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US-Automarkt am Boden: Absatz bricht erneut ein

03.12.2008 | 11:38 |   (DiePresse.com)

Der Autoabsatz in den USA ist auch im November massiv eingebrochen. US-Autobauer General Motors verkaufte um 41 Prozent weniger Fahrzeuge. Toyota meldet einen Rückgang um 34 Prozent.

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Der Autoabsatz in den USA ist im November offenbar deutlich eingebrochen. Ford gab am Dienstag bekannt, dass 30 Prozent weniger PKW verkauft worden seien als ein Jahr zuvor. Bei Toyota ging der Absatz trotz einer Verlängerung einer Null-Prozent-Finanzierung um 34 Prozent zurück. US-Autokonzern General Motors verkaufte mit 154.877 Fahrzeugen sogar um 41 Prozent weniger. Die Opel-Mutter kämpft derzeit um milliardenschwere Hilfszahlungen der US-Regierung, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Während das Unternehmen die Finanzkrise und die damit verbundene Konsumzurückhaltung der US-Bürger für seine Probleme verantwortlich macht, werfen Kritiker GM vor, seit Jahren am Markt vorbeiproduziert zu haben.

Ford, GM und Chrysler unternehmen in dieser Woche einen neuen Anlauf, an Staatsgelder von 25 Milliarden Dollar zu kommen, um ihr Überleben zu sichern. Vor 14 Tagen waren sie von den Abgeordneten abgewiesen worden, weil sie konkrete Vorschläge für die Sanierung nicht vorzuweisen hatten.

Kleinwagen im Plus

Aber auch deutsche Marken haben mit einem deutlichen Rückgang zu kämpfen. Bei Daimler ging der US-Absatz um 29,9 Prozent auf 15.991 Autos zurück. Der Rückgang wäre ohne die Marke Smart - die im Januar 2008 in den USA eingeführt wurde - noch stärker ausgefallen. Im November kam der Smart auf 1889 verkaufte Exemplare.

BMW hat im November in den USA gut ein Viertel weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz der Marken Mini und BMW sei um 26,8 Prozent auf 19.762 eingebrochen, teilte der Münchener Autobauer mit. Auch bei den Bayern federte der Kleinwagen Mini mit einem Plus von 43,1 Prozent die drastischen Einbußen von 36,1 Prozent bei Stamm-Marke BMW ab.

(APA/Red.)

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17 Kommentare
ssid
04.12.2008 09:19
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Autofabriken

Wozu braucht die Welt soviele Autofabriken.
Wer soll dauernd neue Autos kaufen? Die Masse kann diese ohnehin nicht bezahlen. Ist alles nur ein Geschäft für die Banken.
Marode Autobauer sollten nicht unterstützt werden. Die braucht keiner. Das Geschäft machen dann die, die übrig bleiben und die bleiben dann profitabel.

Kantig
04.12.2008 06:25
0 0

Manchen Postern erscheint es klug, Kleinsteinkommen für Krisenbewältigung verwenden zu können!

Spekultative Konten sind nur am Papier etwas werd. Die Umsetzung in Bares kann Probleme bereiten, weil dem keine Waren (Dienste) gegenüberstehen, Geld nur den Papierwert hat.

Den Ausgleich Geld zu geschaffenen oder untergegangenen Werten herzustellen als Geschäft zu betreiben ist falsch.

Einen Apfelbaum zu ernten, die Äpfel zu verkaufen ohne jemals für das Geld etwas zu bestellen, schafft es, alles Geld ist beim Apfelbaum.

Der Baum wird geschüttelt werden;-)

Gast: Vangelis
04.12.2008 01:28
0 0

Die Chance nutzen!

Kein Wunder, produzierte man jahrelang spritschluckende Monster im Irrglauben an eine ewig wachsende Wirtschaft. Kredit weg - Haus weg - Neues Wohnen im alten Auto? Einige wenige Autokonzerne haben jetzt das passende Produkt? Da werden Milliardenkredite auch nicht weiterhelfen den schrumpfenden Markt zu retten. Die Entwicklungszeiten sind viel zu lange um rechtzeitig wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Eine ähnliche Entwicklung wenn auch nicht so ausgeprägt, ist auch für Europa zu befürchten! Warten wir auf die Zahlen. Bedanken kann man sich dann bei blauäugigen Marktforschern für falsche Prognosen, bei kurzsichtigen Politikern für hohe Steuern und bei Konzernleitungen für falsche Modellpolitik. Bei unserer Autoindustrie herrschte bis vor kurzem ja auch der Glaube ein Modellwechsel und damit verbundener Neuwagenkauf sei so selbstverständlich wie der neueste Frühjahrsmodetrend. So denkt und konstruiert und erlaubt endlich wirklich "neue" Automobile mit alternativen und sparsamste

Helios
03.12.2008 20:23
0 0

Amerikanische Verhältnisse ?Vor vielen Jahrzehnten wurde der größte Teil des Schienennetzes der USA privatisiert und von den Autofirmen gekauft und stillgelegt.Vor 30 Jahren kaufte sich Ford in Yamaha ein mit der Auflage keine Benzinsparenden Autos zu bauen.Kennen Sie ein Yamaha Auto ???

