem mann das zumindest, was ihm in seinem ressort tatsächlich zugeordnet ist


Antworten Antworten Antworten Gast: Blogger
23.10.2008 17:02
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Sie sehen das zu eng.

Das Debakel AUA muss man korrekterweise von Anfang an betrachten: vom Lauda Air Kauf (Streichers Idee) an. Das heßt, dass eigentlich 4 Parteien beteiligt waren: SP, VP, FP und BZÖ. Und jetzt wollens alle die Verantowrtugn abschieben ... peinlich!

 
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