22.11.2009 11:11 | Meine Presse Merkliste0

Konjunktur: US-Preise gehen stark zurück

19.11.2008 | 18:45 |   (Die Presse)

Die Preisrückgänge ziehen sich durch alle Sektoren ¿ vom Haus über das Auto bis zur Bekleidung. Dies macht den Weg für Zinssenkung frei.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Washington (ag/ju). Die Verbraucherpreise sind in den USA im Oktober gegenüber dem Vormonat um ein Prozent geschrumpft – doppelt so stark als erwartet und in einem Ausmaß, das es seit dem Beginn der einschlägigen Aufzeichnungen im Jahr 1947 noch nie gegeben hat. Hauptauslöser war der starke Energiepreisverfall (Benzin wurde etwa allein im Oktober um 14 Prozent billiger). Die Preisrückgänge ziehen sich aber durch alle Sektoren – vom Haus über das Auto bis zur Bekleidung – was Beobachter auf starke Konsumzurückhaltung angesichts der grassierenden Krise zurückführen.

 

Deflation noch nicht in Sicht

Die Gefahr, dass es bei anhaltenden Preisrückgängen zur gefürchteten Deflation kommt (die letzte haben die USA während der großen Depression in den Dreißigerjahren erlebt), sehen Experten freilich noch nicht. Im Oktober liegt die Inflation auf Jahresbasis nämlich immer noch bei 3,7 Prozent, im Monat davor sind es noch 4,7 Prozent gewesen.

Der kurzfristig scharfe Rückgang der Inflation lässt in der Finanzbranche nun Hoffnungen aufkeimen, dass die Notenbank Fed im Dezember ihren Leitzins noch einmal kräftig um einen halben Prozentpunkt absenken könnte – auf 1,5 Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.11.2008)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

4 Kommentare
Gast: HAK
31.03.2009 12:59
0 0

Stopt die Krise!!!

Führt die Monarchie wieder ein!!!

Gast: IC
20.11.2008 08:47
0 0

Schlittern wir jetzt in eine Deflation?


peda
20.11.2008 08:29
0 0

Zinssenkung

ja eine Zinssenkung auf lange sicht wäre zu begrüssen, damit das geld wieder unter die leute kommt, und alles wieder leich¿ter finanzierbar wird,

die armen banken

werden die manager keine millionen und milliarden mehr abschöpfen?

mir egal, hauptsache der normalbürger hat eine vorteil davon, was sich bei uns schon auf die sinkenden schuldzinsen auswirkt!!!

Gast: AEIOU.
20.11.2008 07:09
0 0

Bei uns, im ÖSILAND gehen

die Preise weiter nach oben. Eine Abzockerei sondergleichen findet gegenwärtig statt. Jede Woche werden die Preise in den sogenannten "Diskontläden" angehoben. Oftmals sind falsche Preise in den Scannerkassen und an den Regalen.So "schnellfüßig" ist die Preisspirale.Steuert alles auf den "Konkurs" zu? Auf jeden Fall auf eine Rezession, die sich "gewaschen" hat. Flucht in Sachwerte?In Immobilien vielleicht?Überzahlte Ladenhüter kaufen,um auf ihnen "sitzen" zu bleiben. Und die steigenden Erhaltungskosten als "Verzinsung"?Um nebbiche 5 Prozent aufs Sparbüchl?An den maroden Börsen zocken?Dann geht es noch schneller mit der Einschmelzung des ohnedies zumeist nebbichen "Vermögens".Denn die Börse ist nur für die betuchten Finanzhaie.Tummelplatz der Defraudanten und Spekulanten.Oder hilft nurmehr die Ignoranz.Eine Verhaltensweise wie ich sie manchmal bei Tieren entdecke,die einer Situation nicht mehr gewachsen sind. Sie ignorieren sie.Und tun so als "ob".Wie beim Untergang der Titanic.

Schlagzeilen Wirtschaft

  • Wirtschaftskrise: Opfer, entschädigt doch die Täter!
    Hochrangige Banker bauen bereits für die nächste Wirtschaftskrise vor. Die Steuerzahler sollten sich besser anschnallen. Sicher ist sicher. Josef Ackermann ist wohl etwas wie der Mann fürs Grobe in der sonst so zurückhaltend agierenden Bankenszene.
    Subventionswettlauf um Opel gestartet
    EU-Industriekommissar Günter Verheugen kritisiert scharf die Ersteigerung von Arbeitsplätzen. Welche Opel-Standorte werden in Europa überleben dürfen? Klar ist, dass etwa 10.000 Mitarbeiter werden gehen müssen.
    Fonds floppten, weil zu wenige Versicherte starben
    Fonds der Deutschen Bank investierten in Lebensversicherungen und warteten auf den Tod der ursprünglichen Versicherungsnehmer. Da zu wenige starben, blieben die Erlöse aus. Der Bank droht nun eine Klage.
  • Banker auf der Kanzel: "Wir leisten Gottes Arbeit"
    Mit Vorträgen versuchen britische Banker, das Image ihres Berufsstandes auf Vordermann zu bringen. Ort des Geschehens: englische Gotteshäuser. In der Londoner City feiert man die Rückkehr der Megabonuszahlungen
    Design-Dildo statt Kabinen-Porno
    Beate Uhse, Europas größter Erotikhändler, klagt über schlechte Geschäfte. Haben Sexshops ausgedient? Mitnichten. Zumindest, solange sie neue Kunden ansprechen. Der Konzern der verstorbenen Primadonna meldete sinkende Umsätze.
    Was wurde aus... dem Waldsterben?
    "Der Wald stirbt", wurde uns in den 1980er-Jahren erklärt. Mittlerweile gibt es in Österreich mehr Wald als je zuvor. Warum eigentlich? Haben die Warnungen die Bäume gerettet – oder hat man damals einfach nur heillos übertrieben?
  • Sinnfrei an der Börse
    Warum der Neueinstieg in Aktien derzeit keinen Sinn ergibt, K+S aber spekulativ trotzdem eine Überlegung wert wäre.
    Bayern fordern 500 Millionen Euro für die Hypo
    Die Spitze der Bayerischen Landesbank trifft sich demnächst mit Finanzminister Josef Pröll. Ob das Geld vom Bund oder von Kärnten kommt, ist den Deutschen egal.
    ÖBB: Lopatka ortet Wildwuchs freigestellter Betriebsräte
    Staatssekretär Reinhold Lopatka spricht von einer Selbstbedienungsmentalität der Eisenbahner. Durch die Aufsplitterung in zahlreiche Tochterfirmen gebe es zu viele dienstfreie Betriebsräte.
  • Bewerber-Bluttests bei Autobauer Daimler illegal
    Daimler darf von Stellenbewerbern keine Bluttests verlangen, meint der deutsche Bundes-Datenschutzbeauftragte. Denn sie würden Rückschlüsse auf Medikamente zulassen.
    Ein Unternehmen, in dem die Post abgeht
    Georg Pölzl ist erst seit wenigen Wochen neuer Post-Chef, hat aber schon wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen. Erstens: In Staatsbetrieben geht's recht behäbig zu. Zweitens: Intrigen feiern fröhliche Urständ'.
    Piech baut mit Porsche sein Imperium aus
    Beide Aufsichtsräte stimmen der Verschmelzung von Porsche und VW zu. Damit herrscht Firmenpatriach Ferdinand Piech, Enkel von Ferdinand Porsche, bald über zehn Marken.