Obwohl der Weg eine Sackgasse ist,er wird ja doch noch immer
weiter in aller Welt kopiert ?

Wortmann
03.12.2008 15:37
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DAS AUFWACHEN



US Autoindustrie wacht auf mit Schrecken. Es betrifft nicht bloß die Autoindustrie. Das Syndrom betrifft fast die gesamte US Wirtschaft. Jahre der kurzsichtiger selbstgerechter Wirtschaftspolitik schlagen sich um in veralterten Technologien, falscher Modellpolitik und unfähigkeit des in ebenso veralterte Strukturen gefangenen Managements. Trotzdem: der Aufwind ist in den Köpfen. Mit der letzten Wahl, mit dem Gedanken "yes we can!" ist Amerika endlich wieder das Land er unbeschränkten Möglichkeiten geworden.

Gast: Gastkommentator
03.12.2008 15:34
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Ich sehe das total anders...

Seien wir ehrlich: Die Auto-, Immo- und Finanzkrise wären so oder so gekommen, die ganzen Blasen haben den Vorgang nur beschleunigt.

Der Grund: Der Mittelstand bricht weg, also auch der Markt. Nachdem immer abgebaut, aber kaum aufgebaut wird (außer am A der Welt) wird das Geld immer weniger.

Noch dazu steigt der Grundbedarf, schließlich kosten Wohnraum, Nahrung, ... prozentuell zum Gehalt immer mehr. Also gibt¿s weniger für den Konsum in Europa genauso wie in Japan, USA etc.

Genau weil diese grundlegenden Ursachen nicht behoben werden, kommt die nächste, tiefere Krise auf uns zu.

Nüchtern gesehen steuert die Welt auf einen Finanz- und Wirtschaftskollaps zu.

...ist halt meine Meinung...

lurch
04.12.2008 09:22
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Re: Ich sehe das total anders...

An Gastkommentator. Ich gratuliere Ihnen für diese sehr gute Analyse des derzeitigen Weltgeschehens.

Man kann nur hoffen, daß diese Erkenntnis auch bald in die Kreise einsickert, die diese Zustände auch ändern können. Leider ist die Hoffnung sehr gering. Ich wollte gerne wissen was einer tut mit mehreren Millionen Jahresgage. Frißt der goldene Knödel oder legt er sich das Geld in Einsiedegläser, damit es nicht schlecht wird.

Antworten Gast: Fliegender Teppich
03.12.2008 16:22
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Re: Ich sehe das total anders...

Wie in der Presse vor den Wahlen sehr oft gepostet wurde: nur von den Sozialhilfeempfaengern kann ein Staat eben nicht leben.
Die Finanzkrise hat alles nur beschleunigt, die Ursachen wurden selbst verschuldet.

Antworten Antworten Gast: Gastkommentator
04.12.2008 07:17
0 0

Re: Re: Ich sehe das total anders...

Die komplette Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte hat aber darauf abgezielt, Sozialhilfeempfänger zu schaffen.

Schlechte Bezahlung, Auslagerung, atypische Arbeitsverhältnisse, Teilzeitarbeit: Alle diese Sachen tragen zur Massenarmut bei.

Wie war das noch mal mit Fr. Rauch-Kallath: Man müsse doch lediglich reich heiraten....

Bombur
03.12.2008 12:28
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Ist doch nur verständlich...

wenn sich die US Autohändler nicht um die neuen Autofahrerbefürnisse wie Sparsamkeit und Umweltverträglichkeit kümmern. Wenn sie da weiter Autos bauen mit einem Verbrauch von 15-20L/100km haben sie sich selbst in dem Baum gefahren.

Gast: Stargast
03.12.2008 11:37
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Großer Markt was nun?

Am Beispiel des US-Automarktes erkennt man, welche Gefahr in großen Märkten steckt, die sich innerlich natürlich parallel entwickeln.

