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Konjunktur: US-Preise gehen stark zurück

19.11.2008 | 18:45 |   (Die Presse)

Die Preisrückgänge ziehen sich durch alle Sektoren – vom Haus über das Auto bis zur Bekleidung. Dies macht den Weg für Zinssenkung frei.

Washington (ag/ju). Die Verbraucherpreise sind in den USA im Oktober gegenüber dem Vormonat um ein Prozent geschrumpft – doppelt so stark als erwartet und in einem Ausmaß, das es seit dem Beginn der einschlägigen Aufzeichnungen im Jahr 1947 noch nie gegeben hat. Hauptauslöser war der starke Energiepreisverfall (Benzin wurde etwa allein im Oktober um 14 Prozent billiger). Die Preisrückgänge ziehen sich aber durch alle Sektoren – vom Haus über das Auto bis zur Bekleidung – was Beobachter auf starke Konsumzurückhaltung angesichts der grassierenden Krise zurückführen.

 

Deflation noch nicht in Sicht

Die Gefahr, dass es bei anhaltenden Preisrückgängen zur gefürchteten Deflation kommt (die letzte haben die USA während der großen Depression in den Dreißigerjahren erlebt), sehen Experten freilich noch nicht. Im Oktober liegt die Inflation auf Jahresbasis nämlich immer noch bei 3,7 Prozent, im Monat davor sind es noch 4,7 Prozent gewesen.

Der kurzfristig scharfe Rückgang der Inflation lässt in der Finanzbranche nun Hoffnungen aufkeimen, dass die Notenbank Fed im Dezember ihren Leitzins noch einmal kräftig um einen halben Prozentpunkt absenken könnte – auf 1,5 Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.11.2008)


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3 Kommentare
 
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Von Gast: IC am 20.11.2008 um 08:47

Schlittern wir jetzt in eine Deflation?


Von peda am 20.11.2008 um 08:29

Zinssenkung

ja eine Zinssenkung auf lange sicht wäre zu begrüssen, damit das geld wieder unter die leute kommt, und alles wieder leich´ter finanzierbar wird,

die armen banken

werden die manager keine millionen und milliarden mehr abschöpfen?

mir egal, hauptsache der normalbürger hat eine vorteil davon, was sich bei uns schon auf die sinkenden schuldzinsen auswirkt!!!

Von Gast: AEIOU. am 20.11.2008 um 07:09

Bei uns, im ÖSILAND gehen

die Preise weiter nach oben. Eine Abzockerei sondergleichen findet gegenwärtig statt. Jede Woche werden die Preise in den sogenannten "Diskontläden" angehoben. Oftmals sind falsche Preise in den Scannerkassen und an den Regalen.So "schnellfüßig" ist die Preisspirale.Steuert alles auf den "Konkurs" zu? Auf jeden Fall auf eine Rezession, die sich "gewaschen" hat. Flucht in Sachwerte?In Immobilien vielleicht?Überzahlte Ladenhüter kaufen,um auf ihnen "sitzen" zu bleiben. Und die steigenden Erhaltungskosten als "Verzinsung"?Um nebbiche 5 Prozent aufs Sparbüchl?An den maroden Börsen zocken?Dann geht es noch schneller mit der Einschmelzung des ohnedies zumeist nebbichen "Vermögens".Denn die Börse ist nur für die betuchten Finanzhaie.Tummelplatz der Defraudanten und Spekulanten.Oder hilft nurmehr die Ignoranz.Eine Verhaltensweise wie ich sie manchmal bei Tieren entdecke,die einer Situation nicht mehr gewachsen sind. Sie ignorieren sie.Und tun so als "ob".Wie beim Untergang der Titanic.

 
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