Wären die USA in einzelne unabhänige Staaten aufgespalten, wäre die Krise nicht ganz so schlimm, da eben mal die Absätze an der Ostküste mal an der Westküste besser bzw. schlechter laufen.

So aber im (noch) größten Markt innerhalb eines Staates bricht alles gleichzeitig weg und das kann die stärkste Pferdesterkenschmiede umbringen.

Ein weiteres Problem in zu großen Märkten ist, dass Konkurrenz zwangsläufig ausstirbt, da einige große Konzerne fast automatisch in guten Zeiten zu mächtig werden. Damit ist es auch schwieriger zu erkennen, ob jetzt das Modell falsch war oder es an der Konjunktur liegt.

Der Hauptgrund für die Einbrüche am US-Automarkt dürfte der niedrige Ölpreis sein. Wozu ein kleines neues Auto, wenn man das alte gemütliche große noch preiwert gurgeln lassen kann?

NeroRosso
03.12.2008 12:19
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Re: Großer Markt was nun?

Da steht leider viel Falsches lieber Stargast!

Die Größe der Märkte hat mit dem Zusammenbruch einzelner Branchen aber schon gar nichts zu tun und der Hinweis auf den niedrigen Ölpreis? Ich bitte Sie wo haben Sie in den verhanhenen Monaten hingehört?


lurch
04.12.2008 09:26
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Re: Re: Großer Markt was nun?

Na ja, so ganz falsch liegt Stargast nicht. Es ist leider immer so gewesen, daß sich manche Reiche unheimlich ausdehen mit immenser politischer und wirtschaftlicher Macht und dann eingehen wie die sprichwörtliche böhmische Leinwand.

NeroRosso
05.12.2008 14:07
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Re: Re: Re: Großer Markt was nun?

Das Problem liegt im einfachen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung:

Die Größe eines Marktes - und das hat Stargast behauptet - wäre für den Untergang verantwortlich.

Gegenbeispiel: Coca Cola, McDonalds, Exxon, General Electric, Siemens etc.

Alles Riesenfirmen zumeist in fast Monopol-ähnlicher Stellung sind weit davon entfernt Pleite zu machen.
Diese Firmen reagieren einfach schneller auf Veränderungen.

Der Schnellere frisst den Langsamen. Nicht der Große den Kleinen - das gibts auch, ist aber keine Voraussetzung für obige Behauptung.

pennpatrik
03.12.2008 11:05
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Journalisten!

14.102 Stück sind also 61,8% der ursprünglich verkauften Autos (im Oktober? oder im November des Vorjahres?).
Smart hat das abgefedert und den Absatzrückgang auf 29,9% gedrückt.
Wovon? von den 38,2% (Stückzahlen)?
Oder vom Umsatz? Wie wäre das ohne den Smart dann gelaufen?
Dadurch, dass mit nicht vergleichbaren Zahlen herumgeworfen wird, wird dieser Artikel zum Null-Artikel, der keinerlei aussagefraft hat.
Mich ärgert, dass das pausenlos und in allen möglichen Artikeln geschieht. Also kein Journalist den Artikel versteht, den er schreibt (sonst würde ihm das sofort aufstoßen).

nuXbe
03.12.2008 11:34
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Re: Journalisten

Wie hat mein Mathelehrer immer so schön gesagt;
Wenn man eine Angebe nicht versteht sol man sie nochmal lesen, dann nochmal und sooft bis man sie kapiert hat.
Vielleicht sollten sie das auch tun.

Ganz oben im Artikel steht: (...) im November eingebrochen (...) als im Jahr zuvor.

Mercedes hat 38,2% weniger Limousinen verkauft.
Da Mercedes aber nicht nur Autos mit einem Stern vorne verkauft, sondern auch SMART zu der Firma gehört, und zusätzlich noch 1889 Stück dieser Smart verkauft wurden gingen die Verkaufszahlen der gesamten Marke Mercedes Benz um "nur" 29,9% zurück.

Nachdem im gesamten Artikel ausschließlich von Stückzahlen und nie vom Umsatz, geht es natürlich um die abgesetzten Autos -also um Stück.

Die 14.102 Stück beziehen sich, wie es im Artikel steht, auf die Limousinen, haben mit dem Samrt also nichts zu tun, es wurden ja auch ZUSÄTZLICH 1889 Smart verkauft.

Zuerst Denken, dann Reden bez. Aufregen, Bub!

ecowriter
03.12.2008 11:14
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Re: Journalisten!

hear hear!
erging mir genauso beim "studium" dieses von irgendwo kopierten artikels....

unfreundlichst, ihr
eco

Schlagzeilen Wirtschaft